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Michael Bublé Nach der Tour nur noch Hausmann

Miachel Bublé, Luisiana
Miachel Bublé, Luisiana
© ddp images
Michael Bublé über seine Zukunft als Papa und die Babytipps, die ihm Robbie Williams gab

Sonntag Sydney, Dienstag London, Mittwoch Köln. Trotz des XXL-Jetlags ist Michael Bublé, der mit seinem neuem Album "To Be Loved" derzeit Spitzenplätze in den internationalen Charts stürmt, im "Gala"-Interview äußerst charmant. Große Veränderungen stehen für ihn und seine Frau Luisana an: Im August kommt ihr erstes Baby zu Welt, ein Junge.

Wer ist aufgeregter? Sie oder Ihre Frau?

Das wechselt permanent. Gerade zerbricht sich Luisana den Kopf: Sie hat große Angst vor den Geburtsschmerzen, will aber auf keinen Fall eine Spritze bekommen. Vor der hat sie noch mehr Angst. Sie sehen: Es ist komplizert. (lacht) Schon deshalb möchte ich bei der Geburt dabei sein und ihre Hand halten.

Steht eine längere Auszeit an, damit Sie für Ihren Sohn da sein können?

Wenn die geplante Herbst-Tour durch ist, auf jeden Fall. Dann möchte ich Hausmann sein, meinen Kleinen bespaßen, ihn füttern, viermal in der Nacht aufstehen, Windeln wechseln - und ich werde es super finden!

Und Ihre Frau?

Die will als Schauspielerin durchstarten und neue Filme drehen. Zurzeit hält Luisana mir den Rücken frei. Möglichst bald nach der Geburt ist sie dann dran. Das ist doch nur gerecht. Wir sind ein modernes Ehepaar.

Ihr Kumpel Robbie Williams ist bereits Papa. Hat er Tipps für Sie?

Heißbegehrt: Mehr als 40 Millionen Alben hat Michael Bublé bislang verkauft.
Heißbegehrt: Mehr als 40 Millionen Alben hat Michael Bublé bislang verkauft.
© ddp images

Erst kürzlich sagte er zu mir: "Vergiss alles, was dir deine Mutter, Geschwister und Freunde an guten Ratschlägen mitgeben wollen. Denn du lernst in den ersten drei Tagen, die der kleine Wurm zu Hause ist, viel mehr als dir irgendjemand in zehn Jahren beibringen könnte."

Seit wann kennen Sie Robbie eigentlich?

2008 sind wir uns zum ersten Mal backstage bei der Castingshow "The X Factor" über den Weg gelaufen. Seitdem treffen wir uns regelmäßig in Los Angeles, gehen dort indisch essen, trinken ein paar Bierchen - natürlich alkoholfrei. (lacht) Und wir quatschen über unsere kleinen und großen Sorgen.

Wie eng ist Ihre Freundschaft?

Sehr eng. Robbie und ich sind seelenverwandt. Mit ihm kann ich über alles reden. Von Mann zu Mann. Er versteht meine ganz speziellen Probleme, zum Beispiel, dass mir manchmal bange wird, kurz bevor ich auf eine Bühne gehe und vor 15 000 Fans ins Rampenlicht trete. Uns plagen dieselben Dämonen.

Welche Dämonen?

Auch ich habe zuweilen düstere Gedanken. Nach der Trennung von meiner Verlobten Emily Blunt ging es mir anfangs ziemlich schlecht und habe viel zu viel getrunken. Privat bin ich nämlich nicht immer der ewige Sunnyboy, den so gar nichts umhaut.

Wären Sie vor zehn Jahren auch schon für die Vaterrolle bereit gewesen?

Auf keinen Fall. Ich war zu dieser Zeit viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Die Ver-antwortung wäre mir schnell über den Kopf gewachsen. In diesem Zusammenhang be¬wundere ich übrigens Justin Bieber, den ich schon mehrfach getroffen habe und der auf mich für sein Alter unglaublich reif wirkt.

Das meinen Sie doch nicht im Ernst ...

Doch, wenn ich als 17-Jähriger so eine Karriere wie Bieber hingelegt hätte, dann wäre ich heute ein körperliches Wrack und außerdem ein Riesenarschloch! Und deshalb bin ich froh, dass es sich bei mir in Sachen Erfolg langsam entwickelt hat. Denn zu viel Ruhm innerhalb kurzer Zeit kann dich kaputtmachen.

Alexander Nebe

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