Thomas Hayo "Ich mag dieses Spontane an meinem Job"


"Gala" sprach mit "Topmodel-"Juror Thomas Hayo über die siebte Staffel, den Trubel um seine Person und über die Zukunft der Show

Machen Sie nach dem Finale erst mal Urlaub?

Nein, für mich geht es gleich weiter. Am Tag danach fliege ich nach London, um dort eine Kampagne zu fotografieren. Ich war lange bei "Topmodel" eingebunden und muss mich jetzt in meine anderen Projekte reinknien. Ich freue mich schon darauf. Ich mag dieses Spontane und Überraschende an meinem Job. Na ja, aber wenn die Deutsche Mannschaft gut spielt, könnte ich mir einen Abstecher zur EM vorstellen.

Haben Sie ein Ritual, wenn Sie nach langer Abwesenheit wieder zurück in Ihre Wahlheimat New York kommen?

Ich mache meistens einen kleinen Gang durch mein Viertel. Das Wetter ist dafür ja gerade ideal, und ich liebe dieses Straßenleben von New York. Dabei triffst du dann halt Gott und die Welt. Die unvergleichliche Energie, die dabei entsteht, ist total inspirierend.

Eingespieltes Team: Heidi Klum mit ihren Juroren Thomas Hayo, 42 (r.), und Thomas Rath, 46.
Eingespieltes Team: Heidi Klum mit ihren Juroren Thomas Hayo, 42 (r.), und Thomas Rath, 46.
© Picture Alliance

2013 ist eine achte Staffel GNTM geplant. Hätten Sie Lust auf eine weitere Runde?

Ich hab immer schon gesagt, dass ich erst mal diese Staffel so gut wie möglich zu Ende bringen will. Danach werden wir uns mit dem Team, dem Sender und Heidi zusammensetzen und reden. Ich bin kein großer Vorausplaner, sondern nehme die Dinge, wie sie kommen. Ich denke von Projekt zu Projekt, denn das ist nun mal die Realität meines Berufes. Aber "Topmodel" macht mir Spaß, und unter den richtigen Voraussetzungen kann ich mir eine weitere Staffel vorstellen. Wie es aber nun weitergeht, müssen wir sehen.

Wie hat sich die Zusammenarbeit mit Heidi im Laufe der Zeit verändert?

Beim ersten Mal war alles Neuland für mich, jetzt ist mir dagegen vieles leichter gefallen. Man weiß ja, worum es geht, wie die Sache abläuft. Ich konnte mich daher besser einbringen. Zum Beispiel war ich mit einigen Mädchen auch für ein paar Tage mit einem Kamerateam allein in New York, um ihnen die Realität des Modellebens in einer solchen Metropole näherzubringen. Und das hat in meinen Augen auch alles gut funktioniert.

Wie ist es, mit Heidi zu drehen?

Heidi ist ein Vollprofi, und sie weiß natürlich, dass so eine Sendung auch Teamwork ist und Spaß machen muss. Sie hat diesen beeindruckenden Enthusiasmus, der ansteckend ist, diese positive Energie. Wir verstehen uns gut, und wenn das dann noch im Fernsehen rüberkommt, ist es super. Heidi hat große Erfahrung vor der Kamera. Von ihr kann man viel lernen.

Wie tough ist Heidi?

Die haut so schnell nichts um. Sie lebt den Mädchen konstant vor, wie der Job läuft. Ich kenne Heidi schon so lange, wir sind ja ungefähr zu gleichen Zeit nach New York gegangen. Sie hat einen erstklassigen Ruf im Business, ist immer 120 Prozent da, immer nett und respektvoll zu allen. Da ist nichts vorgetäuscht, sie ist immer geradeaus. Genau deshalb hat sie eine solch unvergleichliche Karriere hingelegt.

Ihre eigene Popularität hat durch die Sendung auch einen enormen Schub bekommen. Wie fühlt sich das für Sie an?

Das ist ungewohnt, aber es hat sich langsam aufgebaut, und deshalb kann ich damit auch gut leben. Die meisten Menschen, die mich auf der Straße ansprechen, machen es auf eine charmante Art. Natürlich muss ich lernen, damit umzugehen. Das große Glück für mich ist, dass ich den Großteil meiner Zeit in Amerika verbringe, und da ist der Trubel nicht so riesig. In New York sind die Menschen es gewohnt, dass Robert De Niro oder Cameron Diaz an ihnen vorbeilaufen. Aus dieser Perspektive betrachtet ist mein Leben so normal wie vorher.

Sind Sie sanfter im Laufe Ihrer zweiten Staffel geworden? Am Anfang galten Sie eher als kritischer Kerl.

Mir geht’s letztendlich nicht darum, die Mädchen runterzumachen, sondern sie wirklich aufs Modelgeschäft vorzubereiten und ihnen weiterzuhelfen. Da kann ich nicht immer Süßholz raspeln. HH

gala.de


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