James Bay: "Ich werde mich auf keinen Fall verändern"

Im Interview mit GALA spricht der Chartstürmer über seinen Erfolg und wie er mit der Rolle als "Sexiest Singer alive" umgeht

James Bay

2015 überrollte der Brite James Bay die internationalen Charts mit seinem Album "Chaos and the Calm" und seinen Hits "Let it Go" und "Hold Back the River". 2016 will er noch eine Schippe drauflegen. GALA traf den sympathischen Sänger beim Konzert in Hamburg.

Stimmt es, dass Deine Karriere erst richtig an Fahrt gewann, als ein Fan ein Video von dir hochgeladen hat?

James Bay bei den BRIT Awards 2016 in London

Ich hatte damals nicht wirklich Fans, als das passierte. Ich war überhaupt nicht bekannt, bin nur durch London gelaufen und habe Open-Mic Nights gespielt. Eines Abends kam dieser Kerl rein, bestellte sich einen Drink, ich spielte den Song zu Ende, und er muss den Song gemocht haben. Er holte seine Kamera raus und filmte den zweiten Song, den ich spielte. Nur 20 Menschen schauten sich später den Clip an, aber zwei waren von Plattenfirmen in New York, und so bekam ich einen Vertrag. Also man braucht nicht viele Followers, nur die richtigen.

Wie wichtig ist Social Media für dich heute?

Das Internet ist übermächtig und alle leben im Internet – Wenn du Leute erreichen willst, dann musst du es nutzen. Aber ich will dem Internet jetzt nicht alles zuschreiben. Ich hoffe, es wird weiterhin Radio und Live Musik geben. Aber ich habe keine Ahnung, ob mich ohne das YouTube-Ding irgendeine Plattenfirma je gefunden hätte.

Dir wird oft der Titel "Sexiest Singer alive" zugesprochen – freut dich das?

Mich stört das nicht, ich kann das nicht verhindern. Wir lachen darüber und machen einfach weiter. Ich werde mich aber auf keinen Fall verändern. Wenn Leute das denken – großartig, aber mir ist es tatsächlich egal.

Wie würdest Du deine Fans beschreiben?

Viele junge Mädchen, aber auch einige Paare. Aber auch ältere Leute, die seit den 60ern und 70ern Musik hören und Gitarren mögen.

Und es wird immer viel geschrien...

Ja, es wird sehr viel gekreischt. Aber das Coole ist, es gibt auch viel Stille. Und das will ich. In manchen Momenten möchte ich einfach crazy sein und dann gibt es wieder die ruhigen Momente– das ist eine gute Mischung und eine gute Dynamik zwischen dem Publikum und dem Künstler, und das macht einen großartigen Gig aus.

James Bay auf der Bühne bei einem Auftritt in London.

Bekommst du viele Heiratsanträge?

Ja, jeden Tag. Aber nur wenn ich auf Twitter gehe. Da sind viele Heiratsanträge.

Was ist mit Unterwäsche per Post?

Keine Unterwäsche. Obwohl – da war aber irgendwann mal ein BH. Aber nicht wirklich...das ist aber ok für mich.

Ist es einfacher für einen Promi wie dich oder einen Normalsterblichen, die große Liebe des Lebens zu finden?

Zum Glück hatte ich meine Freundin schon gefunden, bevor ich bekannt wurde. Wenn du berühmt bist, weißt du nie, warum dich jemand mag oder auf was es diese Person abgesehen hat. Dann ist es sehr schwer, nicht einsam zu werden.

Was gefällt dir am meisten an deinem Künstlerleben?

Das ändert sich ziemlich häufig, aber im Moment mag ich am liebsten, neue Songs live zu spielen. Seitdem meine Fangemeinde wächst, ich im Radio gespielt werde und mehr Leute mich hören – da macht es auch mehr Spaß, live zu spielen. Ich möchte die Reaktionen sehen, denn ich arbeite sehr hart an diesen Sachen.

Hindern dich die vielen Konzerte daran, kreativ zu sein?

Nein. Ich habe immer eine Gitarre bei mir, um jeder Zeit spielen zu können. Aber ich freue mich darauf, wenn dieses ganze Touren vorbei sind und ich nach Hause gehe und Songs schreibe. Keine Interviews, kein Radio, kein Fernsehen, keine Tour – einfach nur für eine Weile privat sein.

Hast Du ein Ritual, wenn Du Songs schreibst?

Ich brauche die Einsamkeit. Die besten Ideen für einen Song hatte ich bis jetzt immer als erstes am Morgen oder als letztes in der Nacht. Wenn ich aufwache, gehe ich direkt zu meiner Gitarre. Die ist noch wichtiger als die erste Tasse Kaffee.

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche