Mehmet Kurtulus im Interview So war sein Dreh mit Samuel L. Jackson

Mehmet Kurtulus
© Picture Alliance
"Tatort"-Star Mehmet Kurtulus durfte Hollywood-Luft schnuppern und stand mit Hollywood-Superstar Samuel L. Jackson vor der Kamera. Im Interview mit Gala.de erzählte der Schauspieler, was er von seinem Idol gelernt und welchen Spitznamen er ihm verpasst hat

Er ist DER neue Hollywood-Export: Der deutsch-türkische Schauspieler Mehmet Kurtulus, 43, ist seit dem 18. Juni in dem Actionfilm "Big Game" im Kino zu bewundern. Darin verkörpert der "Tatort"-Liebling den Bösewicht und Gegenspieler von keinem geringeren als Leinwand-Ikone Samuel L. Jackson. Gala.de traf den smarten Darsteller zum Interview in Berlin im Hotel de Rome und hat von ihm erfahren, wie die Zusammenarbeit mit der "Pulp Fiction"-Legende war - und welchen Spitznamen er für den Superstar gefunden hat.

Wie fühlt es sich an, als Bösewicht neben Hollywood-Urgestein Samuel L. Jackson vor der Kamera zu stehen?

Sehr gut. Gerade habe ich Sam im Flur gesehen und ihn mit "Mr. President" begrüßt. "Big Game" mit Samuel L. Jackson ist sicherlich die Spitze des Eisberges, von dem, was ich bisher gemacht habe, was die Dimension und die Besetzung betrifft. Der Film ist für mich etwas ganz Besonderes.

Ihr Fiesling hat dazu noch eine irre Komponente …

Dann fängt ein Bösewicht erst an, interessant zu werden. Als Schauspieler ist es unsere Aufgabe, diesen grauen Herren ein bisschen Farbe zu verleihen. Man sagt, Bösewichter sind die interessanteren Rollen, wobei ich es auch extrem schwierig finde, einen durchschnittlichen Schwiegersohn zu spielen, weil er eben nicht ins Langweilige kippen darf. Dann hat man das Klassenziel nämlich nicht erreicht. Bösewichter sind als Gegenspieler facettenreicher. Wir sind ja auch schon alle aufgeregt und auf Christoph Waltz in "Spectre" gespannt. Das ist ja schließlich DER Bond-Bösewicht, mehr geht nicht.

Im Film "Big Game" muss ein kleiner Junge zum Mann werden, indem er die Nacht alleine im Wald verbringt und ein Tier tötet – wie wurde aus Ihnen ein Mann?

Durch Schicksalsschläge, die man sich selbst nicht aussucht und die einfach so im Leben passieren. Aber man kann ja auch aus so einer Krise gestärkt herauskommen, oder das so verarbeiten, dass man etwas weiser ist.

Spielen Sie auf den frühen Tod Ihrer Mutter an?

Zum Beispiel. Da war ich elf Jahre alt.

Hatten Sie einen Lieblingsmoment während der Dreharbeiten?

Der Showdown hat voll Spaß gemacht, das war die direkte Zusammenarbeit mit Samuel L. Jackson. Da ging es voll zur Sache, man musste man sich körperlich sehr nahe sein.

Und wie arbeitet es sich nun mit Mr. President?

Mr. President ist seeeehr, sehr lässig. Das ist glaube ich sein Geheimnis und das der amerikanischen Schauspieler, dass sie aus dieser Lässigkeit so konzentriert und einfach da sind. Das habe ich auch aus der Zusammenarbeit mit Mr. President genommen habe. Er ist auch ein sehr, sehr witziger Mensch. Er ist genauso, wie man sich ihn vorstellt. Mit dieser Coolness, dieser Lässigkeit …

Haben Sie ihn privat kennengelernt?

Ich hatte die Gelegenheit, ein paar Abende mit ihm zu verbringen – da haben wir viel gelacht. Er ist eben ein sehr zugänglicher Mensch. Schauspieler sind eigentlich oft schüchterne und introvertierte Menschen.

So wie Sie?

Bin ich auch, ja. Ich wirke jetzt vielleicht nicht so, aber eigentlich bin ich schüchtern.

lsc Gala


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