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Rosie Huntington-Whiteley "Modeln ist doch nicht schwer!"

Rosie Huntington-Whiteley ist ein Mega-Star auf dem Catwalk. In "Gala" redet sie nun Klartext und verrät, worauf es in ihrem Job wirklich ankommt

Erst mal eine beruhigende Info für die "Gala"-Leserinnen: Rosie Huntington-Whiteley ist keines dieser Models, die behaupten, sie könnten alles essen und würden trotzdem ihre Top-Figur behalten. "Gesunde Ernährung und viel Bewegung müssen schon sein", sagt sie, und wahrscheinlich kommen bei ihr noch besonders gute Gene hinzu. Und dann noch eine Info für die "Gala"-Leser: Zum Interview anlässlich ihres Werbefilms für Magnum-Eis bestellt sich Rosie, eine der schönsten Frauen der Welt, ein Bier. Cool!

Sie sind eines der erfolgreichsten Models der Welt, wurden mehrfach zur Sexiest Woman Alive gewählt - wie lebt es sich mit so viel Verehrung?

Ach, ich hoffe immer, dass die Männer nicht zu enttäuscht sind, wenn sie mich in natura sehen ... (lacht) Ganz im Ernst: Solche Titel sind schmeichelhaft, aber ich bin ja nicht den ganzen Tag im Bikini unterwegs. Ich bin mir meiner Wirkung durchaus bewusst, aber meinen Sex-Appeal und meine Sinnlichkeit hebe ich mir für die Kamera auf und für meinen Freund Jason. Wenn ich ständig als Verführerin durch die Gegend laufen würde, käme ich mir auch etwas albern vor.

TV-Castingshows suggerieren, dass professionelles Modeln schrecklich anstrengend sei. Stimmt das?

Also, ich kann mich jetzt nicht hierhersetzen und behaupten, Modeln ist ein fürchterlich schwerer Beruf. Ist es nämlich nicht. Klar, wenn man erfolgreich sein will, braucht man immer auch Disziplin. Aber wir planieren keine Straßen, wir retten keine Leben - wir erscheinen pünktlich zur Arbeit und werden dann schön hergerichtet. Die Herausforderung liegt darin, dass man schon in sehr jungen Jahren anfängt zu arbeiten, und als Teenager ist man eigentlich weder körperlich noch mental auf diese Arbeit vorbereitet. Man ist dann so viel unterwegs, weit weg von Familie und Freunden.

Wie haben Sie das damals empfunden?

Mir war bei Shootings immer schon klar, dass der Druck eines Millionen-Dollar-Projekts auf meinen Schultern lastet. An genau dieser Stelle ist Disziplin wichtig. Wer dem Druck nicht standhält, der schafft es nicht in dem Metier. Ich bin mit 16 Jahren von der Schule abgegangen und wäre komplett aufgeschmissen gewesen, wenn es mit dem Modeln nicht geklappt hätte. Das war ein Riesenantrieb.

Was braucht man noch, wenn man als Model Erfolg haben will?

So ziemlich jede Karriere in der Unterhaltungsindustrie hat in erster Linie mit Glück zu tun. Ganz wichtig aber auch: Die Leute müssen dich einfach gern um sich herum haben. Wenn man bei einem Shooting im strömenden Regen gute Laune verbreitet und das Team mitreißt - das ist ein nicht zu unterschätzender Wert.

Sie sind 27 Jahre jung. Haben Sie Angst vorm Alter?

Ich glaube, niemand freut sich auf Falten oder darauf, dass sich auf einmal Pölsterchen an Stellen bilden, an denen man keine haben will. Aber ich genieße es sehr, dass ich inzwischen eine Frau und kein Mädchen mehr bin, dass ich klüger und gereifter bin. Ich freue mich sehr auf die kommenden zehn Jahre, schließlich will ich eine Familie und Kinder.

Und wann soll das so weit sein?

Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich auf keinen Fall wieder ein Teenager sein will. Für immer 27, das wäre aber gar nicht so schlecht.

Alexander Stilcken Gala


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