Josh Groban: "In Deutschland gibt es keine Grenzen"

Josh Groban hat rund 25 Millionen Alben und DVDs verkauft und gehört damit zu den erfolgreichsten männlichen Sängern der Welt. Mit Gala.de sprach er über seine deutschen Fans und verriet, warum er Angela Merkel gerne treffen würde

Josh Groban ist in den USA ein absoluter Superstar. "Billboard" führt ihn auf Platz 14 der meistverkauften Acts des 21. Jahrhunderts. Auch in Deutschland wird seine Fangemeinde immer größer. Am Freitag (8. März) erscheint hier sein sechstes Studioalbum "All That Echoes". Im Gegensatz zu seinen letzten Alben ist es rockiger, schneller, aber trotzdem bleibt sich Josh Groban treu. Wie es dazu kam und warum er findet, dass die deutschen Fans die besten Fans der Welt sind, wollten wir genauer wissen.

Sie haben über 25 Millionen Alben verkauft. Vor kurzem veröffentlichten Sie Ihr neues Album „All That Echoes“ und es landete in den USA, in Kanada und in Südafrika sofort auf Platz eins der Charts. Wie fühlt sich das an?

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Es fühlt sich großartig an. So etwas ist nicht selbstverständlich. Es ist mein sechstes Album. Dass die Fans es so sehr mögen, ist toll. Ich hatte sehr viel Spaß dabei, das Album aufzunehmen. Wenn man also fertig damit ist, sagt man sich "Ok, was immer passieren wird, passiert" und wenn man dann diese Chartposition sieht, ist das eine große Erleichterung.

Warum der Titel „All That Echoes“?

Es ist schwer ein Wort oder einen Satz zu finden, der für die ganze Arbeit steht, die man geleistet hat. Das Wort "Echoes" erscheint in ein paar unterschiedlichen Songtexten in diesem Album und ich dachte einfach "All That Echoes" ist ein lyrischer Satz, keine Angst zu haben, alle Ideen fliegen zu lassen, oder all die verschiedenen Töne durch den Raum hallen zu lassen. Wir wollten außerdem eine Live-Atmosphäre erschaffen. Für mich verkörpert "All That Echoes" loszulassen und frei zu sein.

Sie sagten einmal, das Album soll Ecken und Kanten haben, Ihnen aber trotzdem treu bleiben. Wie ist Ihnen das gelungen?

Ich denke zuallererst durch die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Rob Cavallo. Er ist hauptsächlich für Rock- und Popmusik bekannt und ist etwas gröber in seinem Produktionsstil. Ich habe aber trotzdem gesungen wie immer und trotzdem ein Orchester benutzt - genau das fand ich so interessant. Auf der einen Seite des Raums waren die E-Gitarristen und Schlagzeuger, auf der anderen hatten wir eine Harfe, ein Cello und Violinen. Sie prallten also in einer Weise aufeinander, die für mich sehr überraschend war. Und wenn man die Möglichkeit hat, so etwas zu sehen, merkt man schnell, dass es etwas ganz Besonderes ist. Es ist sehr anders, aber es war genau das, was wir wollten.

Das Album "All That Echoes" ist ab 8. März erhältlich

Wie schreiben Sie neue Lieder?

Meistens passiert es genau dann, wenn man es nicht erwartet. Wenn man unter der Dusche steht oder wenn man im Flugzeug sitzt. Am seltensten funktioniert es, wenn man sich ans Klavier setzt und sagt "Ok, jetzt musst du einen Song schreiben". Man muss warten. Und dann gibt es da diesen Moment kurz vor dem Einschlafen und plötzlich schießt einem diese Melodie in den Kopf und man muss sofort aufstehen und sie aufschreiben.

Das letzte Stück auf dem Album ist ein Cover von Stevie Wonders Hit "I Believe". Wissen Sie, was er davon hält?

Ich habe schon einen anderen Song von ihm auf meinem letzten Album gesungen. Außerdem hatte ich schon mehrmals die Möglichkeit für ihn zu singen und er war immer sehr nett. Ich weiß nicht, ob er diese Version schon gehört hat, aber ich hoffe natürlich, dass er sie mag. Seine Lieder sind so großartig und so allgemeingültig. Ich liebe es, wie er über die Liebe schreibt.

Sie haben sogar für den Papst und Barack Obama gesungen. Wie ist es für derart bekannte Persönlichkeiten zu singen?

Es ist eine Ehre. Man wird sehr nervös, aber gleichzeitig versucht man, es einfach aus seinem Kopf verschwinden zu lassen und seinen Job zu machen. Für mich ist es ein großes Geschenk, einige meiner persönlichen Helden zu treffen. Es ist einfach wundervoll.

Könnten Sie sich also auch vorstellen, für unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel zu singen?

Ja, das wäre toll. Ich würde sie sehr gerne treffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie ein großer Musikliebhaber ist. Also ja, es wäre fantastisch.

