Luna + Til Schweiger: "Mein Papa ist unglaublich"

Am Set ihres gemeinsamen Films "Schutzengel" hatte Til Schweiger das Sagen. Doch im Vater-Tochter-Talk mit Luna kommt raus: In der Familie wird der Kinokönig auch mal zum Komparsen

Wir haben’s schon immer geahnt:

Der Schweiger nennt seine Kinder "Knecht" und lässt sie unermüdlich für sich schuften. Keine Sorge: Til und seine älteste Tochter Luna, 15, sind ein Dream-Team. Beim Treffen mit "Gala" blödeln sie gemeinsam vor der Kamera herum. Er nimmt sie auf den Arm und ächzt: "Uff. Das hätte ich lieber mit Lilli gemacht!" - Lunas jüngere Schwester. Dafür fängt er sich einen Knuff am Oberarm. Vergleichsweise ernst ist "Schutzengel" (ab 27. September im Kino), Til Schweigers neuer Film. Ein Actiondrama, in dem er und Luna die Hauptrollen spielen. Am Rande der Story um ein Mädchen, das Zeugin eines Mordes wird, thematisiert Schweiger ein brisantes Thema: den Auslandseinsatz deutscher Soldaten in Afghanistan. Eine Herzensangelegenheit, sagt er. Zwischen Fotoshooting und Gespräch switcht er, ist mal Kumpelvater, mal Businessman. Einen Trailer zu "Schutzengel" segnet er übers Handy ab: "'Der Film, über den Deutschland spricht' - das gefällt mir, das können wir so lassen!"

Til Schweiger: Komm her, du Knecht, los geht’s!

Gerda Lewis

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Die amtierende Rosendame Gerda Lewis ist in Lästerlaune. Auf ihrem Instagram-Account lästert die Blondine munter gegen das TV-Format "Love Island".
©Gala

Wie bitte?

Luna Schweiger: (zu Til) Gurkenschäler!
Til: Stimmt, das ist auch so ein lustiges Wort. Wie Vollpfosten. Das haben wir früher immer gesagt. Luna hat letztens zu mir gesagt, das fand ich auch witzig: Du bist so'n Don! Oder sie nennt mich "Du Knecht!" Man lernt ja immer neue Wörter voneinander.

Luna, "Schutzengel" ist euer erster großer Film. Wie war es, mit deinem Vater zusammenzuarbeiten?

Luna: Stressig, aber auch schön!

Stressig, weil dein Vater ein so strenger Regisseur und Kollege war?

Luna: Nee. Dass er dabei war, war glaub ich, nicht das Schlechteste. Weil ich mich öffnen konnte und nicht so schüchtern war.

Kannst du sagen, was das Beste war?

Luna: Ich finde es unglaublich, was er alles macht. Er steht vor der Kamera, führt Regie und läuft zwischendrin in den Schneideraum.
Til: Für mich war es schön zu erleben, wie Luna sich reingelebt hat in ihre Rolle, und sie jeden Tag selbstsicherer wurde, da hatte ich echte Glücksmomente.

Bussi für Daddy. Luna lebt mit ihrer Mutter, Til Schweigers Exfrau Dana Schweiger, 44, und ihren Geschwistern Valentin, 17, Lilli, 14, und Emma Tiger, 9, in Hamburg.

Wann habt ihr sonst Glücksmomente?

Luna: Gestern Abend waren wir im "Borchardts" essen, das war toll, oder?
Til: Für mich war es früher immer am tollsten, wie wir alle zusammen in einem Bett geschlafen haben. So aneinander gekuschelt mit Ellenbogen und Fersen und Füßen im Gesicht. Das habe ich geliebt. Aber dazu seid ihr ja leider jetzt zu groß. Ihr ward so süß, als ihr klein ward!

Was macht ihr für Vater/Tochter-Sachen?

Luna: Wir hängen einfach zusammen ab.
Til: Wir gehen nicht zusammen in den Club, aber in Malibu waren wir immer beim "Father-Daughter-Dance".

Andere Töchter finden es peinlich, wenn ihr Vater tanzt.

Luna: Nö, ich nicht. Aber ich finde ja, das mein Papa wie ein Waschbär tanzt (macht ihn nach).
Til: Wie ein Waschbär ...!? (lacht)

Ist er ein Vorbild für dich?

Luna: Wenn ich Schauspielerin werden wollte, dann wäre auf jeden Fall Papa mein Vorbild. Aber ich kann das noch nicht sagen.
Til: Welche Fünfzehnjährige weiß schon, was sie aus ihrem Leben machen will?

Vielleicht denkt man, das Schweiger-Kinder ehrgeizig sind und es wissen - oder dass sie privilegierter sind.

