Sophia Thomalla: Bad Girl, superbrav

Glamour und öffentliche Privatdramen sind nicht die Welt von Sophia Thomalla. In "Gala" zeigt die Schauspielerin klare Kante

Wir treffen Sophia Thomalla zwischen zwei Proben zum Weihnachtsspecial von "Let's Dance" (20. und 21. 12., RTL). Vier Jahre ist es her, dass sie die Show gewonnen hat - vor Sylvie van der Vaart. "Wahnsinn", findet Sophia. "die Zeit rennt!" Seitdem ist viel passiert, sowohl bei Sophia als auch bei Sylvie. Während Letztere Schlagzeilen macht, ist Sophia ruhig und unbeobachtet mit "Rammstein"-Star Till Lindemann zusammen. Warum sie nie mit Sylvie tauschen möchte, was sie generell von Fußballerfrauen hält und wann ihre Mutter Simone Thomalla ihr immer noch Standpauken hält, erzählt sie in "Gala".

Nach vier Jahren trainieren Sie wieder für "Let's Dance". Wie haben Sie sich zwischenzeitlich fit gehalten?

Ich versuche, regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen, und ich achte sehr auf meine Ernährung.

Mit Diäten, Green Smoothies und allem Drum und Dran?

Smoothies? Nein, nein, nein! Warum muss ich die Gurke pürieren, wenn ich sie auch einfach essen kann? Das macht für mich keinen Sinn!

Immer freundlich lächeln, auch wenn man sich nicht so fühlt? Nichts für Sophia Thomalla, 24. Hier gehörte die Mimik zur Inszenierung.

Sie sagen meistens, was Sie denken. Gelten Sie deshalb so oft als Bad Girl?

Ganz ehrlich, ich weiß gar nicht, wo das herkommt. Privat bin ich nämlich superbrav. Okay, vielleicht entgleist mir mal der ein oder andere Satz. Ich sage, was ich denke - auch wenn das einige nicht nett finden. Ich versuche aber immer den Ton zu wahren, sonst gibt es Ärger mit Mutti. (lacht)

2010 gewannen Sie "Let’s Dance" - vor Sylvie van der Vaart. Sylvie wurde RedCarpet-Liebling und Moderatorin der Show. Hätten Sie keine Lust aufs Glamourleben gehabt?

Ich bin keine Sylvie und werde es nie sein. Ich stelle mir das unfassbar anstrengend vor: Nonstop in die Kameras strahlen, und im Inneren steht alles kopf und zerbricht. Ich hätte mir bei Sylvie gewünscht, dass sie verheult in die Kamera schaut und sagt:" Ja, verdammt, das war alles nicht so glücklich bei uns. Und es ist echt scheiße momentan. Von der besten Freundin abgezogen zu werden ist heftig!" Das hätte jeder verstanden, und am Ende hätte es ihr sehr gutgetan.

Sie ließen sich stattdessen eine punkige Undercut-Frisur schneiden …

Der Undercut war geil. Ich bin gerne Frau und auch gerne sexy, mag Fashion und alles drumherum. Aber ich lasse mich nicht in eine Rolle drängen, die mir nicht liegt. Wenn ich auf Sachen keinen Bock habe, mache ich die nicht. Auch wenn’s für die Karriere vielleicht besser wäre.

Hat Ihr Freund, "Rammstein"-Sänger Till Lindemann, Sie in dieser Haltung beeinflusst oder waren sie schon immer ein kleiner Rebell?

Ich glaube nicht, dass man jemanden in etwas bestärken muss, was er ist. Gerade dafür liebt man ihn doch und wird geliebt. Oh Gott, versteht man, was ich meine? (lacht)

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Absolut. Sicher ein Produkt Ihrer Erziehung. Wie sind Sie aufgewachsen?

Meine Mutter hat mich sehr streng, aber auch mit sehr viel Liebe erzogen. Wenn ich Mist gebaut habe, gab es durchaus mal ’ne Standpauke. Sie kann auch heute noch sehr laut werden … (lacht)

Wie haben Sie sich seit Ihrem "Let's Dance"-Sieg 2009 verändert?

Ich bin glücklicher. Und ich freue mich über die gewonnene Selbstsicherheit. Mit 19 weiß man oft noch nicht so richtig, wohin mit sich. Und natürlich bin ich stolz auf meine Beziehung.

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Ihre Beziehung zu Till Lindemann halten Sie ganz bewusst privat.

Leute, die ihr Privatleben zu öffentlichem Eigentum machen, gibt es schon genug. Ich bin froh, dass ich erkannt habe, welche Dämonen man damit hervorrufen kann. Nee, nee, lieber glücklich und weniger bekannt, als unglücklich und jeder Popanz kennt einen.

Mit Ihrem Freund ziehen Sie jetzt zusammen. Wie richten Sie sich ein?

Ich mische gern modern mit antik. Dabei finde ich es wichtig, dass man sich ab und zu auch mal von was trennt. Ich werde beim Umzug richtig ausmisten.

Ihrer Mutter Simone stehen Sie sehr nah. Gilt das auch für Ihren Vater - oder Ihren Ziehvater Sven Martinek?

Ja, klar. Früher haben sich einige Leute darüber lustig gemacht, dass ich mehrere Väter habe. Aber ich find’s toll! Beide sind ganz unterschiedlich, und ich liebe sie auch auf unterschiedliche Weise sehr. Es ist cool, eine große Familie zu haben.

Ihre Mutter war auch lange Jahre mit dem ehemaligen Fußballmanager Rudi Assauer zusammen. Sind Sie sicher in der Abseitsregel?

Oh ja! Ich kenne mich beim Fußball besser aus als so mancher Mann. (lacht) Ich verfolge auch viele Spiele - insbesondere natürlich die vom FC Schalke 04. Und 2014 werden wir Weltmeister!

Ihre Fußballkenntnis würde Sie zur perfekten Spielerfrau machen - oder nicht?

Wieso denn das? Ich bezweifle, dass auch nur die Hälfte aller Spielerfrauen wirklich weiß, was in den internationalen Ligen so passiert. Ob eine Lena Gercke oder Mandy Capristo das kann? Ich glaube kaum. Da zählt etwas anderes für die Herren. Es hat ja auch nicht jeder Vorstand einer Stahlfabrik zu Hause eine Frau, die sich mit China-Exporten auskennt. Schade finde ich es nur, wenn der Begriff "Spielerfrau" als Beruf gelten soll. Verstehe ich nicht.

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