Lewis Hamilton: Tempo-Limit für die Liebe

Im Gespräch mit "Gala" erklärt Lewis Hamilton, warum es bei ihm und Nicole Scherzinger so bald keine Hochzeit geben wird - und wie die beiden trotzdem eine gemeinsame Zukunft planen

Keine privaten Fragen!

Die Managementvorgaben für das Interview mit Lewis Hamilton, 26, sind strikt. Man wolle sicherstellen, "dass der Klient sich im Gespräch wohlfühlen könne", so die Begründung. Der Formel-1-Fahrer legte anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen Hugo Boss und McLaren einen entspannten Boxenstopp in Hamburg ein. Umso größer die Überraschung, wie der Brite das Gespräch eröffnet, während er sich auf dem cremefarbenen Ledersofa niederlässt:

"Schauen Sie mal, das Kleid, das die Frau da hinten trägt, habe ich vor Kurzem meiner Freundin geschenkt!" Damit hält er höchstpersönlich und sehr einladend die Tür ins verbotene Land der Fragen nach seinem Privatleben weit auf. Seit vier Jahren, mit kurzer Auszeit Anfang 2010, ist Lewis mit Ex-Pussycat-Doll Nicole Scherzinger, 33, liiert. Vergangene Woche wurden die Verlobungsgerüchte wieder lauter, als Alfonso Valiente, Vater der Sängerin, in einem Interview davon sprach. "Das war eine völlig schwachsinnige Aktion, absolut unnötig", kommentiert Hamilton im "Gala"-Gespräch. "Nein, wir sind nicht verlobt, und es wird auch in absehbarer Zeit definitiv keine Hochzeit geben." Priorität hat bei beiden zurzeit ganz klar die Karriere. "Wenn wir heiraten, dann richtig. Doch momentan lebe, esse, trinke und schlafe ich nur für den WM-Titel. Und Nicole nimmt ihren Job als Jurorin bei 'X-Factor' und die Auftritte zu ihrem neuen Album 'Killer Love' ebenfalls sehr ernst." Das bedeute jedoch keinesfalls, dass es keine gemeinsamen Zukunftspläne gebe, stellt der Sportler klar. "Wir bauen gerade ein Haus. Die komplette Inneneinrichtung kommt übrigens aus Deutschland."

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Ihr Körper zwingt sie zur Pause

Lena Meyer-Landrut
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©Gala

Seit vier Jahren ein Paar: Lewis Hamilton und Nicole Scherzinger.

Lewis Hamilton redet, wie er fährt: Zaudern kennt er nicht, ausweichen will er nicht. "Nicole war unglaublich traurig, als sie vergangene Woche die Zeitung aufschlug und von unserer angeblichen Verlobung las", erzählt er und streichelt nachdenklich seinen auffälligen Diamantring. Man müsse wohl einfach lernen, mit solchen Falschmeldungen umzugehen und alles an sich abprallen lassen. Leicht falle es ihm nicht immer. "Wir sind doch auch nur Menschen. Es gibt immer wieder Situationen, in denen ich mich nicht beherrschen kann und von meinen Emotionen zu unbedachten Äußerungen hinreißen lasse. Ich wünschte mir, dass die Menschen das besser einordnen könnten." Für einen Moment ist sein Lachen verschwunden.

Zweimal 1,74 Meter: Formel-1-Star Lewis Hamilton (in Boss Black) mit GALA-Redakteurin Anna-Lena Koopmann.

Seine extremen Gefühlsausbrüche habe er seiner Mutter Carmen Lockhart zu verdanken, erklärt er. "Mom ist sehr emotional. Egal ob es ihr gut geht oder sie traurig ist, ihre Empfindungen sind immer sehr stark." Hamiltons Eltern trennten sich, als er gerade zwei Jahre alt war. Er hat zu beiden ein sehr gutes Verhältnis. Als der "Billion Dollar Man", so Hamiltons Branchen-Spitzname, von einem Einkaufsbummel mit seiner Mutter erzählt, strahlen seine Augen wieder, und zwar noch intensiver als zuvor. "Wir hatten früher nie viel Geld, meine Mama hatte keine modische Kleidung, ganz zu schweigen von Designerteilen. Letztes Jahr habe ich sie zum Shoppen ausgeführt, sie fühlte sich wie im Paradies. Seitdem kleidet sie sich ganz anders, ist selbstbewusster und strahlt nur so vor Glück. Sie erinnert mich an eine Blume, die endlich aufgeblüht ist, weil sie zum ersten Mal das Licht gesehen hat." Diese Erfahrung habe ihn sehr inspiriert. Und obwohl Lewis Hamilton gesteht, dass er am liebsten Jogginghosen und Tanktop trägt, achtet auch er seitdem bewusster auf seine Kleidung. "Wenn ich ein Dinner- Date mit Nicole habe, trage ich immer Anzug. Als Mann sollte man sich Mühe geben, um eine Frau zu beeindrucken."

Am meisten beeindruckt sei Nicole jedoch von seiner guten Laune. "Sie sagt mir ständig, dass ich sie pausenlos zum Lachen bringen würde. Schön, oder?" Charmant, unkompliziert und lustig wirkt Hamilton. Ihm selbst sei auch aufgefallen, dass er neuerdings viel entspannter ist, gibt er zu. Den Grund dafür sieht er in der "Neuordnung seines Lebens". Bis zum vergangenen Jahr wurde er als Fahrer des Teams Vodafone McLaren von seinem Vater gemanagt - dann wurde die Zusammenarbeit einvernehmlich beendet. Seitdem kümmert sich David Beckhams Manager Simon Fuller um alles Geschäftliche. Er will Hamilton zum Popstar der Rennstrecke aufbauen.

Nicole Scherzinger mit Lewis Hamiltons Mutter Carmen Lockhart beim Qualifying in Abu Dhabi 2010.

"Mein Dad hat einen tollen Job gemacht und mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Doch es war wichtig, Berufliches und Privates zu trennen", sagt der Formel-1-Pilot. "Uns beiden ist mit der Entscheidung eine riesengroße Last von den Schultern gefallen. Jetzt können wir einfach Vater und Sohn sein und gemeinsam Golf spielen. Und wenn er mir in der Box viel Glück wünscht, dann tut er das als Vater." Sein Dad sei übrigens nicht der einzige Autofreak in der Familie. Lewis Hamilton muss grinsen. "Meine Oma war richtig cool, die ist noch bis ins hohe Alter einen Oldtimer- Sportwagen gefahren - mit lodernden Flammenprints auf den Seitenflügeln." Was sie wohl gesagt hätte, wenn sie ihren Enkel vergangenes Wochenende als Ersten über die Ziellinie am Nürburgring hätte fahren sehen? "Da war sie wie jede Oma. Vermutlich hätte sie mir mit stolzgeschwellter Brust in die Wange gekniffen und zweideutig gesagt: "Du bist groß geworden, mein Junge!" Anna-Lena Koopmann

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