Omar Sy: 10 Fragen an den "Ziemlich beste Freunde"-Star

Omar Sy ist in Hollywood dank seiner Rolle aus "Ziemlich beste Freunde" berühmt geworden - jetzt schlägt er ganz andere Töne an

1887. Der ehemalige Sklave Raphaël verdient sich seinen Lebensunterhalt, indem er in einem kleinen Zirkus als wilder Kannibale auftritt, der den Menschen Angst macht. Bis er auf den Clown George Footit trifft, der sein Leben für immer verändert...

Wann ist ein Clown lustig?

Gute Frage! Wenn man lacht.

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©Gala

Finden Sie Clowns lustig?

Manchmal! Manchmal können sie uns auch überraschen und manche Clowns erwecken in uns das innere Kind wieder. Sie bringen Kindheitserinnerungen zurück und berühren uns auf eine besondere Art und Weise. Ohne zu reden, können sie uns zum Lachen bringen.

Wie oft waren Sie als Vorbereitung für den Film im Zirkus?

Ich habe mir eher Videos auf Youtube angesehen, ich erinnere mich da besonders an die "Fratelli Brothers" oder an den Clown "Grock".
Ansonsten habe ich gelernt, auf einem Ball zu gehen. Und ich habe mit James Thiérrée (Co-Star, Zirkusartist) vier Wochen trainiert. Ich habe dabei gelernt, mich richtig zu bewegen und die Clown-Techniken verinnerlicht – vorher hatte ich ja überhaupt keine Ahnung.

Omar Sy mit GALA-Redakteurin Lisa

Meinen Sie, es ist ein lustiger Job, ein Clown zu sein?

Auf jeden Fall. Es ist aber doch so: Man muss seinen Job einfach lieben.

Im Zirkus wären Sie…

…natürlich ein Clown, wer sonst!

Sie feierten mit "Ziemlich beste Freunde" Ihren Durchbruch in Hollywood - haben Sie sich mit "Monsieur Chocolat" extra für so einen traurigen Film entschieden?

Vermutlich. Aber ich habe mich für die Rolle vor allem wegen der unglaublichen Story entschieden, die wir unbedingt erzählen wollten. Die Geschichte ist traurig, ja, aber sie zeigt auch, wie schwer das Leben zu der Zeit nun mal war. Ich wollte unbedingt ein Teil davon sein, da Chocolats Geschichte einfach unglaublich ist. Er wurde als Sklave geboren, ist geflohen und erlangte Freiheit. Er wurde als Clown bekannt, erlangte Ruhm und stürzte dann wieder tief. Sein ganzes Leben kämpfte er dafür, als Mann wahrgenommen zu werden. Er war ein unfassbar toller Künstler, der viel für die Clown-Kunst getan hat und den wir den Zuschauern unbedingt zeigen wollten. Mich hat die Geschichte sehr bewegt.

Der Film handelt auch vom damaligen Rassismus – sind Sie in Ihrem Alltag viel damit konfrontiert?

Heute glücklicherweise nicht. Der Rassismus basiert oft auf der Angst vor dem Unbekannten. Heutzutage kennen mich die Menschen und sie haben keine Furcht vor mir. Früher hatte das viel mit Ignoranz zu tun. Menschen mit schwarzer Hautfarbe wurden früher nicht mal als Menschen betrachtet. Ich weiß natürlich, dass es heutzutage immer noch Rassismus gibt, ich bin Gott sei Dank nicht davon betroffen. Aber der Film hilft hoffentlich bei der Aufklärung.

Wer war am Set lustiger, Sie oder Ihr Kollege James?

Ich natürlich! James ist wirklich talentiert, ein ganz wunderbarer Künstler. Er weiß ganz genau, was es bedeutet, ein Clown zu sein. Er wuchs in einem Zirkus auf und weiß alles darüber – davon habe ich profitiert. Er weckte das Interesse bei mir und machte mir klar, dass man dort wirklich Kunst erleben kann. Ein toller Künstler und großartiger Clown – und ein witziger Kerl.

Nach "Ziemlich beste Freunde" kannte Sie in Hollywood jeder – Fluch oder Segen?

Ein großer Segen natürlich. Wenn ich irgendwohin gehe, kennt man mich – was für ein irres Gefühl! Ich finde das klasse. Ich möchte mich aber natürlich weiterentwickeln.

Verhalten sich die Leute Ihnen gegenüber heutzutage anders, weil Sie berühmt sind?

Klar! Aber ich finde das total lustig.

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