Thor Björnsson: "Der Berg" braucht Wasser

Trifft man Thor Björnsson, der in "Game of Thrones" den Bösewicht "Der Berg" gibt, im echten Leben, kommt man sich sehr, sehr klein vor. Und holt dem schwerer atmenden Schwergewicht natürlich nach einer Partie Treppensteigen sofort ein Glas Wasser - auch weil er viel netter ist als sein fieser Seriencharakter

Thor Björnsson (Kampagnenbild)

"Der Berg" ruft nicht, er spricht sogar eher ruhig und zurückhaltend. Aber nachdem ich Thor Björnsson über einige Treppen an den Ort unseres Interviews gelotst habe, sieht man dem Fast-200-Kilo-Mann dennoch an: Er könnte ein Glas Wasser vertragen. Wie mag es sich wohl anfühlen, diese Muskelberge auf 2,05 Metern Körperhöhe durch die Gegend zu wuchten und von dort oben auf den Rest der Welt herunterzusehen?

Der Name folgt der Form

Neben Thor Björnsson sieht jeder klein aus - auch Gala-Redakteurin Claudia

Die Muskelberge des Isländers, der zu den weltweit erfolgreichsten Kraftsportlern gehört und quasi nur im Nebenberuf die Rolle des massigen Handlangers von Königin Cersei Lannister in der Erfolgsserie "Game of Thrones" übernommen hat, passen dann auch perfekt zum Rollennamen: Als "The Mountain"/ "Der Berg" wird der Charakter Gregor Clegane meist referenziert.

In Staffel Vier hatte er eine unvergessliche Szene (Video! ) , in der er den sehr hübschen Kopf von Oberyn Martell, gespielt von Pedro Pascal, auf sehr endgültige Weise zerquetschte. Im Internet kursieren deshalb viele Bilder mit blutbespritztem Körper von Björnsson.

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©Gala

Hafthór Júlíus Björnsson, so sein eigentlicher Name, alles andere dient nur der Vereinfachung für den internationalen Gebrauch, ist außerhalb seiner Rolle allerdings ein ganz anderer Typ: Sehr zielstrebig zwar, so beschreibt er sich selbst. Aber dabei eher zurückhaltend, freundlich, lustig und durchaus für den einen oder anderen Quatsch zu haben. Sagt seine Freundin. Und blickt lächelnd ungefähr 40 Zentimeter nach oben.

Seine lustige Seite zeigt er nun im Werbespot

Zu dieser Beschreibung passt Thors neue Rolle ganz gut: Als Markenbotschafter für "SodaStream", dem weltweiten Throninhaber unter den Herstellern von Trinkwassersprudlern, wurde er nämlich gerade in einem durchaus humorvoll angelegten Werbespot präsentiert. Und zeigt sich deswegen - zwischen Kraftsportwettbewerben in Brasilien und "Game-of-Thrones"-Rummel vor dem Start der lang erwarteten sechsten Staffel - auf einer kurzen Werbetour in Deutschland. Grundsätzlich hat Thor Spaß an der Schauspielerei gefunden und kann sich auch vorstellen, in Zukunft mehr in den Bereich zu machen. Gar nicht immer nur als böser Riese, er ist da offen und er würde auch gern etwas anderes ausprobieren. Ob man ihn nach seiner Einstandsrolle aber wirklich anders casten würde, das bezweifelt er. Für sein Werbe-Engagement hat es aber geklappt:

Im Spot präsentiert er sein eigenes abgefülltes Wasser unter der Marke "Heavy Bubbles", sinniert über die Vorteile der Wasserträgerei in der Badewanne, reißt Supermarkttüren ein, während er riesige wassergefüllte Hanteln mit sich herumschleppt. An sich kein Problem für den mehrfach prämierten stärksten Mann Europas - doch am Ende des Spots verrät er, lustig, selbstironisch und leicht schwitzend im warmen Pulli, dass er selbst sich lieber einen Wassersprudler in die Küche stellt. Viel leichter. Und auch noch umweltfreundlich.

30 Gläser Wasser am Tag

Björnsson und Wasser - das passt. Wenn er als Sportler mitten im Training steht, trinkt er bis zu 30 Gläser Wasser am Tag, heißt es. Da er gleichzeitig aber auch alle zwei Stunden essen und zwischendrin trainieren muss, wird dann verständlicherweise auch die Zeit knapp. Wie ist wohl die Supermarktdichte in seiner Heimat Island? Ach so, einen zweiten, entfernt ähnlich gelagerten Werbejob hat Björnsson übrigens auch noch: für isländischen Wodka. Doch mit Exzessen hat er es nicht so.

"Game of Thrones"-Star Thor Björnsson ist der neue internationale Markenbotschafter für Sodastream.

Wird man so so groß, mit Wasser und Wodka? Sind alle in seiner Familie so groß? Björnsson ist von der Frage fast ein bisschen gekränkt (will man diesen Riesen erzürnen?!): Natürlich werde man so nicht geboren, es steckt unendlich viel harte Arbeit hinter seinem Körper. Abends ist der TV-Star daher meist so müde, dass er selbst kaum Fernsehen schaut, mit seiner Freundin nur noch gemütlich ein - sicher gesundes - Abendessen kocht und dann schon ins Bett geht. Doch seine Schwestern, zwei hat er, sind zumindest keine isländischen Elfen, sondern mit mehr als 1,80 Metern auch erkennbar in die Höhe geschossen.

Wie kam er eigentlich zu "Game of Thrones"?

Seine ungewöhnlichen Körpermaße jedenfalls waren es, die die Game-of-Thrones-Macher damals 2010 auf den Isländer aufmerksam machten. Zwei Schauspieler hatten vor ihm schon die Rolle des "Berg" für eine Staffel inne, seit er dazu kam, gehört die Rolle ihm. Schon zuvor sei er ein großer Fan der Show gewesen, verrät Björnsson, und dass sie dann zu ihm kamen, einem Sportler ohne Schauspielerfahrung, das sei schon ein großes Ding gewesen, "eine Ehre".

Und was ist mit Staffel sechs?

Am Set seien alle sehr nett, auch wenn für ihn dort keine tiefergehenden Freundschaften entstanden sind, wie wir es zwischen den Hauptdarstellerinnen Maisie Williams und Sophie Turner oder zwischen Kit Harington und Rose Leslie beobachten konnten. Generell scheint es hilfreich zu sein, wenn man sich mit den anderen am Set gut versteht, denn Dreharbeiten bedeuten laut Thor vor allem zwei Dinge: warten, essen, warten.

Und das obwohl, so viel verrät er dann doch noch zum Thema Staffel sechs (startet in den USA am 24. April), er in der neuen Staffel mehr zu sehen sein wird als in Staffel vier und fünf zusammen: "Cersei ist sauer. Dinge passieren" ... und "Der Berg" hat dabei sicherlich seine Pranken im Spiel.

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