Peri Baumeister: "Mehr Mut!"

Peri Baumeister findet, dass man sich viel häufiger vom Leistungsdruck frei machen muss - und verzaubert mit dieser Haltung im Osterfilm "Ein weites Herz"

Peri Baumeister

Ein kühler Märzmittag in Berlin. Draußen fällt Schnee, drinnen sitzt Peri Baumeister, 27. Ihr Lächeln verbreitet Wärme. Sie sieht zufrieden aus, redet leise, aber bestimmt gegen das Gemurmel und Gläserklirren an. Das "Schwarze Café" in Charlottenburg gehört zu den Lieblingsplätzen der Berlinerin. Hier hat sie für ihr Abitur gelernt, hier trifft sie sich mit "Gala". Nach vier Jahren Schauspielausbildung in München ist Peri, deren Name auf Persisch Elfe oder Fee bedeutet, sofort in ihre Heimat zurückgekehrt. Aktuell steht sie am Renaissance Theater auf der Bühne. Zuvor hat sie in Berlin ihren neuen Film abgedreht: "Ein weites Herz", die Story der Kabarettistin und späteren Ordensschwester Isa Vermehren, deren Schwägerin Elisabeth von Plettenberg sie spielt (ZDF, 1. April, 20.15 Uhr). Doch nicht nur die Engagements halten Peri in der Hauptstadt - auch Freunde und Familie.

In "Ein weites Herz" spielt Peri Baumeister (links) als Elisabeth Gräfin von Plettenberg an der Seite von Nadja Uhl.

In "Ein weites Herz" spielen Sie Elisabeth von Plettenberg, eine überzeugte Katholikin, die Männer wie Frauen in ihren Bann zieht. Fiel Ihnen die Vorbereitung schwer?

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Ja und nein. Ich bin nicht religiös, gehe auch nicht in die Kirche, dieser Teil der Elisabeth von Plettenberg ist mir also fremd. Aber sie ist keine dogmatische Katholikin, sondern zeichnet sich durch ihr offenes Herz, ihre Güte und ihren Glauben an die Menschen aus. Deshalb habe ich versucht, auch meinem Gegenüber vorurteilsfrei und warmherzig entgegenzutreten. Das zu schaffen war ungeahnt schwierig. Grundsätzlich versuche ich, ein toleranter Mensch zu sein. Aber es gibt Kleinigkeiten, die mich verrückt machen! Ich hasse zum Beispiel Schmatzen. Oder wenn jemand durchgehend mit dem Fuß wippt.

Woran glauben Sie selbst?

Das frage ich mich seit dem Film auch oft. (lacht) Ich denke, ich glaube eher an den Urknall als an die Genesis. Und ich glaube, dass alles, was passiert, einen Grund hat. Selbst wenn es nur ist, dass wir aus einer bestimmten Situation lernen. Wir lernen, damit umzugehen. Ich glaube an die Kraft des Zuhörens und die Widersprüchlichkeit im Leben. Ach so, und an die Liebe.

Ihre Filmfigur glaubt, dass man zwei Menschen gleichzeitig lieben kann. Was meinen Sie?

Denke ich auch. Man kann auf hundert verschiedene Weisen lieben. Auch ohne körperliche Komponente. Ich kann mich vom Fleck weg von anderen Menschen in den Bann gezogen fühlen, mich faszinieren lassen. Wenn ich eine Frau sehe, die ich wunderschön finde, sage ich ihr das. Frauen sagen sich so etwas untereinander viel zu selten.

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Das glaube ich nun auch nicht. Allerdings, eine gewisse Stutenbissigkeit existiert sicher. Bis jetzt wurde ich davon verschont. Ich denke, wir alle – ob Mann oder Frau – sollten mehr Mut haben, uns vom Leistungsdruck zu befreien, vom Gefälligseinwollen, davon, keine Fehler machen zu dürfen, immer zu funktionieren.

Wollen Sie gefallen?

Natürlich. Das möchten wir doch alle. Und Schauspieler sicher besonders. Gleichzeitig oder gerade deswegen finde ich es befremdlich, mich selbst spielen zu sehen. Das erste Mal Gucken war bisher bei jedem Film ganz schlimm. Beim zweiten Mal versuche ich mich dann auf das große Ganze zu konzentrieren.

Wurde Ihre Berufswahl eigentlich von der Familie geprägt?

Nicht direkt. Die Entscheidung für den Beruf habe ich nach langem Nachdenken und Abwägen unabhängig und für mich selbst getroffen. Trotzdem lag es natürlich nie ganz fern, Schauspielerin zu werden. Der Beruf liegt in der Familie und verbindet uns.

Gala: Inhaltsverzeichnis

Gala

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Ihrer Schwester Muriel ist quasi eine Kollegin. Sprechen Sie mit ihr viel über den Job?

Nicht überdurchschnittlich. Hauptberuflich sind wir Schwestern.

Sehen Sie sich regelmäßig?

Sehr. Wir leben beide in Berlin, und wenn wir Zeit haben, verbringen wir davon viel miteinander, auch mit ihren Kindern. Wir haben ein gutes Verhältnis innerhalb der ganzen Familie und sind eigentlich alle stolz aufeinander.

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