Til Schweiger und Eva Padberg gehen jetzt unter die Designer: Mode-Kollektion für eBay

Kino-Tausendsassa Til Schweiger und Model-Schönheit Eva Padberg haben gemeinsam eine Kollektion entworfen, die ab heute exklusiv bei eBay verkauft wird. Im Interview mit Gala.de sprachen die beiden über ihre Zusammenarbeit und ob bald sogar ein gemeinsamer Film anstehen wird

Til Schweiger hat sein beeindruckender Lebenslauf anscheinend noch nicht ausgereicht: Der 51-jährige Leinwandstar ("Honig im Kopf") will nicht nur als Regisseur, Produzent, Möbel-Designer und Super-Papa bekannt sein - jetzt hat er auch noch seine erste eigene Männer-Kollektion namens CE'Til kreiert, die ab heute (30. April) exklusiv bei eBay verkauft wird . Doch das Mode-Kind hat Til nicht etwa alleine geschaukelt, sondern hatte mit dem Topmodel Eva Padberg, 35, und "C'est tout"-Designerin Katja Will eine ordentliche Portion Frauenpower am Start. Im Interview mit Gala.de erzählte das Trio unter anderem von der gemeinsamen Arbeit, was absolute modische No-Gos sind und Til verriet, ob man ihn je bei "Shopping Queen" und Eva bald in einem neuen Kinofilm von ihm bewundern darf.

Wir treffen Til, Eva und Katja in dem Studio der Bullerei - der Eventlocation, die direkt neben dem Hamburger Restaurant von TV-Koch Tim Mälzer, 44, liegt. Dort stellen die Drei stolz ihre gemeinsame Kollektion für den Internet-Riesen eBay vor. Schnell wird deutlich: Til und Co. wollen keine Trendteile an den Mann bzw. an die Frau bringen, sondern eine schlichte Linie krieren, die vor allem eins ist: tragbar. CE'Til, der Name der schlichten Kollektion, ist dabei eine Fusion aus den Namen der drei Schöpfer: Das C steht für das Label C'est tout von Designerin Katja Will, das E für Eva und Til natürlich für den Hahn im Korb: Til Schweiger.

Wie sieht der typische Schweiger/Padberg-Look aus?

Til: Eine Jeans und einen Pulli im Winter, im Sommer einen leichten Pulli, oder ein T-Shirt. Selten ein Hemd, manchmal schon. Pulli, Jeans und T-Shirt – und die sind möglichst einfarbig, gerade geschnitten und ohne Bündchen.

Eva: Bei mir ist es auch eher basic, casual und unkompliziert. Katja und ich sagen immer, dass wir beide einen inneren Hippie haben, der ab und zu mal rauskommt. Deshalb sind meine Looks auch gerne ein bisschen verspielter. Ich fühle mich generell mit diesem Understatement-Look , also: gedecktere Farben, weniger Muster, wohler, kann man halt auch einfacher kombinieren.

Katja: … Lässt sich auch ganz easy upgraden. Man wechselt den Schuh, trägt etwas mehr Schmuck dazu.

Was ist für Sie guter Stil?

Eva: Wenn man weiß, was einem steht und man das, was man trägt, mit einem gewissen Selbstbewusstsein tut. Sobald ich merke, dass sich die Person in ihrem Outfit wohl fühlt, ist es für mich fast egal, was es ist. Und man sollte nicht zu sehr übertreiben. Til hat das mal ganz schön gesagt, dass er findet, dass das Outfit nicht wichtiger sein soll, als der Mensch, der drinsteckt.

Wessen Promi-Look bewundern Sie?

Til: Also wer sich immer extrem gut kleidet ist der Benno Fürmann. Da ist alles aufeinander abgestimmt, auch relativ hochwertig. Er hat einfach einen wirklich guten Geschmack. Auch sehr gedeckt, aber er kombiniert sehr viel. Der Benno gibt sich schon viel mehr Mühe, wie er aus dem Haus geht als zum Beispiel ich. Dazu bin ich viel zu faul. Mir ist das zwar wichtig, wie ich aussehe, aber ich ziehe mir Hose und Pulli an und dann geht’s auch schon los.

Eva: Bei Frauen ist das ja schon etwas komplizierter….

Til: Stimmt. Ich habe nie verstanden, dass eine Frau auf einem Event das Kleid nur ein Mal anziehen kann - beim nächsten Event darf sie nicht dasselbe anziehen. Das ist ein absolutes No-Go bei Frauen - verstehe ich nicht. Wenn man ein Kleid hat, in dem man toll aussieht, warum geht man darin nicht auf vier Veranstaltungen?

Geben Ihre Kinder Ihnen Mode-Tipps?