Singende Schauspieler

Diese Stars haben Musik im Blut

In der Schauspielbranche ist Kiefer Sutherland kein unbeschriebenes Blatt, wurde mehrfach für seine schauspielerischen Leistungen ausgezeichnet. Doch auch musikalisch hat der 52-Jährige einiges auf Lager. 2016 brachte er das Album "Down in a Hole" auf den Markt. 
Mit seiner Band "The Jazz Kids" tritt Schauspieler Tom Schilling in Hannover auf. Es gibt sogar ein Debütalbum, mit dem Namen "Vilnius".
Überraschungsgast bei Coldplay: Chris Martin bittet plötzlich Schauspieler Michael J. Fox auf die Bühne. Gemeinsam spielen sie die Hits aus dem Film "Zurück in die Zukunft".
Im Kino ist Bruce Willis meistens dafür zuständig die Welt zu retten. Auf der Bühne beweist der Schauspieler aber auch seine musikalische Seite. Seine Platte "The Return of Bruno" beispielsweise ist mit Platin ausgezwichnet worden.

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Ihre Konzerte werden ja hauptsächlich von weiblichen Fans besucht. Ist es in Deutschland genauso?

Ich denke es ist ein guter Mix. Meistens bringen die Frauen ihre Ehemänner oder Freunde mit. Ich will, dass alle eine tolle Zeit haben. Wenn also eigentlich nur die Hälfte richtige Fans sind, ist es mein Ziel, dass am Ende des Abends alle Fans sind. In Deutschland ist die Live-Energie wahnsinnig. Wir sagen immer, dass hier das beste Publikum der Welt ist. Egal, ob männlich, weiblich, Klassik, Pop oder Rock, in Deutschland gibt es keine Grenzen.

Erinnern Sie sich an einen besonderen Moment während eines Konzerts hier in Deutschland?

Ja. Als wir zum ersten Mal in Frankfurt gespielt haben waren wir im Opernhaus und dachten "Oh nein, es ist ein Opernhaus, jeder wird sehr ruhig sein, es wird total langweilig". Aber die Zuschauer hatten Plakate, die sie von den Balkonen hängen ließen. Die sind völlig durchgedreht in dieser Oper. Wir mussten einige Zugaben spielen, doch irgendwann gingen uns die Lieder aus. Als wir von der Bühne gingen, schlossen wir den Pakt, dass wir immer wieder hierher zurückkommen mussten.

In Amerika werden Sie bestimmt ständig erkannt. Wie ist es hier in Deutschland?

Es ist okay. Ich habe hier nicht wirklich viel Zeit, um auszugehen. Ich bin im Hotel und gebe Interviews. Letztendlich bin ich hier, weil ich meine Musik hier bekannter machen will. Ich bin eine sehr private Person, ich mache mir also nichts aus Ruhm. Wofür ich mich interessiere ist, dass ich jedes Mal wenn ich hier herkomme, mehr Fans habe. Darum mache ich das schon so viele Jahre. Man kann die berühmteste Person sein und plötzlich ist man verschwunden.

Sie sagten es werden immer mehr Fans. Ihre Konzerte hier sind im Vergleich zu denen in den USA allerdings noch etwas kleiner. Wie ist das für Sie?

Der Sound ist besser. Ich denke es ist auch schöner für das Publikum. Es ist intimer. Die Energie ist allerdings gleich.

Sie singen auf Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Wie wäre es mit Deutsch?

Josh Groban ist für jeden Spaß zu haben

Sehr gerne. Vielleicht wenn ich für Angela Merkel singe (lacht). Ich muss nur das beste deutsche Lied finden.

Jetzt versuchen Sie, Europa zu übernehmen. Wie sieht der Masterplan aus?

Ich würde nicht sagen, dass ich versuche Europa zu übernehmen. Ich komme mittlerweile seit zehn Jahren hier her. Es ist immer toll zu reisen und die Möglichkeit zu haben, diese tollen Städte zu besuchen. Ich habe also keinen Plan, außer mit der Musik weiterzumachen und für die Fans zu singen.

Dieses Jahr gehen Sie noch auf große Tour. Im Juni geben Sie vier Konzerte in Deutschland. Was können wir erwarten?

Ich denke die Fans können eine tolle Live-Show erwarten, denn ich glaube die Songs sind live der Wahnsinn. Ich mag eine lockere Atmosphäre bei den Konzerten, also mit dem Publikum zu reden oder wenn mir Fragen gestellt werden. Ich mag es, wenn nicht jede Show exakt gleich ist.

Haben Sie irgendwelche Rituale, bevor Sie auf die Bühne gehen?

Ähm, ich töte eine Ziege. Ich trinke ihr Blut (lacht). Nein, viel Wasser und hoffentlich viel Schlaf. Mein Ritual ist es auf der Bühne zu stehen, denn backstage ist es langweilig.

Im Video zur aktuellen Single "Brave" kann man einen Blick hinter die Kulissen erhaschen. Es zeigt Josh Groban während der Aufnahmen zum neuen Album, das ab 8. März 2013 erhältlich ist.

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