Ralf Schumacher: "Ich bin nicht auf der Suche"

Single mit vielen Plänen: Ralf Schumacher spricht über sein Leben nach der Scheidung

Selbst während des GALA-Gesprächs hat Ralf Schumacher, 40, alles im Blick. "Die Sponsoren- Logos müssen mehr nach oben auf der Bühne", ruft er einem Mitarbeiter zu. Ab Mitte April startet der Ex-Formel-1-Pilot – frisch geschieden von Gattin Cora – mit einem Rennstall in der Formel 4, und gleich steht in seinem Kerpener Business Center die Präsentation des jungen Fahrerteams an. Ralf wird so ein direkter Konkurrent von Mick, dem Sohn seines Bruders Michael. Der 17-Jährige fährt seit 2015 in der Serie.

Ralf Schumacher war von 2001 bis 2015 mit Ehefrau Cora verheiratet. Das Paar hat den gemeinsamen Sohn David, 14

Die Scheidung von Ihrer Ex-Frau ist durch, Sie sind Chef eines neuen Jugend-Rennteams. Wie fühlt sich diese Lebensphase für Sie an?

Mir geht es hervorragend. Klar, eine Trennung und eine Scheidung sind keine leichte Sache. Das muss man erst mal verarbeiten. Aber wir haben es fair hinbekommen, und das Verhältnis zwischen meiner Ex-Frau und mir ist gut. Das ist schön. Und ein bisschen liegt das Ganze ja mittlerweile auch schon zurück. Ich verbringe jetzt viel Zeit an der Rennstrecke. Das macht mir Spaß.

Sind Sie offen für eine neue Beziehung?

Natürlich bin ich dafür offen. Aber so etwas muss sich ergeben. Das kann man nicht erzwingen. Und ich bin jetzt auch nicht krampfhaft auf der Suche.

Ihr Team fährt in der Formel 4 auch gegen Mick, den Sohn Ihres Bruders Michael. Onkel gegen Neffe – wie fühlt sich das an?

Völlig normal. Ich freue mich für Mick und drücke ihm die Daumen. Es ist ja nicht das Rennen "Onkel gegen Neffe", so wie das jetzt überall heißt. Mick ist einer von rund 50 Gegnern mit denselben Chancen, die alle anderen Jungs da draußen ebenso haben.

Ihr Sohn David ist im Kart-Sport aktiv. Träumt er von einer Karriere als Rennfahrer?

Er hat Spaß am Kartfahren, alles andere werden wir sehen. Ich möchte meinem Sohn die Chance geben, dass er seine Erfahrungen in aller Ruhe machen kann. Man hat ja bei Mick gesehen, was für einen Rummel das auslösen kann. Das möchte ich ihm ersparen.

Im vergangenen Jahr sind Ihr Vater Rolf und Micks Mutter Corinna bei einigen Rennen dabei gewesen. Rückt die Familie jetzt noch näher zusammen?

Nicht mehr als vorher auch schon. Aber so ein Rennwochenende ist eben ein tolles Familienevent. Und auch wenn Mick nicht in meinem Team fährt, habe ich natürlich ein großes Interesse zu sehen, wie er sich macht. Da wird es sicherlich die eine oder andere Situation geben, dass er mal zu mir kommt oder umgekehrt. Das ist doch klar.

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