Nico Rosberg im Interview: Er will alleinerziehenden Vätern helfen

Nico liefert sich mit Teamkollege Lewis Hamilton derzeit einen harten Fight – nicht nur auf der Rennstrecke. GALA traf den deutsch-finnischen Formel-1-Piloten

Er hat allen Grund zu strahlen, die Saison lief bislang prima. "In sechs Monaten hat Nico mehr Siege eingefahren als ich in meiner ganzen Karriere!", lobt sein Vater Keke Rosberg, der Anfang der Achtzigerjahre selbst ein erfolgreicher Rennfahrer war.

Nico Rosberg ist heute der Saubermann des Rennsports, immer pünktlich, immer höflich. Derzeit liefert er sich mit seinem größten Herausforderer, Silberpfeil-Teamkollege Lewis Hamilton, ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gesamtsieg: Vor dem Großen Preis von Ungarn am 24. Juli führt Rosberg mit gerade mal einem Punkt Vorsprung. Während Hamilton große Töne spuckt, bleibt Rosberg ruhig. Er tankt Kraft in seiner kleinen Familie.

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©RTL / Gala

Mit GALA sprach er über seine Inspiration, seine Ängste – und sein Mitgefühl für alleinerziehende Väter.

Was genau reizt Sie an der Formel 1?

Die Professionalität, das Auge fürs Detail, das Streben nach Perfektion. Dann auch die Fans weltweit, die verschiedenen Rennorte. Und natürlich die Geschwindigkeit.

Und was treibt Sie bei jedem Rennen neu an?

Zu gewinnen, Weltmeister zu werden!

Wann fühlen Sie sich am wohlsten?

Wenn ich gewinne. Und wenn meine Tochter mich anlächelt. Da beides häufig passiert, kann ich mich glücklich schätzen.

Haben Sie jemals Angst auf der Rennstrecke?

Manchmal kommt die Angst, während ich fahre, ja. Zum Glück hat das seit der Geburt meiner Tochter nicht überhandgenommen. Als ich Vater wurde, wusste ich ja nicht, wie sich das entwickeln würde.

Sein Widersacher: Silberpfeil-Teamkollege Lewis Hamilton

Wie würden Sie Ihren Fahrstil beschreiben?

Rational, glatt. Ich bleibe cool. Ich nutze mein Hirn, nicht meine Gefühle.

Und wie entspannen Sie?

Ich höre Musik. Im Moment ganz viel Robin Schulz – toll! Ich lese Bücher über Leute, die mich inspirieren, gerade über Nelson Mandela.

Was wären Sie geworden, wenn nicht Rennfahrer?

Profi-Tennisspieler. Oder ich hätte Aerodynamik und Strömungstechnik studiert. Dann würde ich jetzt Rennwagen konzipieren statt sie zu fahren.

Was ist das Wichtigste, das Sie von Ihren Eltern gelernt haben?

Auf dem Boden zu bleiben, auch wenn du erfolgreich bist. Meine Mutter hat mir beigebracht, anderen Menschen mit Respekt zu begegnen. Mein Vater hat mich entschlossen gemacht.

Und was lieben Sie an Ihrer Frau Vivian besonders, mit der Sie jetzt seit zwei Jahren verheiratet sind?

Sie ist ein so ausgeglichener Mensch! Das ist ein krasser Gegensatz zur Welt des Rennsports.

Wer inspiriert Sie?

Mein Vater. Außerdem Tommi Mäkinen (eine finnische Rallye-Ikone; Anm. d. Red.), Michael Schumacher. Und Muhammad Ali, weil er immer ehrlich seine Meinung gesagt und sich keinem Druck gebeugt hat.

Formel-1-Stars sind Vorbilder. Wie gehen Sie damit um?

Natürlich stehe ich im Fokus der Öffentlichkeit. Aber solange man nichts Dummes tut, ist das nicht weiter wild. Oft vergesse ich es sogar. Mir ist aber sehr wichtig, was ich meiner Tochter vorlebe – im Alltag, jeden Tag. Zum Beispiel beim Essen. Ich möchte ihr ein gutes Vorbild sein in dem, was und wie ich esse. Und übrigens auch in dem, wie ich meine Frau behandle.

Legen Sie viel Wert auf Ihr Äußeres?

Wenn ich ausgehe, möchte ich schon gut aussehen. Aber wenn ich mit meiner Familie entspanne, dann trage ich Jeans oder Trainingshosen. Und Socken. Ich liebe es, Socken zu tragen!

Haben Sie bei den Rennen einen Glücksbringer dabei?

Nein, aber ich bin schon abergläubisch. Wenn ich bei der Qualifikation die Poleposition erreiche, trage ich beim Rennen denselben Overall. Sonst einen anderen.

Was möchten Sie nach Ihrer Rennsportkarriere tun?

Ich möchte alleinerziehenden Vätern unter die Arme greifen, die keine Hilfe von ihren Frauen oder Müttern haben. Das liegt mir sehr am Herzen. Ich weiß jetzt selbst, was für eine große Aufgabe es ist, ein Kind großzuziehen. Frauen fällt das naturgemäß leichter, glaube ich. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, junge Rennfahrer zu trainieren und Ihnen weiterzugeben, was mein Dad mir beigebracht hat.

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