Lencke Steiner: "Politik ist sexy!"

Sie macht die FDP glücklich! Polit-Senkrechtstarterin Lencke Steiner über den Job an der Parteifront, ihre TV-Show – und das, was in ihrem Leben wirklich wichtig ist

Für die FDP ist diese Frau ein echter Glücksfall: Im Mai holte Lencke Steiner, 29, bei der Bremer Bürgerschaftswahl sensationelle 6,7 Prozent – der beste Wert seit 1991. Außerdem ist die Unternehmertochter mit eigener Firma (Puschy Investment) inzwischen ein Fernsehgesicht und jetzt wieder in "Die Höhle der Löwen" zu sehen. In der Vox- Show versuchen potenzielle Existenzgründer eine fünfköpfige Fach-Jury von ihren Ideen zu überzeugen. Hier wie in der Politik hat Lencke Steiner eine taffe Gangart. Das gefällt nicht jedem.

Einige Kandidaten beschwerten sich nach Staffel eins, dass Zusagen der Juroren nicht eingehalten wurden. War das so?

Es kann immer passieren, dass im Nachhinein Tatsachen herauskommen, die so nicht tragbar sind. Zum Beispiel eine finanzielle Überschuldung. Wenn das vorher nicht preisgegeben wird, kann es natürlich sein, dass ein Deal doch nicht abgeschlossen wird.

Den Deal Ihres Lebens sind Sie bereits eingegangen: Ihre Hochzeit vor einem Jahr.

Ja, mein Mann ist das Allerwichtigste für mich. Wir versuchen, uns mindestens an fünf Tagen die Woche zu sehen. Das klappt ganz gut, obwohl wir weit entfernt voneinander arbeiten. Wir sind so glücklich miteinander, dass wir alles daran setzen, oft zusammen zu sein.

Planen Sie Nachwuchs?

So was kann man nicht planen, finde ich. Aber wenn es so weit sein sollte, freue ich mich.

Was tun Sie, um zu relaxen?

Wir haben extra das Tennisspielen angefangen, damit wir ein gemeinsames Hobby haben. Ansonsten – das klingt langweilig, ich weiß – sind wir zusammen, kochen und genießen uns beide.

Vor der Wahl waren Sie in einem GALA-Shooting mit Katja Suding und Nicola Beer als "Drei Engel für Lindner" zu sehen. Glauben Sie, die Fotostrecke hat Ihnen beim Kampf um Stimmen geholfen?

Hm, das kann ich nicht sagen. Ich bin aber dankbar über diese Art von Medienpräsenz, weil ich immer versuche, mit meinem Auftreten auch Menschen zu erreichen, die weniger politikbegeistert sind. Ich glaube, das ist mit dem Shooting ganz gut gelungen.

Lencke Steiner beim GALA-Shooting im Februar mit ihren FDP-Kolleginnen Katja Suding und Nicola Beer

Würden Sie sich als ehrgeizig bezeichnen?

Ich war nie ein karriereorientierter Mensch. Viele Dinge habe ich verfolgt, weil sie mir Spaß brachten. Aber wenn mir eine Sache gefällt, will ich unbedingt etwas erreichen.

Wie in der Politik. Wo streben Sie hin?

Ich würde mir wünschen, dass wir die Bremer FDP so stärken, dass wir in vier Jahren nicht wieder anfangen müssen zu zittern.

Wie sexy finden Sie Politik?

Sehr – sonst würde ich es ja nicht machen. Ich finde es toll, dass man viel bewegen kann. Wir sind ja noch in der Opposition, da ist das mit dem Bewegen allerdings etwas schwierig.

Sie hören auf den Spitznamen Puschy. Klingt niedlich, bedeutet aber auf englisch leicht abgewandelt auch "aggressiv" oder "penetrant" .

Ich interpretiere das Wort eher in Richtung "stärkend" und "fordernd". Das passt.

Also sind Sie gerne eine Puschy?

Sicher. In der Familie werde ich nur so gerufen. Puschy gehört zu mir!

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