Marie Bäumer Im Wilden Westen viel Neues

Marie Bäumer
© ZDF/Westend TV
In der fünfteiligen Doku-Reihe "Zwei im Wilden Westen" auf arte (26. April, 19.30 Uhr) erkundet Schauspielerin Marie Bäumer das Land der unbegrenzten Möglichkeiten abseits der Millionenstädte

Auf dem Pferderücken von der mexikanischen Grenze bis nach Kanada sind sie gereist. Eine Grenzerfahrung oder eher ein Wellness-Ritt?

Also, mit Wellness hatte das rein gar nichts zu tun. Es war aber auf jeden Fall die tollste Reise, die ich je gemacht habe. Ich würde jederzeit diese Reise noch einmal unternehmen.

Man sagt, dass man sich auf Reisen selber ganz neu kennenlernt. Ging es Ihnen auch so in der Wildnis der USA?

Ein Selbsterfahrungstrip war es nicht, denn es war ja auch Arbeit und keine Privatreise. Aber es war gigantisch, diese Weite und diese unterschiedlichen Landschaften zu erleben. Ich bin ein großer Fan von Europa und der Vielseitigkeit dieser vielen kleinen Länder, aber diese Weite haben wir so nicht auf unserem Kontinent.

Zwei im Wilden Westen
Zwei im Wilden Westen
© ZDF/Westend TV

Sie waren ja bislang kein Fan der USA, jetzt haben Sie einen Teil besucht, der fernab der Metropolen und des Showbusiness ist. Haben Sie ihre Meinung über das Land geändert?

Der Teil, in dem ich unterwegs war, war immer der Teil, den ich besuchen wollte, deshalb war diese Reise ein doppeltes Geschenk. Ich kannte vorher Los Angeles und New York und ein bisschen darüber hinaus. Aber diesmal habe ich Menschen kennen gelernt, die aus der ersten Siedlergeneration stammen und immer noch an derselben Stelle wohnten und einfach so viel zu erzählen hatten.

Sie waren ja mit ihrem Sohn in den USA unterwegs. Wie war das für Sie, zusammen durch die Wildnis zu reiten?

Ich fand das großartig, dass er dabei war. Und er war sehr glücklich, dass er mit dabei war und hat auch mit an dem Projekt gearbeitet.

Jetzt ist „Zwei im Wilden Westen“ ja eine Dokumentation. Wie war es denn für sie als Schauspielerin, mal sich selbst „zu spielen“?

Ich hatte das Glück, mit einem sehr guten Drehpartner mit der gleichen Affinität zu Natur und Pferden wie ich zusammen zu arbeiten, sodass die Produktion etwas sehr Spielerisches bekam. Da kam alles weitere ganz natürlich. Aber es ist natürlich vom Arbeitsablauf etwas ganz anderes, als wenn man eine Rolle spielt.

Zwei im Wilden Westen
Zwei im Wilden Westen
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In Monument Valley ist der Handyempfang wohl eher nicht so toll. War das schwer für Sie, auf Internet und Co. zu verzichten?

Ich fand das sehr angenehm, zwischendurch mal eine Pause von der digitalen Welt zu haben.

Wem würden Sie eine solche Reise empfehlen? Und wem nicht?

Den Pferden zuliebe würde ich nur Menschen diese Reise empfehlen, die auch geübt sind im Reiten. Unsichere Reiter sind für Pferde alles andere als eine Freude, wenn sie die Canyons rauf- und runterreiten. Wer soweit ist und die nötige Fitness hat, wer auch kein Problem hat, mal unter einer Familie von "Schwarzen Witwen" oder neben einer Klapperschlange zu schlafen, für den ist diese Reise bestimmt ein großes Abenteuer.

Spinnen und Schlangen?

Ich bin kurzsichtig, das hat in dem Fall sehr geholfen.

Henrik John Hohl Gala


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