Stephanie Stumph: "Ich habe mich viel unter Niveau amüsiert"

Mit ihrer Hauptrolle in einem opulenten Indien-Melodram zeigt Stephanie Stumph, dass sie weit mehr als Krimi kann. Überhaupt hat sie sich extrem verändert – nicht zuletzt in Liebesdingen, wie sie "Gala" verriet

Die Zeit in Indien war für sie Kulturschock und emotionale Achterbahnfahrt zugleich: Zehn Wochen hat Stephanie Stumph für die Dreharbeiten zum Melodram "Das Mädchen mit den indischen Smaragden" (ZDF, 10. und 11. 11., jeweils 20.15 Uhr) in Jaipur verbracht. "Indien ist ein faszinierendes, durch die große Kluft zwischen Arm und Reich aber auch bedrückendes Land. Die vielfältigen Eindrücke arbeiten bis heute in mir", sagt die 27-Jährige beim Shooting in Hamburg. Für "Gala" ließ sie sich im sinnlichen Indien-Look inszenieren und fühlte sich dabei prompt in die Zeit der Dreharbeiten zurückversetzt. Im Gespräch entpuppte sich die Dresdnerin dann als charmantes Energiebündel. Offen spricht sie über die Beziehung zu ihrem Vater Wolfgang Stumph, über frustrierende Erfahrungen aus Singlezeiten - und Sex-No-Gos.

Ihre Karriere nimmt gerade richtig Fahrt auf. Läuft deshalb Anfang 2014 die letzte Folge von "Stubbe"? In der Erfolgsreihe haben viele Sie immer nur als "die Tochter von ..." wahrgenommen.

GZSZ-Star Felix von Jascheroff

Auf den Malediven heiratete er zum zweiten Mal

Bianca Boss und Felix Jascheroff
Hochzeit am Strand: GZSZ-Star Felix von Jascheroff und Bianca Bos von Jascheroff gaben sich auf den Malediven das zweite Jawort.
©Gala

Ich bin mir sehr wohl bewusst, was ich "Stubbe" zu verdanken habe. Aber alles im Leben hat seine Zeit! Mein Vater und ich haben diese Entscheidung gemeinsam getroffen - und sie ist endgültig. Ich wollte aber auf keinen Fall alleine aufhören, weil das dann so nach rebellischer und undankbarer Göre ausgesehen hättegetroffen – und sie ist endgültig. Ich wollte

Sie hatten schon immer eine sehr enge Beziehung zu Ihrem Vater. Was lieben Sie an ihm?

Wolfgang ist sehr diplomatisch, geduldig und hat mich und meinen Bruder mit Liebe vollgetankt. Nichtsdestotrotz kann er auch ein durchaus streitbarer Partner sein. Je mehr dir ein Mensch bedeutet, desto mehr Konfliktpotenzial gibt es nun mal.

Gemeinsam mit ihrem Vater Wolfgang Stumph, 67, stand Stephanie 18 Jahre lang für die Krimireihe "Stubbe - Von Fall zu Fall" vor der Kamera. Bis zu neun Millionen Menschen schauten zu. Im Januar läuft die letzte Folge.

Sind Sie denn jemand, der für zünftige Streitereien zu haben ist?

Und ob! Ich bin zuweilen ein sehr explosiver und allzu impulsiver Mensch, der oft schneller spricht, als er denkt. Im Nachhinein tut mir das dann furchtbar leid.

Dabei wirken Sie so ausgeglichen ...

Ich bin halt Schauspielerin. (lacht) Aber im Ernst: Ich strebe privat und beruflich immer wieder nach Perfektion, was für meine Mitmenschen ganz schön anstrengend sein kann. Dazu kommen noch meine unglaubliche Energie und mein Temperament, das raus will - das habe ich wohl von meiner Mutter geerbt. Es kann sehr in mir brodeln.

Wie geht Ihr Partner, der Musiker Alexander Rethwisch, damit um?

Alexander ist da total easy drauf. Dabei hat er es aufgrund meines Berufes und meiner großen Emotionalität wirklich nicht immer einfach mit mir. Umso glücklicher bin ich, dass ich mit ihm jemanden gefunden habe, der es vielleicht auf Dauer mit mir aushalten könnte.

Wer gibt in Ihrer Beziehung den Ton an?

Für mich gibt es da keine festen Schubladen. Ich finde, dass Hierarchien und Rollenverteilungen in einer Beziehung wechseln können. Gerade das macht es doch spannend. Auf Krampf muss doch niemand stark sein. Viel schöner ist es, sich in einer Partnerschaft gegenseitig zu ergänzen.

Wann finden Sie einen Mann richtig sexy?

Wenn sich Intelligenz mit Charme und Humor paart. Oder ganz einfach: Wenn er aussieht wie Ryan Gosling. (seufzt)

Was geht bei den Kerlen gar nicht?

Wenn sie allzu anbiedernd-plakativ flirten und den Macho raushängen lassen. Der Witz ist, dass ich früher genau auf solche Typen gestanden habe. Eine Geschmacksverirrung, die ich heute nicht mehr nachvollziehen kann.

Es gab also mal eine Phase, in der Sie männertechnisch experimentiert haben?

In meiner dreijährigen Singlezeit habe ich natürlich getestet, was so auf dem Markt ist, um am Ende festzustellen, dass bei den meisten Typen, die meinem damaligen Beuteschema entsprachen, nichts dahinter steckt. Dadurch weiß ich heute, dass ich da draußen nichts verpasse. (lacht)

Ist Ihr Fazit wirklich so knallhart?

Es ist faszinierend, was für Knalltüten und seltsame Gestalten da draußen herumlaufen. Eine desillusionierende Erfahrung, die ich nur mit viel Humor verarbeiten konnte.

Woher kam Ihr Faible für Machos?

Ich habe keine Ahnung! Der erste Mann, auf den ich stand, war Mark Owen von "Take That", danach kam Nick Carter - und später dann meine Macker-Brustbehaarung-Verirrung. Damals bin ich auf Macho-Charme abgefahren und habe mich viel unter meinem Niveau amüsiert. Jetzt bin ich endlich im "Normalbereich" angelangt

Könnten Sie sich vorstellen, beim Sex Rollenspiele oder Fetische auszuprobieren?

Um Gottes Willen! In meinem Job muss ich mich so oft verkleiden und Klamotten anziehen, die mir überhaupt nicht stehen. Da quetsche ich mich privat bestimmt nicht in ein Latex-Kostüm ... (lacht)

Und wie sieht’s mit Sex-Lehren à la Kamasutra aus?

Haben Sie mal gesehen, welche akrobatischen Verbiegungen im Kamasutra gefordert sind? Danach müsste ich sicher erst mal zum Orthopäden. Aber wissen Sie was: Ich finde, dass um das Thema in unserer Gesellschaft ohnehin zu viel Wind gemacht wird. Jeder gibt seinen Senf dazu und sagt, wie guter Sex auszusehen hat. Alle reden nur. Mein Gott, das ist doch kein theoretisches Fachgebiet.

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