Kerstin Linnartz: Deutschlands Yoga-Queen übers Muttersein

Im GALA-Interview erzählt die Moderatorin sehr persönlich über ihre Erfahrungen während der Schwangerschaft

Kerstin Linnartz mit ihrer Tochter

Seit fast einem Jahr ist Kerstin Linnartz Mutter einer kleinen Tochter. Im GALA-Interview erzählt die Moderatorin sehr persönlich über ihre Erfahrungen während der Schwangerschaft und die Stressbewältigung als Mutter. Tipps für einen fitten Körper und einen entspannten Geist gibt sie außerdem auf ihrer neuen DVD "Chakra Yoga" und der Webseite be-better.eu

GALA: Ihre Tochter wird jetzt ein Jahr alt, ihre Schwangerschaft war ist völlig problemlos verlaufen. Verraten Sie uns Ihren Trick?

Kerstin Linnartz: Ich habe während der Schwangerschaft viel Yoga gemacht. Auch deswegen hatte ich eine richtige Traumschwangerschaft. Davon bin ich überzeugt, da mein Körper schon vorher durch die langjährige Praxis so fit war. Weil man alles optimal regulieren kann. Während der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt, auch wenn es dann psychischen Stress gibt, kann man vieles beeinflussen. Ich habe in dieser Zeit, in der ja manche Frauen postnatale Depressionen bekommen oder leicht überfordert sind, bewusst meine Praxis angewendet und bin daher entspannt gewesen.

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©Gala

Also würden Sie Yoga jeder schwangeren Frau empfehlen?

Linnartz: Absolut.

Kann man auch erst während der Schwangerschaft anfangen?

Linnartz:Kann man. Besser ist es natürlich, wenn man schon vorgeübt ist. Aber besser dann erst anfangen, als gar nichts machen. Ich weiß von vielen Freundinnen, die während der Schwangerschaft erst angefangen haben im Vergleich zu anderen, die gar nichts gemacht haben, dass es mit der Geburt hilft und durch die ganze Schwangerschaft trägt – sowohl körperlich als auch mental. Also es ist wahnsinnig hilfreich.

Zum Thema Veränderungen während der Schwangerschaft. Welche hatten Sie auf dem Zettel und welche haben Sie überrascht?

Linnartz: Ich habe Freundinnen, die auch schon ein bisschen älter waren, die regelrechte Horrorschwangerschaften hatten. Ich war ja auch 38, als ich schwanger wurde. Da gilt man medizinisch als "Risiko-Schwangere", "Spätgebärende" und all diese schlimmen Worte. Ich hatte es mir anstrengender vorgestellt, mit extremeren Veränderungen gerechnet. Ich habe gedacht, ich würde viel mehr am ganzen Körper zunehmen. Tatsächlich war es aber bei mir so, dass ich bis vier Wochen vor der Entbindung eigentlich nur von vorne schwanger aussah. Man hat von hinten nichts gesehen. Ich habe zwar insgesamt 17 Kilo zugenommen, aber das war fast alles im Bauch.

Wie lange hat es gedauert, bis Sie Ihr Normalgewicht zurück hatten?

Linnartz: Ziemlich genau neun Monate. Was auch von Medizinern empfohlen wird. Ich habe keine Diät gemacht, sondern das Programm, das ich kreiert habe, selbst geübt: also sanfte Rückbildung, sanftes Abnehmen. Ich hab mir keinen Stress gemacht– selbst wenn es jetzt zwei Jahre gedauert hätte, wäre das auch fein für mich gewesen. Aber ich bin jetzt wieder genau bei meinem Ausgangsgewicht. Viel wichtiger als das Gewicht ist für mich aber der Gesamtzustand. Es wird immer so viel Wert auf den Körper und das Gewicht gelegt- dabei ist es doch vor allem wichtig, daß es einem gut geht und man glücklich ist! Denn das merkt das Baby viel mehr als ein paar Pfunde mehr. Daher geht es in meinem Programm „be Fit- Fit nach der Schwangerschaft“ auch um mentale Praxis und Entspannung.

Der Name Karuna, den sie manchmal als Zweitnamen benutzen, bedeutet „Mitgefühl“. Was bedeutet der für Sie?

Linnartz: Der Name wurde mir gegeben, als ich in einem Ashram in Orleans (Frankreich) meinen ATTC gemacht habe (Advanced Teacher Training, eine fortgeschrittene Ausbildung, Anm.). Dort ist es so, dass die Meister, mit denen du arbeitest, dich beobachten. Am Ende der Monate dort kannst du entscheiden, ob du dich einweihen lässt oder nicht. Ich habe mich erst nach 17 Jahren Yogapraxis einweihen lassen. Und die Meisterin hat mir diesen Namen gegeben. Er passt genau zu mir und ich fühle mich sehr wohl damit.

Wie schaffen Sie eine ausgeglichene Life-Work-Family Balance?

Linnartz:Das ist ein permanenter Prozess. Ich würde nie behaupten, dass ich die völlige Weisheit erreicht habe. Überhaupt nicht. Ich bin in einem intensiven Lernprozess gerade, weil ja auch bei mir privat viel passiert ist. Ich bin vom Vater meines Kindes getrennt, seit kurz nach der Geburt, und nun in einer neuen Beziehung.

Haben Sie keinen Kontakt mehr?

Linnartz: Doch. Mir ist ein guter Kontakt wichtig. Kurz nach der Geburt war ich mehrere Monate allein erziehend. Das hat natürlich Kraft gekostet. Es ist nicht leicht, mit einem kleinen Baby alleine zu sein und wieder anzufangen zu arbeiten. Mir war trotzdem wichtig, dass die Kleine ihren leiblichen Papa in ihrem Leben hat. Ich habe jetzt seit einigen Monaten einen wundervollen Partner, der von Anfang an wusste, dass ich ein Töchterchen habe. Und er hat uns von Anfang an als Doppelpack in sein Herz geschlossen. Die Kleine ihn umgekehrt auch. Das war für mich natürlich Voraussetzung. Die beiden Männer kennen sich auch.

Mit Job und Kind und frischer Trennung, das klingt sehr kraftraubend. Waren Sie Burnout-gefährdet?

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Linnartz: Nein, weil ich immer auf meine innere Stimme gehört habe. Es gibt ja verschiedene Stationen der Erschöpfung, Burnout ist da die letzte Phase. Es beginnt damit, dass man müde, erschöpft und anfällig für Krankheiten ist. Das kommt, weil oft ein übertriebener Eifer und ständige Betriebsamkeit vorher stehen. Der Kalender ist ständig voll, man hat nie Zeit und ist immer „ach so busy". Dass ein Burnout genau da anfangen kann, wird oft übersehen.

Wie sehr bestimmt ihre Kleine jetzt Ihren Terminkalender?

Linnartz:Mein Tagesablauf wird größtenteils von dem Würmchen bestimmt. Doch die Kleine ist Gott sei Dank ein extrem liebes und entspanntes Baby. Ich muss mich einfach gut organisieren. Müttern, die kurz vor dem Zusammenbruch stehen, sei gesagt: Es geht! Und das Kind und die Liebe geben einem immer ganz viel Kraft zurück.

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