Heike Makatsch im GALA-Interview: "Hier wird halt ohne Scham zelebriert und inszeniert"

Die L'Oréal Paris-Markenbotschafterin verriet GALA, wie man über den härtesten roten Teppich der Welt bewältigt und warum sie dem deutschen Wettbewerbsbeitrag große Gewinnchancen einräumt

GALA-Society-Kolumnistin Hili Ingehoven traf Heike Makatsch in Cannes.

Wie oft waren Sie schon in Cannes?

Für L'Oréal ist es jetzt bereits das vierte Jahr in Folge. Ich habe das Gefühl, dass ich hier immer mehr Zuhause bin und alles fühlt sich sehr familiär an. Am Anfang ist man immer noch ein bisschen schüchtern und denkt: Wow, woher kommen die ganzen schönen Frauen? Das legt sich aber schnell.

"Toni Erdmann" wird als Sensation gefeiert.

Ich hatte ihn schon in Deutschland gesehen, mit ganz wenigen Leuten im Kino. Als ich ihn sah, dachte ich streckenweise: Das ist der perfekte Film! Da kommt plötzlich ein Film, der die Befindlichkeit einer Generation aufgreift: Heute versuchen alle nur noch zu funktionieren, perfekt und erfolgreich zu sein. Man ist kaum noch kritisch oder widerständig. Das so was aus unserem Land kommt, das zeigt eine spannende Entwicklung. Die Magie dieses Films hat gestern glaube ich alle erfasst. Großartige Leistungen der Schauspieler, Sandra Hüller könnte wirklich was gewinnen, so klug hat sie gespielt. Eine deutsche Regisseurin in Cannes - was für eine prima Kombination!

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Was ist für Sie das Besondere an Cannes?

Hier wird halt ohne Scham zelebriert und inszeniert. Es wird Rockmusik auf dem Red Carpet gespielt und die opulentesten Kleider sind gerade gut genug. Hier wird Schönheit gefeiert. Egal ob ein Film dabei ist oder nicht – Hauptsache die Frauen sehen toll aus. Auch wird der Film ganz anders geliebt und seine Stars werden verehrt - einfach alles ohne Limit. Und da passt es natürlich perfekt, dass im Hintergrund das Meer als Kulisse glitzert.

Besonders schönes Cannes-Erlebnis?

Ich wohne immer einen Tag in Cap d’Antibes, da ist es ganz ruhig und man kann morgens idyllisch am Meer frühstücken. Sozusagen die Ruhe vor dem Sturm. Und dann kommt man hier ins Hotel Martinez, schaut von seinem kleinen Balkon runter und plötzlich sitzen da Liam Gallagher und Naomi Campbell und man denkt: Wo bin ich denn hier gelandet! Diesen Kontrast finde ich toll.

Wie frankophil sind Sie?

In Frankreich gibt es schöne Frauen, tolle Filme und exzellenten Rotwein – mit allem kann ich etwas anfangen.

Wie bewältigen Sie den härtesten roten Teppich der Welt?

Das ist ja mein Auftrag, hier rüber zu laufen. Ich sehe das als Schauspielerjob: Man wirft sich in ein Kostüm, eins das mich trägt und das meine Persönlichkeit hervorholt. Ich habe mich für Kaviar Gauche entschieden.

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