Luna: Also ich würde nach der Schule erst mal gern ein soziales Jahr im Ausland machen. Ich habe mir überlegt, nach Afrika zu gehen, für Kinder oder Tiere zu arbeiten. Meine Mama ist da ja auch engagiert. Das ändert sich bei mir aber ständig! Mal will ich Kunst studieren, dann interessiert mich Film, und dann denke ich: vielleicht doch Business?
Til: Ich sag meinen Kindern immer: Du musst dich noch früh genug entscheiden. Schöner als in der Kindheit wird es nicht wieder.

Wie war das bei Ihnen?

Til: Ich hab schon als kleiner Junge mein ganzes Taschengeld ins Kino getragen.

Was entgegnen Sie Kritikern, die Ihnen vorwerfen, Ihre Kinder zu vermarkten?

Til: Was soll ich dazu sagen? Mir fehlt die Zeit und die Energie, mich mit diesen Leuten auseinanderzusetzen. Ich kann ihnen aber über die "Gala" zurufen: "Haltet die Klappe, kümmert euch um eure eigenen Kinder!"

Luna wird sicher härter unter die Lupe genommen werden, weil sie Ihre Tochter ist.

Til: "Die kriegt die Rolle ja nur, weil sie die Tochter ist ..." Sie kriegt die Rolle, weil sie meine Tochter ist. Aber vor allem kriegt sie die Rolle, weil sie eine hervorragende Schauspielerin ist.

Im Vergleich mit "Kokowääh" ist "Schutzengel" harter Tobak.

Til: Ich habe in Amerika einen Film mit Reese Witherspoon gedreht und einen ehemaligen Elitesoldaten kennengelernt. Paul und ich haben uns sofort angefreundet. Er kam für ein halbes Jahr nach Deutschland und hat bei mir gewohnt. Wir waren jeden Tag stundenlang mit dem Hund spazieren. Dabei hat er mir von seinen Erfahrungen erzählt. Was er bei seinem Einsatz für Dinge erlebt hat, hat mich als Mensch total berührt. Und als Filmemacher hat es mich inspiriert.

Inwiefern?

Til: Jeder Soldat, der im Feuergefecht war, hat sein Päckchen zu tragen. Paul ist im klassischen Sinne ein Held - aber er ist trotzdem kein glücklicher Mensch, er hat sehr viel Leid, Tod und Verwundung erlebt und schläft nachts nicht.

Sie zeigen ausgedehnte Ballerszenen, bei denen viel Blut fließt. Warum ist der Film so brutal?

Til: Krieg ist eine hässliche Sache. Und das wollte ich zeigen. Was Gewalt bewirkt und dass der "Held", auch wenn er die "Bösen" besiegt, einen hohen Preis dafür bezahlt.

In "Schutzengel", bei dem Schweiger auch Regie führte und das Drehbuch schrieb, spielt er den Kriegsheimkehrer und ehemaligen Soldaten Max, der die junge Nina (Luna) vor Auftragskillern schützt.

Im Film schätzt Luna Sie auf 50. Denken Sie viel übers Alter nach?

Til: Ja, das ist schon ein Thema. Die Zeit rast immer schneller davon. Mit 20 dachte ich, das Leben ist unendlich. Es ist jedoch nicht so, dass ich nachts im Bett liege und heule, weil ich bald fünfzig werde.

Aber wie gehen Sie damit um?

Til: Ich versuche, mich fit zu halten. Früher hat man mit Kumpels drüber geredet, wie man es hat krachen lassen. Und heute ist Thema Nummer eins: die Prostata. Nein, Scherz! Aber schon so was wie: Kommst du morgens auch so schwer aus dem Bett? Oder: Hast du nach dem Fußballspielen auch Muskelverhärtungen?

Sie wirken jetzt nicht wie ein alter Mann, der morgens nicht aus dem Bett kommt!

Til: Danke. Und wenn, die Fünfzigjährigen sind ja heute sowieso die neuen 30-Jährigen. Und vor 30 Jahren warst du mit 50 schon so gut wie tot. Ich fühl mich nicht wie 50. Körperlich schon, aber nicht mental.

Sie sind 48, Ihre Freundin Svenja Holtmann ist 25. Wie beeinflusst der Altersunterschied die Beziehung?

Til: Ganz am Anfang war das schon ein Thema. Aber mehr für mich, für Svenja war das überhaupt kein Problem. Das haben wir aber hinter uns.

Wann ziehen Sie zurück nach Hamburg?

Til: Vor dem "Tatort"-Dreh Ende Oktober möchte ich noch mal Urlaub machen. Sollte bis dahin mein Haus fertig sein, ziehe ich auch nach Hamburg. (zu Luna) Und wenn das Haus nicht fertig sein sollte, darf ich entweder bei deiner Mutter wohnen, oder ich ziehe ins Hotel.
Luna: Natürlich ins Hotel! (lacht)

Freust du dich, dass Papa zurückkommt?

