VG-Wort Pixel

Isabell Hertel Spannende Details über ihr Privatleben

Isabell Hertel
Isabell Hertel
© TVNOW / Stefan Behrens
Isabell Hertel ist seit 25 Jahren fester Bestandteil der RTL-Serie "Unter uns". Im GALA-Interview spricht die Schauspielerin auch über ihr Liebesleben.

"Ute Kiefer" gehört in die Schillerallee wie "Jo Gerner" in den Kolle-Kiez. Isabell Hertel, die seit 1995 die Rolle in der täglichen RTL-Serie "Unter uns" verkörpert, hat nach wie vor große Freude an ihrem Job voller inszenierter Dramen. Anlässlich der "Unter uns"-Eventwoche, die am 9. März zur gewohnten Sendezeit um 17:30 Uhr startet, haben wir mit Isabell über die schönsten, sowie verrücktesten Momente mit ihrer Paraderolle und ihr Privatleben gesprochen

Isabell Hertel: 25 Jahre bei "Unter uns"

GALA: Sie spielen seit 1995 die Rolle der "Ute" bei "Unter uns". Hätten Sie damals gedacht, dass Sie 25 Jahre später immer noch dabei sein würden?

Isabell Hertel: Das hätte damals keiner gedacht. Es waren alle auf ein, zwei Jahre eingestellt. Sich diesen Sendeplatz um 17:30 Uhr zu erkämpfen, war anfangs sehr schwierig. Es hat lange gedauert, bis wir uns durchgesetzt haben und eine gute Quote hatten. So eine Entwicklung wäre heute undenkbar, weil viele Formate bei zu wenig Erfolg schnell wieder abgesetzt werden.

Wollten Sie nie etwas anderes machen?

Till (Ben Ruedinger), Ute (Isabell Hertel) und Pia (Yvonne de Bark)
Till (Ben Ruedinger), Ute (Isabell Hertel) und Pia (Yvonne de Bark)
© TVNOW / Guido Engels

Ich bin nach wie vor sehr glücklich bei "Unter uns" und fühle mich extrem wohl. Ich war nie der Mensch, der sagt: "Ich habe die Chance durch 'Unter uns' bekommen und jetzt Tschüß, es ruft Hollywood nach mir!" Ich spüre gerne eine Verbundenheit. Mir ist der Weg lieber als das Ziel. Natürlich habe ich auch Wünsche für die Zukunft, sowohl beruflich als auch privat, aber wenn das nicht klappt, habe ich nicht das Gefühl, mein Leben war eine Katastrophe.

Sie sehen auch immer noch fast genauso aus wie vor 25 Jahren. Wie machen Sie das?

Die Antwort klingt blöd, aber es liegt auch an den Genen. Meine Eltern sehen 20 Jahre jünger aus, als sie sind. Ich tue aber auch viel für mich, esse gesund, mache Sport und pflege mich. Ansonsten gibt es da kein spezielles Geheimnis.

Werden Sie auf der Straße immer noch mit "Ute" angesprochen?

Nicht mehr so häufig, früher war definitiv mehr los. Aber das liegt mit Sicherheit daran, dass die Serie schon so lange läuft und viele Zuschauer meinen richtigen Namen nach so vielen Jahren kennen. Trotzdem höre ich sofort, wenn mich jemand "Ute" nennt. (lacht)

Erinnern Sie sich an Ihr verrücktestes Fan-Erlebnis?

Dank der Rolle erlebe ich nicht so viele verrückte Momente. "Ute" ist kein extremer Charakter, sondern ein Mensch wie du und ich. Aber es gab mal eine Situation im Supermarkt, als mich eine Kassiererin angeschnauzt hat, dass ich so spät dran bin. Ich müsste doch schließlich um 17:30 Uhr im Schiller sein.

Das meinte sie ernst?

Ja, sie war stinksauer. (lacht)

Sie haben in all den Jahren viele Männer küssen müssen. Ist das schon Routine für Sie?

Ute (Isabell Hertel) und Benedikt (Jens Hajek) bei "Unter uns" – auf RTL und TVNow.
Ute (Isabell Hertel) und Benedikt (Jens Hajek) bei "Unter uns" – auf RTL und TVNow.
© TVNOW / Stefan Behrens

Ich habe generell mit solchen Dingen kein Problem, mir fallen diese Szenen nicht schwer. Ich sonne mich im Urlaub auch gerne mal oben ohne. Das heißt nicht, dass ich überall nackt durch die Gegend laufen würde, aber intime Szenen stressen mich nicht so wie vielleicht andere. (lacht) Natürlich läuft es aber mit dem einen Spielpartner besser als mit dem anderen. Besonders locker war es zwischen mir und Jens Hajek, der den Benedikt Huber spielt. Wir empfinden beide nicht diese Barriere und haben schon bei der Probe gesagt "Wir tun‘s jetzt einfach". Damit war das komische Gefühl vor dem Dreh weg.

Und wenn derjenige vorher Knoblauch gegessen hat?

Wir haben am Set generell die Regel, dass wir uns vor einer Kussszene ein Kaugummi reinschmeißen. Aber auch wenn nicht: Ich bin da total unempfindlich. Meinetwegen kann derjenige auch vorher Knoblauch gegessen haben, mir ist das alles wurscht ... (lacht)

Wie soll der Richtige sein?

Sie waren 2016 im Playboy. Ihre Kollegin Claudelle Deckert war sogar schon zweimal drin. Würden Sie es auch noch mal tun?

Ja, sofort! Da brauche ich gar nicht lange überlegen. Es war eine ganz neue Erfahrung im Umgang mit meinem Körper. Man vergisst beim Shooting die Nacktheit und agiert einfach. Das war wunderschön. Ich liebe die Bilder auch heute noch!

Wie sieht es in Ihrem Privatleben aus. Sind Sie aktuell in einer Beziehung?

Ich bin Single und glücklich damit. Ich war über elf Jahre lang in einer Beziehung. Aber ich bin generell jemand, der sich nicht so schnell verliebt. Manchmal habe ich mir schon gedacht, es wäre gut, wenn das bei mir ein bisschen flotter gehen würde. Aber ich bin einfach nicht der Typ dafür. Bei mir geht wenig über die Optik, aber viel über die Sprache. Ich muss mit einem Menschen sprechen, ihm zuhören, sprachlich auf einer Wellenlänge sein. Und das dauert dann natürlich länger.

Natürlich wünsche ich mir irgendwann wieder einen Partner. Aber ich bin kein Trauerkloß, der zuhause sitzt und Frust schiebt. Mir ist nie langweilig, ich habe immer was zu tun. Und der Gedanke, alleine alt zu werden, macht mir keine Angst. Ich bin bei dem Thema sehr entspannt und auch zuversichtlich. Ich bin mir sicher, dass der Richtige noch kommt.

Wie muss der Richtige sein?

Ich erwarte nicht, dass er die gleichen Sachen toll findet, die ich toll finde. Jeder kann seine eigenen Hobbys oder Leidenschaften haben. Aber er sollte über Lebenserfahrung und Wissen verfügen. Einer, mit dem ich mich reiben kann und der mir auch mal Kontra gibt. Und man sollte über die gleichen Sachen lachen können und sich selbst nicht immer so ernst nehmen.

Verwendete Quellen:eigenes Interview

Gala

Mehr zum Thema


Gala entdecken