Jessica Biel: "Hochzeit? Die kann warten"

Seit acht Monaten ist Jessica Biel die Verlobte von Justin Timberlake – diesen Zustand will sie möglichst lange auskosten. Mit "Gala" sprach sie ungewöhnlich offen über ihre Liebe und ihre Pläne

Sie ist wunderschön,

wirkt oft aber auch spröde und – sorry! – fast ein wenig langweilig: Deshalb löste der Name Jessica Biel bei mir bisher ambivalente Gefühle aus. So ist es auch noch, als ich vor der Suite des "Adlon" auf die Begegnung mit der 30-jährigen Schauspielerin warte. Vor allem eine Frage schwirrt mir im Kopf herum: Wird Jessica Biel, die in Berlin für ihren Science-Fiction-Film "Total Recall" wirbt, das Interview sofort abbrechen, sobald ich sie auf Justin Timberlake anspreche? Eine unbegründete Sorge, wie sich herausstellt: Ganz entspannt spricht sie über ihre Beziehung mit dem Sänger und Schauspieler. Timberlakes Heiratsantrag im Dezember 2011 hat sie offenbar verwandelt. Spröde war gestern – heute verzaubert Jessica Biel mit Charme und Warmherzigkeit.

In Ihrem neuen Film lassen Sie es ordentlich krachen,und ich muss sagen: Die knallharte Draufgängerin steht Ihnen wirklich gut.

Oh, danke! Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich als geborene Sportskanone einen extrem ausgeprägten Bewegungsdrang habe und es liebe, wenn ich mich auch im Job ordentlich auspowern kann.

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Nach der fünfjährigen On-Off-Beziehung von Jessica Biel, 30, und Justin Timberlake, 31, hatten die wenigsten noch an ein Happy End geglaubt. Sie wurden eines Besseren belehrt ...

Und wenn Ihnen mal der Sinn nach Entschleunigung steht? Wo können Sie ganz Sie selbst sein?

Eigentlich nur, wenn ich zu Hause die Tür hinter mir schließe. Oder wenn ich in meinem Heimatstädtchen Boulder in Colorado Urlaub mache. Dort lebte schon meine Oma, dort wurde meine Mama geboren. In Boulder interessiert sich niemand für die Hollywood-Schauspielerin. Dort bin ich einfach nur die Jes von nebenan.

Was ist für Sie ein Moment puren Glücks?

Wenn ich mit meiner Hündin Tina – sie ist ein Staffordshire-Terrier – zu Hause in Löffelchenstellung auf dem Boden liege, sie ausgiebig an den Ohren kraule, Tina mich dabei immer wieder ansieht und mir mit ihrem Blick sagt: "Wehe, wenn du jetzt aufhörst!" Dann vergesse ich alles um mich herum. Hunde erden mich. Die bedingungslose Liebe von Tieren ist etwas Wunderbares.

Apropos Liebe: Ihr Diamant-Verlobungsring sieht wirklich toll aus …

Nicht wahr? Den hat Justin für mich entworfen.

Sie sind seit Weihnachten 2011 verlobt. Wann werden Sie heiraten?

Hochzeit? Die kann noch warten! Ich genieße das Gefühl des Verlobtseins nämlich sehr. Ich habe so lange auf diese eine Frage gewartet – da ist es doch verständlich, dass ich den jetzigen Zustand erst mal auskosten möchte, oder? Nein, ich habe es nicht eilig.

Wenn es dann aber so weit sein sollte ...

… dann wünsche ich mir eine kleine, intime Feier im engsten Freundes- und Familienkreis. Auf den ganzen Hollywood-Kram habe ich keine Lust. Vielleicht heiraten Justin und ich so still und heimlich, dass es fast gar keiner mitkriegt. Wer weiß? (lächelt)

Was bedeutet ihnen Romantik?

Sehr viel! Ich bin extrem romantisch veranlagt.

Und deshalb glauben Sie sicher auch an die eine große Liebe fürs Leben?

Zumindest möchte ich daran glauben, dass so etwas möglich ist. Meine Eltern, die seit 25 Jahren glücklich verheiratet sind, sind da meine Vorbilder. Klar ist das alles nicht immer einfach. Meine Mama hat es mir immer schon gesagt: So groß die Liebe sein mag – von Zeit zu Zeit bringt sie auch harte Arbeit mit sich.

Zwischen Ihnen und Justin kracht es also auch mal?

Natürlich! Aber eine gesunde Beziehung muss dicke Luft aushalten können. Ich finde es jedenfalls extrem verdächtig, wenn Paare damit angeben, dass sie sich angeblich nie streiten. Dann stimmt da in meinen Augen irgendwas nicht.

Sie wirken immer so cool – ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Sie mal stinksauer sind und losbrüllen.

Das passiert tatsächlich nur sehr selten. Aber wenn zum Beispiel jemand vor meinen Augen einen Hund tritt, dann werde ich zur Furie. Andererseits: Wenn jemand zum Beispiel auf einer Party dämliche Witze auf meine Kosten macht, werde ich erst mal auffällig wortkarg. Dann wissen alle, die mich gut kennen, was die Stunde geschlagen hat. Dann herrscht Alarmstufe Rot!

Jessica Biel und "Gala"-Redakteur Alexander Nebe nach dem Interview in Berlin.

Was mögen Sie an Ihrem Verlobten ganz besonders?

Da könnte ich Ihnen jetzt ewig vorschwärmen...

Ich bitte darum!

Jessica Biel

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Justin ist ein unglaublich sensibler Mann, der sich auf jede Stimmung einstellen kann. Er spürt sofort, wenn es mir mal nicht so gut geht und gibt mir dann neue Kraft. Justin lässt mir Freiräume, wenn ich sie brauche. Und ich liebe es, wie mitfühlend er ist. Zynismus ist ihm völlig fremd. Ach ja, sein Humor und sein Body sind natürlich auch nicht zu verachten …

Und was nervt Sie an ihm?

Oh, da gehe ich jetzt lieber nicht ins Detail. Nur so viel: Männer und Frauen sprechen einfach nicht dieselbe Sprache. Wir Ladys verstehen die Gentlemen nicht – und sie verstehen uns nicht. Im Grunde braucht jedes Paar einen Dolmetscher. Das kann ganz schön nerven. Aber dann kommt der Kerl mit einem Lächeln auf dich zu, nimmt dich in den Arm, gibt dir einen Kuss – und dir wird klar, dass Männer schon was Tolles sind. Trotz allem.

Alexander Nebe

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