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Ivanka Trump Erster Tweet nach Wahl-Niederlage – aber kein Wort zu Donald Trump

Ivanka Trump
© Getty Images
Was sagt Ivanka Trump zur Wahnschlappe ihres Vaters? Eine Antwort erhofft man sich, als am Montagabend ein neuer Beitrag auf ihrem Twitter-Account erscheint.

Es ist das erste Mal, dass sich Ivanka Trump, 39, öffentlich zur Wort meldet, nachdem Joe Biden, 77, als Sieger über Donald Trump, 74, ausgerufen wurde. Doch der Inhalt ihres Tweets vom 9. November handelt nicht vom US-Wahlkampf-Krimi, sondern vom Coronavirus.

Ivanka Trump schreibt auf Twitter

"RIESIGE NEWS: Die Studie mit dem Pfizer Coronavirus-Impfstoff ist WIRKSAM und verhindert bei 90% der Freiwilligen eine Infektion", freut sich Ivanka. Dazu verlinkt sie einen Artikel der Nachrichtenagentur AP. Demnach hat das US-Pharmaunternehmen Pfizer in Zusammenarbeit mit der Mainzer Firma Biontech einen Impfstoff namens BNT162b2 entwickelt, der Studienteilnehmern einen 90-prozentigen Schutz vor dem Coronavirus bietet. Schon in der kommenden Woche will Biontech den Zulassungsantrag für den Impfstoff in den USA stellen.

Warum Ivanka Trump keine Reaktion auf Donald Trumps Niederlage zeigt 

Donald Trump erkennt den Sieg Joe Bidens nach wie vor nicht an, spricht auf Twitter von "fake Stimmen", "Briefwahl-Schwindel" und einer "gestohlenen Wahl". Auch seine Söhne Eric, 36, und Donald Jr., 42, stellen sich quer: Mit Hassparolen versuchen sie, die Trump-Wähler aufzuhetzen. Melania Trump, 50, belässt es in ihrem ersten Tweet nach dem Wahlergebnis mit den Worten, die "Amerikaner verdienen eine faire Wahl“ und "Jede legale - nicht illegale - Abstimmung sollte gezählt werden." Ivanka schweigt – doch warum? Drei Gründe sind denkbar.

Ivanka will US-Präsidentin werden

Der frühere Kommunikationschef des Weißen Hauses und heutige Trump-Gegner Anthony Scaramucci, 56, meint, Donald könnte 2024 noch einmal antreten – mit seiner Tochter als "Running Mate" als Vize-Präsidentschafts-Kandidatin. Und danach? Nun, wer weiß. "Wenn sie jemals für das Präsidentenamt kandidieren wollte", sagt Trump im Interview mit "The Atlantic" 2019, "wäre sie sehr, sehr schwer zu schlagen." Jetzt auf die anti-demokratischen Parolen ihres Vaters einzugehen, wäre schlechte Werbung für Ivanka.

Ivanka ist ein anderer Typ als ihr Vater

Aggressive Worte passen weder zu Ivankas Kommunikationsstil noch zu ihrer allgemeinen Haltung gegenüber den Dingen. Ihre Mutter Ivana Trump, 71, beschreibt sie als diszipliniert und attestiert ihr gute Manieren. Im Weißen Haus ist Ivana eine Art Ruhepol und Friedensstifterin, gilt als gemäßigt und vernünftig. "Sie hat eine große Ruhe in sich. Ich habe sie unter enormem Stress und Druck gesehen. Sie reagiert sehr gut (...)", lobt Trump seine Tochter im Interview.

Loyalität zu Donald Trump

Ivanka hat sich ihrem Vater gegenüber in dessen Amtszeit stets loyal verhalten. Ihm öffentlich in den Rücken zu fallen ist keine Option für sie. Zum Sieg Joe Bidens zu schweigen ist demnach aktuell das Cleverste, was sie tun kann.

Verwendete Quellen: Twitter, The Atlantic

jre Gala


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