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Justin Theroux im Interview Er nimmt's einfach mit Humor

Jennifer Aniston und Justin Theroux
© Getty Images
Während der "Girl On The Train"-Star mit Jennifer Aniston happy ist, sind Brangelina im Rosenkrieg. Aber was sollte denn sein Instagram-Beitrag über Brad Pitt?

Eigentlich hat er ja mit der ganzen Sache gar nichts zu tun.

Dennoch fällt sein Name zurzeit ständig, wenn es um die Trennung von Angelina Jolie und Brad Pitt geht. Seit einem Jahr ist Justin Theroux, 45, mit Jennifer Aniston, 47, verheiratet. Und damit derjenige, der sie nach der unsäglichen Scheidung von Brad Pitt im Jahr 2005 wieder glücklich machte. Und, ja, insofern ist es natürlich doch interessant, was er vom Liebes-Aus bei Brangelina hält.

Aniston selbst schweigt bisher beharrlich. Vielleicht muss sie sich allerdings demnächst vor Gericht über ihren Ex-Mann und seinen Alkoholund Drogenkonsum äußern, dies hatte sich nämlich ausgerechnet Angelina Jolie gewünscht. Justin Theroux rang sich bislang nur ein knappes Statement ab: "Alles, was ich als Scheidungskind dazu sagen kann, ist: Es ist schlimm für die Kinder." Punkt. Aus. Vorbei.

Vorerst. Dann postete Theroux auf seinem Instagram-Account ein Kunstwerk. Darauf ist neben vielen politischen Aussagen auch die Zeile "Fuck Brad Pitt" zu sehen. Ein Fluch auf den Ex seiner Frau? Eine Parteinahme im Rosenkrieg? Während Brad Pitt sich gerade immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückzieht und sich voll auf den Kampf um seine Kinder konzentriert, gab's in den sozialen Netzwerken ordentlich Wirbel. Bis Theroux klarstellte: "Nein, dieser Post soll niemanden kritisieren. Ich bin doch nicht elf!"

Dieses Bild von Street Art-Künstler Nick Flatt zeigte Theroux auf Instagram – und alle dachten, er sende damit eine Botschaft an Brad Pitt
Dieses Bild von Street Art-Künstler Nick Flatt zeigte Theroux auf Instagram – und alle dachten, er sende damit eine Botschaft an Brad Pitt
© instagram.com/justintheroux

Souverän und humorvoll gekontert. Genauso gibt sich Justin Theroux, der aktuell in der Bestsellerverfilmung "Girl On The Train" zu sehen ist, auch im Gespräch mit GALA . Und was er über Jennifer Aniston sagt, klingt überzeugend so, dass Brangelina im Leben der beiden einfach keine Rolle spielt. Dafür haben sie viel zu viel Spaß.

Woher haben Sie Ihren Sinn für Humor?

Ich bin inmitten lauter schräger Menschen aufgewachsen. Außerdem war ich früher immer recht klein für einen Jungen und kam spät in die Pubertät. In der Schule wurde ich dauernd aufgezogen. Da musste ich mich mit anderen Waffen wehren. Meine Faustschläge waren zarte Liebkosungen. (grinst)

Sie waren also der Schrägste der Klasse, ein Winzling und Spätentwickler?

Und wie! (lacht) Ich war nicht nur klein, sondern hatte auch noch so eine hohe, piepsige Stimme. Ich gehörte nie zu den Coolen. Auch mein Klamotten und Musikgeschmack war anders. Deshalb wollte ich ja immer schon unbedingt nach New York. Denn ich wusste: Dort konnte ich so sein, wie ich wollte.

Nach New York sind Sie dann ja tatsächlich gegangen.

Genau. Ich habe zwei Abschlüsse gemacht, in Schauspiel und Bildender Kunst, und wollte versuchen, damit im Big Apple was zu werden. Das hat auch geklappt. Ich habe als Grafiker Werbeplakate für Klubs und Restaurants gestaltet oder bei der Inneneinrichtung geholfen. Ich ging aber auch immer wieder zu Castings.

Haben Sie denn auch mal klassisch als Kellner gejobbt?

Na klar, als Kellner, als Barkeeper und oft auch auf dem Bau, bei Abrissarbeiten. Ich habe mir geschnappt, was auch immer sich anbot. Allmählich habe ich dann immer mehr fürs Theater gearbeitet, bekam aber auch oft kleine Rollen beim Film.

Justin Theroux
© Getty Images

Verliebten Sie sich so immer mehr ins Schauspielfach?

Ich war in alles Kreative verliebt! Wäre ich als Künstler erfolgreich geworden, hätte ich auch diese Richtung eingeschlagen. So blieb die Kunst immer mehr auf der Strecke. Privat zeichne ich noch regelmäßig, ich trage immer ein Skizzenbuch bei mir.

Und irgendwann verliebten Sie sich auch in Ihre heutige Ehefrau. Erinnern Sie sich, wann Sie das erste Mal auf Jennifer aufmerksam wurden?

Klar! Als die TV-Serie "Friends" groß herauskam, ist sie mir natürlich aufgefallen. "Friends" war ja ein Megahit.

Begegnet sind Sie sich dann 2008 beim Dreh der Action-Comedy "Tropic Thunder".

Auf Hawaii, genau. Jen machte dort Urlaub mit ihrer Freundin Courteney Cox. Robert Downey Jr., der die Hauptrolle spielte, lud mich ein, ihn zum Essen mit Jennifer, Courteney und David Arquette zu begleiten. Ich war an dem Abend aber so erledigt, dass ich kaum einen geraden Satz rausbrachte.

Wann kam Herzklopfen ins Spiel, beim ersten Date?

Ich habe Jen nie zu einem speziellen Date ausgeführt. In L.A. war ich ja oft bei ihren Pizza-Partys, die sie gern veranstaltet. Auch als nur wir beide das erste Mal abends allein essen waren, im "Chateau Marmont Hotel", war das für mich nicht wie ein klassisches Date. Es war ein "Ich hänge mit Jen ab". Aber das wurde dann immer schöner …

Wie haben Sie es geschafft, Jennifer zu beeindrucken?

Gute Frage! Wie sehr wir zusammen lachen können, das beeindruckt uns beide sehr. Und sie hält mich für talentiert, keine Ahnung, ob das zutrifft. Jedenfalls gestehen wir einander viel Respekt für unsere Arbeit zu. Was mich an ihr so beeindruckt ist, mit wie viel Hingabe sie ihren Job macht. Und wie unglaublich lieb sie ist. Sie ist ein durch und durch gütiger Mensch und hat viel Mitgefühl. Vor allem nimmt sie sich selbst gern mal auf die Schippe. Es ist ein großer Bonus, ein Mädchen als Frau zu haben, die es schafft, dass du vor Lachen keine Luft mehr kriegst.

Also war's bei Ihnen genau umgekehrt: Da hat der Mann eine Frau gesucht, die ihn zum Lachen bringt?

Genau! Unser Humor ist ziemlich fein aufeinander abgestimmt, wir beide verstehen es verdammt gut, uns gegenseitig zum Lachen zu bringen. Und wenn wir erst mal über einen Witz in Gelächter ausbrechen oder sogar einen Lachkrampf haben, dann gibt's kaum was Lustigeres.

Gala


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