Til: Ne, die beschweren sich eher mal über meinen Aufzug. Die fragen mich schon mal "Papa, wie siehst du denn aus?" Letztens bin ich mit meiner Tochter Lilli ins Elbe Einkaufscenter und dann lief sie hinter mir und sagte nur "Ich kanns nicht glauben, du läufst in Jogginghose und Ugg Boots rum. Ich schäme mich zu Tode." Aber mir ist das echt total egal: Wenn ich etwas toll finde und mir das gefällt, dann können zehn Leute sagen, dass das schrecklich aussieht, das ist mir dann aber einfach egal. Auch andersrum: Wenn mir etwas nicht gefällt und die Leute sagen "Mensch, das sieht toll aus", dann ziehe ich es trotzdem nicht an.

Eva: Katja gibt mir ganz oft Tipps. Ich habe sie kennengelernt, als sie noch Stylistin bei MTV war. Dann bekomme ich noch von meiner besten Freundin, der Ines, Ratschläge. Sie ist auch oft für mein Styling auf Events verantwortlich und meinen Mann frage ich auch, ob es ihm gefällt. Manchmal sind wir da allerdings unterschiedlicher Meinung. (lacht) Wenn es ihm gefällt, dann freue ich mich natürlich umso mehr.

Was hat ihm denn nicht gefallen?

Eva: Das letzte Mal, als ihm etwas nicht gefiel, war so die Zeit der Römer-Sandaletten, die sind ja jetzt gerade auch wieder angesagt. Den Hype hat er überhaupt nicht verstanden. Es sind ganz oft Schuh-Trends, die die Männer nicht kapieren. Auch Ballerinas sind bei Männern nicht so beliebt.

Was war Ihr größter modischer Fauxpas? Gibt’s da schlimme Jugendsünden?

Eva: Es gab mit Sicherheit Sachen, wo man heute sagt, dass das schrecklich aussieht, aber ich finde, dass das alles zu der Zeit seine Berechtigung hatte und deshalb schäme ich mich im Nachhinein auch nicht für.

Was für ein Shopping-Typ sind Sie?

Til: Ich bin kein Online-Shopper - ab sofort natürlich (lacht). Ganz ehrlich: Ich schicke ganz oft meine Kostümbildnerin los, weil die kennt meinen Geschmack in- und auswendig.

Wie kommt es, dass Sie diese Lifestyle-Design-Nische für sich entdeckt haben?

Til: Ich habe das schon mal gemacht, ich habe mit Mustang Jeans mal eine Kollektion gemacht, die war auch sehr, sehr schön und jetzt bin ich einfach wieder gefragt worden und da hatte ich dann sofort Lust zu.

Könnten Sie sich vorstellen, mal bei "Shopping Queen" mitzumachen?

Til: Jaaaaaaaa! Ähm ich meine neeeeeein! Das würde ich zum Beispiel niemals machen. Aber das ist auch nicht der Anspruch meiner Mode, dass ich den Leuten sagen will, wie sie was aus sich machen oder mich zu einer neuen Stilikone zu verklären, die ich in keinster Weise bin. Ich habe einfach nur die Möglichkeit gehabt, meine eigene Kollektion zu machen, mit den beiden und mit eBay und fand das ne super Sache, habe die gemacht und hoffe jetzt natürlich auch, dass den Leuten das gefällt. Aber ich bin guter Dinge: Ich kenne viele Leute, die diese schlichte Art von Klamotten cool finden.

Eva: Das wär mir viel zu stressig. Ich habe mir das schon ein paar Mal angeschaut und dieses Shoppen auf Zeit, das nimmt für mich auch jegliches Vergnügen aus dem Einkaufen heraus. Dabei verfolgt von Kameras - da würde ich mich total unwohl fühlen. Das stelle ich mir furchtbar anstrengend vor.

Wie kam die Zusammenarbeit mit Eva überhaupt zustande, kennen Sie beide sich schon lange?

Eva: Til und ich kannten uns schon vorher, wir haben einen gemeinsamen Bekannten, der uns Designer-technisch aneinander herangeführt hat. Dann haben wir uns - ohne Til - etwas zusammen ausgedacht, sind nach Hamburg gefahren und haben ihm das vorgestellt. Da war es noch überhaupt nicht sicher, ob etwas daraus wird. Da haben wir ihn dann quasi an die Angel genommen. Was ich dabei an Til super finde ist, dass er von Anfang an klar und deutlich sagen konnte, was er super und was er eben nicht gut findet. Das hat es uns sehr erleichtert, weil wir nicht um den heißen Brei herumreden mussten.

Kam er denn bei Ihnen beiden Damen auch mal zu Wort?

Til: Was denkst du wohl?

Eva: Hauptsächlich. Also es war nicht so, als hätten wir ihn in Grund und Boden geschnattert. Wir haben ihm viel gezeigt und er hat gesagt, wie er es haben will.

Wie muss denn eine Frau vom Stil her aussehen, um Ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen? Was ist der perfekte Look fürs erste Date? Was ist das absolute No-Go?

