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Jana Beller "Ich weiß, ich kann es schaffen"

Jana Beller
Jana Beller
© Det Kempke
Für ihren Alleingang, den Ausstieg aus der Management- Agentur von Heidi Klums Vater, wurde Jana Beller heftig kritisiert. In "Gala" spricht sie über ihre Pläne, ihre Power und die Liebe zu ihrem Freund

Vorsichtig ist sie geworden

. Im Interview tastet sich Jana Beller regelrecht durch ihre Sätze. Oft hält sie inne, überlegt und schenkt ihrem Gegenüber dann erst mal ihr schönes Lächeln. Die Situation ist ja auch ungewohnt für die Newcomerin - und alles andere als einfach. Ihre Trennung von der Günther-Klum-Agentur, die automatisch alle "Germany’s next Topmodel"-Teilnehmerinnen unter Vertrag nimmt, sorgte für Aufregung, Kontroversen, Kritik. So schnell wie Jana, nämlich nach nur knapp zwei Monaten, hat sich noch nie eine GNTM-Siegerin von ihren Entdeckern getrennt. Nach dem Gespräch mit "Gala" fühlt sich Jana gut - und ist dann beim exklusiven Fotoshooting in München vollkommen in ihrem Element.

Ihr Ausstieg bei der Agentur von Günther Klum hat hohe Wellen geschlagen. Wie geht es Ihnen jetzt?

Ganz gut. Ich bin froh, dass die Sache durchgestanden ist, dass sich die Dinge beruhigt haben und alles ins rechte Licht gerückt worden ist.

Sie sind 20 Jahre und noch recht unerfahren im Model- Geschäft. Waren die Erfahrungen der vergangenen Wochen eine Art Crash-Kurs in Sachen Erwachsen-Werden?

Ich sag’s mal so: Ich habe in ganz kurzer Zeit ganz viel gelernt.

Zum Beispiel?

Mit so einer stressigen Situation umzugehen. Das nicht an sich heranzulassen. Der Trubel, der plötzlich losging, hat mich natürlich belastet. Das war nicht einfach.

Ihnen wurde vorgeworfen, dass Sie unzuverlässig seien und dass Ihr Freund Dimitri sich zwischen Sie und die Klums gedrängt habe.

Was da geschrieben wurde, stimmt einfach nicht, aber wir wussten ja, dass es falsch war. Es musste wohl einen Schuldigen geben. Ich wollte den Ausstieg auch nie an die große Glocke hängen, aber es ist dann halt passiert. Ich kann nur sagen, dass mein Freund niemals vorhatte, mich zu managen. Er studiert Wirtschaft und hat gar keine Zeit dafür. Klar gab er mir Ratschläge und stand mir zur Seite - wie es auch meine Familie getan hat.

Befreites Lachen: Jana Beller in der Brasserie "Oskar Maria" des Münchner Literaturhauses. In München sitzt auch ihre neue Model
Befreites Lachen: Jana Beller in der Brasserie "Oskar Maria" des Münchner Literaturhauses. In München sitzt auch ihre neue Model-Agentur.
© Det Kempke

Wie sehr belasten solche Schlagzeilen eine Beziehung?

Wir sind ja bereits seit drei Jahren zusammen. Die Sache hat uns nur noch mehr zusammengeschweißt. Mein Freund ist eine sehr wichtige Stütze für mich. Wir telefonieren täglich, wenn ich weg bin, und skypen viel.

Gab es einen bestimmten Moment, in dem für Sie klar war, dass Sie die Agentur von Günther Klum verlassen wollen?

Nein, gab es so in dem Sinne nicht. Aber nach der Berliner Fashion Week im Juli war das für mich klar, da habe ich mich nach neuen Agenturen umgesehen. Mir haben einfach die internationalen Kontakte gefehlt.

Aber das "Topmodel"-Konzept ist doch bekannt. Auch dass noch nie eine Kandidatin eine internationale Karriere hingelegt hat.

