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Isabel Varell Neues Buch vertieft ihre schwierige Beziehung zur Mutter

Isabel Varell
Isabel Varell
© imago images
Isabel Varell hat ihr zweites Buch veröffentlicht. Darin spricht sie über die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Zu ihrer Mutter hatte sie lange kein gutes Verhältnis.

Isabel Varell, 59, nimmt kein Blatt vor den Mund in ihrem gerade erschienenen zweiten Buch "Die guten alten Zeiten sind jetzt". Die Schauspielerin, Sängerin und Moderatorin blickt auf bewegende Lebensjahre zurück, die viel Gutes, aber auch bittere Erlebnisse mit sich brachten. "Ich erzähle das, was ich erlebt habe und es geht bei mir ans Eingemachte. Ich habe für mich den Sinn darin gefunden, das Schreiben für mich als Therapie zu sehen", erklärt die Entertainerin im TV-Nachmittagsmagazin "MDR um 4". 

Isabel Varell: Mutter hat sie "immer wieder schwerst verprügelt"

Eine Vergangenheitsbewältigung, die ihre Gründe hat. Bereits im Sommer 2020 spricht Isabel in einem Interview mit "Bunte" ausführlich über ihre schwere Kindheit, in der sie eigenen Aussagen zufolge misshandelt wurde. Von ihrer Mutter sei sie "wegen jeder Nichtigkeit immer wieder schwerst verprügelt" worden. Ihre Eltern hätten sich getrennt, als sie neun Jahre alt war und ihre Mutter habe ihr nie das Gefühl gegeben, dass sie ein wertvoller Mensch sei. "Sie hat mich wüst beschimpft, dass ich mal in der Gosse landen würde, weil ich zu nichts tauge", erzählt Varell.

"Ich habe meine Mutter zeitweise gehasst"

Die Ex-Frau des 2006 verstorbenen Sängers Drafi Deutscher (†60) erklärt weiter, dass sie lange nicht die Uhr lesen, schlecht schreiben und lesen konnte und ihre Mutter sie deswegen als "total dummes Kind" gesehen habe. Dabei sei sie Legasthenikerin. Ihre Mutter, mit der sie sich nie richtig aussprechen konnte, starb bereits vor 22 Jahren und sei ein "sehr harter, wütender Mensch" gewesen. Unter anderem habe ihre Mutter gedroht, dass sie für ihren Tod verantwortlich wäre, wenn sie ihren Vater sehen würde.

"Ich habe meine Mutter zeitweise gehasst", gibt die sonst so fröhlich strahlende Varell in diesen Tagen rückblickend im Gespräch mit "t-online" zu. "Ich wollte als Kind oft nicht mehr leben. Auch ihr habe ich sogar manchmal den Tod gewünscht." Harte Worte, die auf ein zerrüttetes Verhältnis hindeuten, dennoch hätten Isabel und ihre Mutter irgendwann "wieder zueinander gefunden", sagt sie.

Das ist der Grund, warum sie kinderlos bleibt

Insgesamt sei ihre Kindheit für immer ein wunder Punkt in ihrem Leben, sie habe immer gedacht, dass ihre Existenz das größte Unglück für ihre Mutter gewesen sei: "Ich kann ihre Härte nicht verstehen und auch nicht verzeihen," beschrieb sie im "Bunte"-Interview trotz der Annäherung zur Mutter ihre Gefühlswelt. Sie sei durch die ständigen Strafen und die strenge Erziehung ein sehr angepasstes Kind gewesen und habe erst danach rebelliert und sich komplett ausgelebt: "Deswegen bin ich heute ein glücklicher Mensch."

Eigene Kinder kommen aber auch aufgrund der traumatischen Erlebnisse als Scheidungskind für sie nicht infrage: Deswegen habe sie sich auch von einem neun Jahre jüngeren Mann getrennt: "Mir war klar, dass er Kinder haben wollte, und das stand nicht auf meinem Lebensplan." Sie habe deswegen Schluss gemacht und sehr darunter gelitten: "Aber heute sind wir gute Freunde und er glücklicher Vater." 

Hilfen bei Depressionen

Erkennen Sie bei sich Anzeichen einer Depression? Beim überregionalen Krisentelefon unter 0800 1110111 wird schnell und anonym geholfen! Weiterführende Informationen gibt es außerdem bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Verwendete Quellen: mdr.de, bunte.de, t-online.de

ama SpotOnNews

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