Jacques Chirac: Trauer um "einen großen Staatsmann"

Frankreichs ehemaliger Premier und Staatspräsident Jacques Chirac ist im Alter von 86 Jahren verstorben. So erinnert sich die Welt.

Jacques Chirac und Angela Merkel im Jahr 2007

Jacques Chirac ist tot. Der ehemalige französische Präsident und Premierminister ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Viele politische Führer und Wegbegleiter erinnerten sich am Donnerstag an Chirac und sprachen dessen Familie ihr Beileid aus.

"Ich bin sehr traurig über die Nachricht vom Tod Jacques Chiracs", ließ Bundeskanzlerin Angela Merkel (65) erklären. Er sei "uns Deutschen und mir persönlich ein herausragender Partner und Freund" gewesen. "Ich trauere mit seiner Familie und mit dem französischen Volk um einen großen Staatsmann und Europäer."

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Ein Mann "starker Überzeugungen"

Jean-Claude Juncker (64), der Präsident der Europäischen Kommission, ließ verlauten, dass er "mit unendlicher Trauer" vom Tode Chiracs erfahren habe. Frankreich hab "einen großen Staatsmann" verloren und er "einen treuen Freund". Chirac sei Mann "starker Überzeugungen" gewesen und habe für humanistische Werte wie Brüderlichkeit, Respekt und Toleranz gestanden.

Der britische Premier Boris Johnson (55) lobte Chirac als "formidablen politischen Führer", der in seiner Karriere "das Schicksal seiner Nation" geformt habe. Generationsübergreifend werde der Verlust in ganz Frankreich spürbar sein.

Putin bewunderte Chirac

Russlands Präsident Wladimir Putin (66) ließ verlauten, dass der verstorben Staatsmann unter anderem "für seinen großen persönlichen Beitrag zur positiven Entwicklung freundlicher Beziehungen zwischen unseren Ländern" in Erinnerung bleiben werde. Putin habe Chiracs "Intellekt und sein großes Wissen" genauso bewundert wie "seine Fähigkeit, auch in den schwierigsten Situationen ausgewogene Entscheidungen treffen zu können".

Bundesaußenminister Heiko Maas (53) schrieb bei Twitter, dass man gemeinsam mit Frankreich um Chirac trauere. "Wir verlieren einen großen Staatsmann und Europäer. Sein Nein zum Irakkrieg und seine konsequente Aufarbeitung der Naziverbrechen auch durch frz. Kollaborateure und die Vichy-Regierung ehren sein Andenken."

Frankreichs amtierender Präsident Emmanuel Macron (41) möchte am Abend in einer Fernsehansprache die Verdienste Chiracs würdigen.

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