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Irene Fischer Jahrelang schlaflos

Irene Fischer
Irene Fischer
© Picture Alliance
Schauspielerin Irene Fischer leidet an Depressionen und konnte deswegen jahrelang nicht schlafen. In einem Interview verriet sie nun, wie sie der Krankheit auf die Schliche kam

Nicht nur als "Anna Ziegler" in der "Lindenstraße" musste sie einige Höhen und Tiefen durchleben, auch in ihrem eigenen Leben hat Irene Fischer Probleme. Wie die Schauspielerin in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung verriet, leidet sie schon seit mehreren Jahren an Depressionen.

Lange Zeit sei gar nicht eindeutig gewesen, dass Fischer krank ist. "Es gibt Arten, die sich nicht klar äußern. Ich zum Beispiel konnte nicht schlafen. Fünf Jahre lang." Nur maximal drei oder vier Stunden am Stück habe sie schlafen können. "Die Hölle. Wenn du nicht schlafen kannst, dann drehen sich die Gedanken permanent im Kreis. Es war furchtbar, nicht abschalten zu können", so die Schauspielerin.

Dann hat sie alles ausprobiert: Kein Kaffee, kein Alkohol, Yoga, sogar nach einer Wasserader unter ihrer Wohnung wurde gesucht. Erst viel später habe dann ein Test ergeben, dass sie unter Depressionen leidet und deshalb keinen Schlaf findet.

Die Diagnose kam für Fischer völlig überraschend: "Ich bin glücklich. Ich habe Kinder, Enkelkinder, einen der schönsten Berufe der Welt. Depression wäre mir nie in den Sinn gekommen." Doch ein Narkosemittel, das die Schauspielerin vor Jahren im Rahmen einer Operation verabreicht bekommen hatte, soll chemische Reaktionen in ihrem Gehirn verändert haben.

Nach der Diagnose kam dann die Erlösung: "Ich bekam ein Antidepressivum – und konnte endlich schlafen." Das Medikament nimmt die 53-Jährige immer noch.

Nun will Irene Fischer auch anderen Betroffenen Mut machen: "Seit Januar bin ich Botschafterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die sich für Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten einsetzt. Meine Botschaft ist: Auch mit Depressionen kann man ein erfülltes Leben leben."

rbr

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