Lena Gercke im Interview: "Das Thema Kinder rückt näher"

Lena Gercke schwebt auf Wolke sieben, beruflich wie privat. Nun krempelt die Vielreisende ihr Leben um und baut sich eine Homebase in Deutschland auf. Was die Zukunft bringen soll und was Heidi Klum damit zu tun hat, verrät Lena exklusiv im Interview mit GALA

Fashion-Looks

Der Style von Lena Gercke

Auf Instagram postet Lena Gercke diesen sommerlichen Schnappschuss von sich, auf dem sie einen Bikini aus ihrer eigenen Kollektion "LeGer by Lena Gercke" trägt. Das Foto gemacht hat ihr Freund Dustin Schöne, der das Bild ebenfalls in seiner Instagram-Story veröffentlicht hat. "Oh hi", schreibt der attraktive Werbefilm-Regisseur zum Anblick seiner schönen Topmodel-Freundin. 
Es gibt wahrscheinlich keinen Look, in dem Lena Gercke nicht gut aussieht. Bei einem Celebrity Tennis Match in München im Zuge der BMW Open zeigt sich das Model bestens gelaunt und in einem stylischen Tennis-Dress von Adidas. 
Zusammen mit Tennis-Profi Alexander Zverev bildet sie ein attraktives Doppel, beide sind jedoch glücklich vergeben. In den letzten Monaten wurden den beiden immer wieder Affären nachgesagt, auf dem Platz wirken sie auf jeden Fall sehr vertraut. 
Lena hat nicht nur sichtlich viel Spaß und Style, sie scheint sich auch ganz gut zu machen. 

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Sie sind im Fernsehen beinahe präsenter als auf dem Laufsteg. Hat das auch etwas mit Ihrem Alter zu tun?

Fernsehen spricht die Masse an, deswegen kann schnell der Eindruck entstehen, dass ich viel im Fernsehen zu sehen bin und weniger als Model arbeite. Ich liebe es, für das Fernsehen zu arbeiten, aber stehe trotzdem weiterhin gerne und viel vor einer Fotokamera. Natürlich werde ich älter, aber gerade deshalb schaue ich nun viel entspannter auf das Business. Ich bin sehr dankbar für all die tollen Erfahrungen, die ich in meinem Job machen konnte, und freue mich auch weiterhin auf neue Herausforderungen. Ich habe mich aber bewusst entschieden, dass ich mehr Zeit in Deutschland verbringen möchte.

Warum?

Nach fast elf Jahren in diesem Beruf kam einfach der Wunsch nach mehr Stabilität in meinem Leben. Letztes Jahr habe ich noch ganz anders gesprochen. Daran merke auch ich, wie schnell sich Lebensvorstellungen verändern können, gerade wenn man in den Zwanzigern ist.

Welche Rolle spielt Ihr Freund Kilian dabei?

Natürlich ist er ein wichtiger Faktor.

Ich genieße es jetzt einfach so sehr, ein paar Tage zu Hause zu sein und mal nichts zu machen. Dadurch, dass ich nicht mehr monatelang in einem anderen Land lebe, sondern jetzt mehr in der Heimat bin, habe ich ein großes Stück Lebensqualität zurückgewonnen. Ich habe wieder ein Sozialleben. Was für viele selbstverständlich ist, war für mich in den letzten zehn Jahren nicht wirklich möglich. Ich habe sehr viel von meinen Freunden verpasst, das würde ich jetzt gerne wieder nachholen. Hinzu kommt ein Gefühl der Gelassenheit. Ich bin einfach sehr im Reinen mit meinem Leben. Ich habe nicht mehr das Gefühl, ich muss anderen oder mir etwas beweisen. Ich mache momentan genau die Dinge, auf die ich Lust habe.

Vor einem guten halben Jahr haben Sie gesagt, dass Kinder derzeit nicht in Ihr Leben passen, weil Sie einfach zu gerne arbeiten. Wie ist der Status heute?

