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Sophie Marceau Die Glückliche

Sophie Marceau
© Picture Alliance
Teenie-Schwarm, Bond-Girl, Femme fatale: Sophie Marceau ist einfach unwiderstehlich. Ein Gespräch über Männer, Liebesbriefe und den perfekten Tag

Sie bekam in den Achtzigerjahren tonnenweise Liebesbriefe

- nach der Jugendkomödie "La Boum - Die Fete" war jeder Junge zwischen 10 und 17 schockverliebt, und es gab kaum ein Mädchen, das nicht so sein wollte wie Vic. Heute, 32 Jahre später, sieht Sophie Marceau, 45, immer noch hinreißend aus: der gleiche Pony, die gleichen Grübchen beim Lachen, scheinbar alterslos. "Gala" traf die Schauspielerin in Berlin, wo sie ihre neue Komödie "Und nebenbei das große Glück" vorstellte.

Bekommen Sie immer noch Liebesbriefe?

Selbstverständlich! (lacht) Und zwar sehr viele. Die meisten sind freundlich und respektvoll, generös und liebevoll. Auf jeden Fall geben sie mir viel gute Energie.

Was wollen die Männer von Ihnen?

Sie wollen mit jemandem sprechen, den sie zu kennen glauben. Über sich selber, über ihre auch. Der Unterschied ist: Mir hört man zu, vielen anderen nicht. Ich schicke dann zumindest selbst unterschriebene Autogrammkarten zurück. Manchmal behalte ich auch einen Brief, wenn er mich sehr berührt.

Was war das Romantischste, das ein Mann je für Sie gemacht hat?

Oh, da gab es vieles. Das kann manchmal nur eine Kleinigkeit sein, eine Notiz oder auch ein Blick. Das Romantischste für mich ist, wenn man den Mann, den man liebt, ansieht - und er dich zurück ansieht und du weißt: Er ist es einfach. Du kannst ihm vertrauen, er versteht dich, er ist deine Schulter zum Anlehnen. Das ist das Wertvollste.

In der Komödie "Und nebenbei das große Glück" verdreht Sophie Marceau ihrem Kollegen Gad Elmaleh den Kopf - jetzt im Kino.
In der Komödie "Und nebenbei das große Glück" verdreht Sophie Marceau ihrem Kollegen Gad Elmaleh den Kopf - jetzt im Kino.
© 2012 Senator Film

Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?

In der Liebe kann alles passieren, die unglaublichsten Geschichten. Ich bin eher der reflektierende Typ Frau, mache mir viele Gedanken, wenn ich jemand kennengelernt habe und ihn gut finde. Meine Liebesbeziehungen waren immer recht lang. Aber man sollte sich immer wieder nur die eine Frage stellen: Liebst du diese Person wirklich? Wenn man schon zweifelt, ist das meist kein gutes Zeichen. Liebe ist immer sehr klar.

Welche Qualitäten muss ein Mann mitbringen, damit er Ihr Interesse weckt?

Es muss eine gewisse Tiefe haben, ein Geheimnis, eine Intelligenz und eine Sensibilität. Ich will diesen Mann ansehen und mich fragen: Was ist es, warum ich mich so angezogen von ihm fühle? Wie ein Maler, der sein Model anschaut, oder ein Schriftsteller, der über seine Hauptfigur nachdenkt. Voilà!

Seit 2007 sind Sie mit Ihrem Schauspielkollegen, dem "Highlander" Christopher Lambert, liiert. Wo leben Sie?

In Paris, aber eigentlich bin ich eher ein Landmensch. Früher habe ich außerhalb gewohnt, aber meine Kinder müssen ja zur Schule. Mit der Situation bin ich nicht wirklich glücklich. Eines Tages ziehe ich bestimmt wieder aufs Land, wo es ruhiger ist. Aber nie zu weit weg von denen, die ich liebe.

Sie haben zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern. Ihre Tochter ist 10, Ihr Sohn 17 Jahre alt. Was geben Sie den beiden mit auf ihren Weg?

Ich will ihnen möglichst lange Zeit geben, sich zu entscheiden, was sie mit ihrem Leben machen wollen. Man muss Kindern beibringen, Verantwortung zu tragen, auch für sich selbst. Ich weiß, dass ich mein ganzes Leben für sie verantwortlich sein werde. Das Beste, was ich machen kann, ist, ihnen den Kopf und die Sensibilität zu geben, um zwischen richtig und falsch unterscheiden zu können.

Beschreiben Sie uns Ihren Traumtag?

Definitiv nicht in der Stadt, sondern in meinem Haus auf dem Land. Ich wäre alt, die Sonne würde scheinen, aber nicht zu stark. Die Kinder wären da, mit ihren Familien. Ich säße im Garten, und jeder würde den ganzen Tag nur das tun, was er möchte. Ich würde Gartenarbeit machen oder Skulpturen. Das wäre perfekt! Hili Ingenhoven

gala.de


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