Til: Bitte bloß schlicht. Ich finde das ganz schrecklich, wenn da noch Schulterkappen dran sind und da noch überall Ketten und sonst was… Ich hatte das durchaus schon mal, dass ich bei einem Date gedacht habe "Oh Gott, was hat die denn an?" Generell finde ich bei Frauen diesen Tomboy-Look am besten, also im Boyfriend-Style. Ich habe schon vor 15 Jahren gesagt, dass eine verwaschene Jeans und ein weißes T-Shirt oder ein Männerhemd bei einer Frau am tollsten aussieht, es gibt einfach nichts, was sexier ist. Ich mag es nicht, wenn sich eine Frau so super aufbrezelt.

Haben Sie schon mal etwas bei eBay ersteigert?

Til: Ich habe einmal bei eBay-Amerika, da hat mir ein Freund aus Los Angeles bei geholfen, so ein Muskel Car gekauft, so einen 60er-Jahre Oldtimer. Der hat am Schluss 14.000 Dollar gekostet, das war ein Schnäppchen und den habe ich auch immer noch, der steht noch in Los Angeles.

Katja: eBay-Kleinanzeigen habe ich gerade für mich entdeckt, da kann man auch gut Leute kennenlernen. Die Männer, die sich meine Möbel angeguckt haben, haben die auch immer gekauft (lacht). Dann wollen die handeln, aber gehandelt wird bei mir nicht.

Til: eBay, das neue Tinder.

Was war von den Materialen am Wichtigsten bei der Kollektion?

Katja: Dass es natürliche Materialien sind. Und die Sachen müssen sich auf der Haut gut anfühlen. Die Klamotten müssen einfach einen guten Tragekomfort haben. Passform und Qualität sind die Hauptkriterien.

Wie würden Sie Ihrer besten Freundin die Kollektion beschreiben?

Eva: Die wüsste relativ schnell, was ich meine, wenn ich die Sachen als casual Basics beschreibe, für den Mann. Ich finde stellenweise aber auch, dass die Teile Unisex sind. So einen Pulli oder die Longsleeves, die würde ich auch alle anziehen. Wie Til schon gesagt hat, finde ich es auch wahnsinnig sexy, wenn die Frau die Klamotten von ihrem Freund trägt. Es ist eine coole, hochwertige Casual-Kollektion.

Sie haben in Ihrer Kollektion auch eine Tasche - sind Sie ein Taschenträger?

Til: Wenn du mir ein Foto zeigst, auf dem ich eine Tasche trage, schenke ich dir 100 Euro.

So als Profi - Geben Sie Ihrem Mann oft Mode-Tipps?

Eva: Er fragt mich schon ab und zu mal, aber der hat eigentlich einen guten Geschmack, da muss ich nicht viel korrigieren. Wenn wir zusammen auf Events gehen, dann gucken wir schon vorher, wie wir uns aufeinander abstimmen. Aber ich würde niemals sagen „Schatzi, diese Saison ist das Trend, du musst das tragen“. Ich gucke einfach, ob es ihm steht, ob er sich wohl fühlt, aber das ist bei uns relativ unkompliziert.

Was ist bei Männern ein absolutes No-Go?

Til: Pumps (lacht)

Eva: Haha genau! Und Strings, nicht mein Fall. Obwohl man das auf dem Laufsteg schon oft gesehen hat, aber was gar nicht geht, sind so Sandalen mit hochgezogenen Socken. So weiße, bis zur Wade - geht gar nicht.

Katja: Super-Skinny Jeans bei Männern sind auch schlimm.

Man kann ja leider nicht ewig als Model arbeiten – ist der Job als Designerin Ihr Zukunftsziel?

Eva: Für mich ist es momentan der ideale Austausch, mit Katja und mit Til zu arbeiten. Ich bin jetzt nicht mit dem krampfhaften Gedanken rangegangen, was der nächste Schritt in meiner Karriere sein sollte. Das hat sich mit Katja einfach so ergeben, weil wir auch schon lange befreundet sind und ich habe immer gesagt, das wenn ich das mit jemandem mache, ich das nur mit ihr umsetzen möchte. Ich weiß einfach, dass wir da auf der selben Welle schwimmen. Ich hoffe sehr, dass wir das noch eine ganze Weile weitermachen werden, aber ich bin generell nicht der Typ, der so etwas die nächsten 15 Jahre vorausplant. Momentan habe ich jede Menge Spaß dabei und ich lerne bei jeder Kollektion etwas dazu. Aber ich würde es nicht alleine machen wollen. Ich finde die Teamarbeit super und ich denke, dass wir uns auch gegenseitig anspornen, da schätze ich die Dynamik total.

Wird Eva Padberg in Ihrem nächsten Film zu sehen sein?

Til: Möglicherweise ja. Das könnte durchaus passieren.

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