Luna: Ähm ... also: Ja, klar, ich freu mich mega! Ich glaube, Mama aber auch. Die ist dann nicht so gestresst mit uns vier Kindern, und dann kann Papa uns auch mal rumkutschieren - Shoppen gehen!
Til: Na toll, nicht mein Vater, der Held, sondern mein Vater, der Knecht!
Luna: Yeah!

Streitet ihr euch oft, wenn ihr zusammen seid?

Til Luna: Nein!
Til: Nee, klar kommt das mal vor bei uns, wie bei allen Vätern und ihren Töchtern. Aber echt selten, oder?
Luna: Würde ich auch so sagen.

Und am Filmset?

Luna: Ja, einmal am Anfang, ich glaube am dritten Tag gab’s da mal eine Situation.
Til: Das war eher was Grundsätzliches. Da hab ich Luna gesagt, dass sie jetzt mal ihren Arsch aus der Hose heben und antreten muss. Ab da war’s super.

Jeder neue Film ist eine Bewährungsprobe. Wie fühlt ihr euch vor der Premiere?

Til: Ich bin natürlich nervös. Wenn es ein Erfolg wird, werde ich mich von hier bis zum Kilimandscharo freuen!
Luna: Es wird ein cooler Film, hoffe ich. Klar, bin ich aufgeregt. Ich will mir bis zur Premiere aufheben, das Endergebnis zu sehen.

Sie fangen bald mit dem "Tatort"-Dreh in Hamburg an. Wotan Wilke Möhring hat dort bereits gedreht .

Til: Wotan ist ein Freund von mir, und mit Freunden kann ich gar nicht konkurrieren. Obwohl wir per se natürlich sehr ähnliche Typen sind.

Nerven die Kommentare anderer "Tatort"-Kollegen?

Til: Wenn Ulrike Folkerts sagt, sie kann sich nicht vorstellen, dass ich das mehr als drei Folgen mache, dann kann ich da nichts Böses erkennen. Dann schreibt die Presse: "Folkerts disst Schweiger!" So ein Quatsch. Im übrigen: Sehr geehrte Frau Folkerts: Die Wette gilt!

Was können Sie verraten über Ihren Einsatz?

Til: Also, ich bin der Nick Tschauder ...
Luna: "Halloo, ich bin der Nick Tschauder!" Wie das klingt.
Til: Ich denk mir die Namen ja nicht aus! Ich habe eine Tochter ...
Luna: Gespielt von mir! Tadaaah!
Til: Genau. Ich ziehe vom Frankfurter SEK nach Hamburg, wo ich bei der Kripo anfange, um näher bei meiner Tochter zu sein.

Wie im richtigen Leben ...

Til Schweiger

Der bewegte Til

Dezember 2013: Am 19. Dezember wird Til Schweiger 50 Jahre alt. Mit Mütze macht er jedoch einen geradezu jugendlichen Eindruck. "Mein seelisches Alter liegt bei Ende 20", erzählt er im Interview mit dem Magazin "Stern".
Til Schweiger, Svenja Holtmann
März 2013: Schock für Til Schweiger und seine Familie: Unbekannte verüben einen Farbanschlag auf seine Hamburger Villa, das Auto seiner Freundin Svenja Holtmann wird sogar angezündet. Zur Tatzeit waren Schweigers Kinder Luna und Valentin im Haus. In einem Bekennerbrief kritisieren die Kriminellen Schweigers Film "Schutzengel". Dieser verherrliche den Bundeswehreinsatz in Afghanistan.
Februar 2013: Bei der Berlinale posiert Til Schweiger mit den Hollywoodstars Shia LaBoeuf und Rupert Grint. Gemeinsam standen sie für die Actionkomödie "The Necessary Death of Charlie Countryman" vor der Kamera.

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Til: Ja, ich wollte eh nach Hamburg und dachte, das kann man doch wunderbar verbinden.

Luna, schaust du "Tatort"?

Luna: Wenn Papa dabei ist, werde ich natürlich zum Fan, aber Wotans Film schaue ich mir auch an, der ist nämlich ziemlich cool!
Til: Den gucken wir dann zusammen und lästern. (grinst) Kleiner Scherz. Vielleicht schauen wir den ja dann mal wieder alle zusammen im Bett?
Luna: Mal schauen ...

Stars + Familie

Papa ist der Beste

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Topmodel Gigi Hadid und ihr Vater Mohamed Hadid posen für ihre Instagram-Fans in sommerlichen Outfits. 
Zu seinem 70. Geburtstag gratuliert Hilary Swank ihrem Vater Stephan Michael Swank mit den Zeilen: "Alles Gute zum 70. Geburtstag meines lieben Vaters. Seine Stärke, sein Mut und seine Freundlichkeit inspirieren mich darüber hinaus. Ich liebe dich mehr als du jemals wissen würdest." Hach....

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