Ich kannte "Topmodel" natürlich, aber wie die Agentur aufgestellt ist, war mir nicht klar. Daran habe ich auch gar nicht gedacht, als ich mich beworben habe. Ich habe da eine Möglichkeit gesehen, in den Job hineinzukommen, mich weiterzuentwickeln. Hätte ja sein können, dass ich nach zwei Folgen nicht mehr dabei bin. Die Show war ein tolles Sprungbrett für mich. Ohne die wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Dafür bin ich Heidi sehr dankbar.

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Was erwidern Sie den Zweiflern, die glauben,Sie hätten "Topmodel" nur als Eintrittskarte ins Business benutzt?

Zweifler sollen weiter zweifeln, wenn sie sich von den Tatsachen nicht überzeugen lassen.

Wie geht es für Sie in den nächsten Tagen weiter?

Ich werde viele Test-Aufnahmen machen, meine Sedkarte fertigstellen und an meinem Buch arbeiten. Ende August werde ich dann nach Mailand fliegen und mich dort für die Fashion Week, die im September stattfindet, bei den Designern und Herstellern vorstellen. Ich hoffe natürlich, dass ich für einige Shows gebucht werde. Und dann gibt es bereits die eine oder die andere Anfrage, aber das ist noch nicht vollständig geklärt.

Wo sehen Sie sich in Zukunft?

Ich denke, als Model muss man vielseitig sein. Ich würde gern in den hochwertigen Fashion-Bereich hinein. Auf Shows laufen und Kampagnen machen. Mal sehen, wie sich das entwickelt, aber ich bin ganz zuversichtlich.

Ihr Freund lebt in Karlsruhe, ihre Agentur sitzt in München, ihre Familie lebt im westfälischen Haltern am See. Wo werden Sie in Zukunft Ihre Basis haben?

Obwohl ich jetzt von "Louisa Models" gemanagt werde, heißt das ja nicht, dass ich nach München ziehen muss. Düsseldorf könnte ich mir gut vorstellen. Das ist wegen des Flughafens ganz günstig für den Job, und es liegt nicht zu weit entfernt von meiner Familie. Aber ich habe mit der Wohnungssuche noch nicht angefangen.

"Der Trubel hat mich natürlich belastet. Aber mein Freund und meine Familie standen mir zur Seite." sagt Jana Beller über die Er
"Der Trubel hat mich natürlich belastet. Aber mein Freund und meine Familie standen mir zur Seite." sagt Jana Beller über die Ereignisse der letzten Zeit.
© Det Kempke

Als Model ist man viel auf Reisen. Leiden Sie unter Heimweh?

Ich war jetzt fast drei Monate am Stück unterwegs und habe das auch gut geschafft. Nein, ich leide nicht doll unter Heimweh.

Sie möchten im Ausland Karriere machen, haben Sie gesagt. Welche Stadt würde Sie am meisten reizen?

New York. Ich war noch nie da, aber das wäre natürlich ein Traum. Dort sitzen alle bedeutenden Agenturen, und die Stadt ist der Wahnsinn.

Wenn Sie das ideale Fotoshooting zusammenstellen dürften - welcher Fotograf wäre Ihr absoluter Wunschkandidat?

Steven Meisel. Der Mann ist eine Legende. Ich mag die Art, wie er die Menschen und Dinge inszeniert.

Welche Models sind Ihre Vorbilder?

Claudia Schiffer, Karoline Kurková, aber auch Julia Stegner, die ebenfalls bei meiner neuen Agentur gemanagt wird. Den Weg, den Julia oder Eva Padberg gegangen sind, den will ich auch gehen. Ich weiß, ich kann es schaffen.

Haben die Ereignisse der vergangenen Wochen Ihre Karriere in Deutschland beschädigt?

Es war meine Entscheidung, die Zusammenarbeit mit Herrn Klum zu beenden. Dazu stehe ich, und ich glaube nicht, dass das meine Karriere erschwert. Wir werden sehen.

Was macht Sie glücklich?

Mein Freund. Meine Familie. Und dunkle Schokolade mit Nüssen …

Klingt so, als würden Sie nicht sehr strikt auf Ihre Ernährung achten. Sind Sie in der Hinsicht entspannt?

Es geht. Ich habe das Glück, dass Chips und Süßigkeiten nicht doll bei mir anschlagen, wenn ich es nicht übertreibe. Hauke Herffs

gala.de


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