Das Thema Kinder rückt näher, je mehr Stabilität ich in meinem Leben habe und je älter ich werde. Das ist eine logische Konsequenz. Trotzdem ist es schwierig vorauszusagen, wann man so weit ist. Noch bin ich 28 – ich habe also noch ein paar Jahre Zeit. (lacht)

Beruflich behält sie seit zehn Jahren den Durchblick. Lena Gercke arbeitet als gefragtes Model – und immer häufiger auch als Moderatorin

Zum Glück muss sich heute keine Frau mehr zwischen Kind und Karriere entscheiden, Heidi Klum macht es vor. Ist sie ein Vorbild für Sie?

Es ist unfassbar, was Heidi für eine Karriere gemacht hat. Sie hat eine Marke erschaffen. Sie ist eine Businessfrau mit viel Köpfchen, die genau weiß, was sie macht, und die viele richtige Wege gegangen ist. Plus: Sie ist ein Vorbild für Frauen und Mütter. Mit viel Arbeit, Fleiß und Ehrgeiz bekommt sie Familie und Job unter einen Hut und ist dabei sehr bodenständig.

Wie schaffen Sie eine ausgeglichene Work-Life-Balance?

Indem ich privat total langweilig lebe. (lacht)

Langweilig?

Ja, ich lebe sehr zurückgezogen, gehe kaum an Orte, an denen viel los ist oder wo ich erkannt werde. Ich möchte gerne so gut es geht anonym bleiben. Das brauche ich als Ausgleich.

Wann waren Sie zuletzt mit Freunden in einer Disco?

Vergangene Woche. Das war eine ganz spontane Idee und ein toller Abend. Mit Freundinnen auszugehen und einfach nur ich selbst zu sein ist großartig. Ich ziehe mich dann immer ganz unauffällig an, schminke mich kaum und hoffe darauf, das es im Club ganz dunkel ist.

Wie sieht für Sie die perfekte Auszeit aus?

Am liebsten fahre ich in die Berge und checke in einem urgemütlichen Hotel ein – bayerisch und nicht luxuriös. Ich bin aber auch wirklich gerne zu Hause. Es gibt nichts Schöneres, als sich abends in bequemen Leggings mit Kerzenschein auf das Sofa zu setzen, Tee zu trinken und Filme anzuschauen.

Lassen Sie sich auch mal von Ihrem Freund bekochen?

Na klar! Ab und zu koche ich auch mal für ihn. Aber um ehrlich zu sein, sind wir was Kochen angeht beide ein bisschen faul. Es ist einfach sehr zeitintensiv. Immerhin haben wir gerade für seine Oma zusammen einen Kuchen gebacken. (lacht)

Lena on air: Die Gesangsshow "The Voice" moderiert sie donnerstags (ProSieben) und sonntags (Sat.1) jeweils um 20.15 Uhr.

Nun sind Sie neben "The Voice" auch für "Deutschland tanzt!" (ab 12. November, 20.15 auf ProSieben) unterwegs, eine Liveshow. Wie fühlt sich das an?

Jeder Versprecher wird gesendet, nichts kann noch mal gedreht werden. Das erhöht den Druck um ein Vielfaches. Auf der anderen Seite ist es eine großartige Herausforderung. Man ist drei Stunden lang höchst konzentriert, wie in einem Tunnel, und darf sich hinterher hoffentlich über eine gelungene Show freuen und sich auch mal ein Gläschen gönnen.

Ist die Arbeit auf dem Catwalk ähnlich aufregend?

Sagen wir mal so: Bei "Deutschland tanzt!" spreche ich vor Tausenden von Menschen. Auf dem Laufsteg bin ich quasi übertrieben gesagt eine laufende Schaufensterpuppe, die nur ein paar Sekunden zu sehen ist. Klar ist das auch sehr aufregend. Aber das kann man gar nicht miteinander vergleichen.

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