Susan Sideropoulos Mädels-Abende halten die Ehe frisch


Im TV sucht Susan Sideropoulos die große Liebe, im wahren Leben ist sie seit 20 Jahren in denselben Mann verliebt. GALA verrät ihr Glücksrezept

Seit ihrem Ausstieg bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" vor vier Jahren war Susan Sideropoulos, 34, aus dem täglichen TV-Abendprogramm verschwunden. Nun meldet sich die schlagfertige Blondine zurück. Ab Herbst begibt sie sich als "Mila" in der neuen Daily Romantic Comedy von Sat.1 auf die Suche nach der großen Liebe – natürlich mit sämtlichen Missgeschicken und Rückschlägen, die das Singleleben zu bieten hat.

Die Dreharbeiten sind schon in vollem Gange. Sideropoulos, die mit ihrem Jugendfreund verheiratet ist, schwärmt beim GALA-Interview in Hamburg von ihrem neuen Job. "Wenn ich abends nach Hause komme, bin ich total erledigt, aber überglücklich." Bis auf die leicht zerzausten Haare deutet an diesem Tag allerdings nichts auf Stress oder Müdigkeit hin. Und das trotz eines Arbeitspensums von mehr als fünf Drehtagen in der Woche und zwei kleinen Kindern, die zu Hause auf die Schauspielerin warten.

Wer kümmert sich um Ihre drei und fünf Jahre alten Söhne, während Sie als Mila auf Männersuche sind?

Mein Mann ist der beste Mann der Welt, der wuppt das wunderbar. Meine Kinder sind aber eh so aufgewachsen, dass immer ein Elternteil da war. Derjenige, der weniger arbeitet, ist öfter zu Hause. Meine Schwiegereltern und mein Vater helfen auch mit.

Sie haben Ihren Mann vor 20 Jahren im Feriencamp kennengelernt. Wie war Ihre erste Begegnung?

Mein bester Freund aus Hamburg wollte mich damals mit einem anderen Typen verkuppeln. Jakob stand zufällig daneben, und ich fand ihn viel süßer. Ich habe mich wirklich fast auf den ersten Blick verliebt.

Haben Sie das Single-Leben nie vermisst?

Nicht eine Minute. Wir führen eine sehr entspannte Beziehung ohne Einschränkungen. Wir haben unsere Beziehung im Laufe der Jahre auch immer wieder neu strukturiert. Mit 20 hat man andere Regeln als mit 30. Man muss mit der Zeit gehen. Außerdem sind wir beide sehr gesellige Menschen. Er hat seine Jungs, ich habe meine Mädels. Er fährt einmal im Jahr mit seinen Kumpels in den Urlaub und ich mache meine Mädels-Abende.

Wir fragen uns auch nicht um Erlaubnis. Mir ist es wichtig, Dinge frei entscheiden zu können. Und mein Mann ist mein bester Freund.

Hat die Geburt Ihrer Söhne Ihre Beziehung verändert?

Es ist alles nur noch schöner geworden, alles hat mehr Bedeutung. Jeder Moment ist einzigartig. Ich fühle mich wirklich gesegnet, gesunde Kinder zu haben. Das ist das größte Glück der Welt. Verändert haben uns unsere Kinder aber nicht. Mein Mann und ich sind wie Peter Pan und Arielle die Meerjungfrau – wir sind irgendwie nicht erwachsen geworden. Durch die Jungs können wir das alles jetzt noch einmal erleben. Wir können ein Stück weit noch einmal Kind sein.

Ihr Mann ist Jude, Sie haben ebenfalls jüdische Wurzeln. Wie viel Religion steckt in Ihrem Alltag?

Wir sind sehr traditionell. Wir feiern alle Feiertage und unsere Kinder sind im jüdischen Kindergarten. Eigentlich sind sie diejenigen, die die Tradition wieder mehr nach Hause bringen. Manchmal kommen sie aus dem Kindergarten und sagen: Heute ist doch Schabbat, lasst uns doch die Kerzen anzünden. Es ist aber keine Pflicht. Wir haben an Weihnachten auch einen Tannenbaum, weil ich das so schön finde. Und Ostern suchen wir Eier. Ich nehme all die schönen Dinge mit.

Sie sind jetzt 34 – was sind die größten Probleme einer Frau in den Dreißigern?

Ich finde, dass mit 30 alles nur noch besser wird. Mit Anfang 20 habe ich mich noch nicht so wohl gefühlt. Ich bin angekommen, glücklich mit mir und meinem Umfeld.

Und womit plagen Sie sich herum?

Ich frage mich oft, ob ich um zehn Uhr abends immer schon so müde war! Zwei Tage hintereinander Party machen ist auch nicht mehr so einfach. Danach brauche ich erst einmal drei Wochen Urlaub.

Janina Kirsch Gala

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