Heidi Klum: Seht her, Mädels!

Was Heidi Klum ihren GNTM-Kandidatinnen abverlangt, das macht sie auch selbst: riesige Herausforderungen lächelnd meistern - und dabei schön aussehen. Gala besuchte sie beim Dreh eines Spots in L. A.

Gemächlich rollt der Touristenbus

über das Gelände der Universal Studios. Die Besucher haben ihre Kameras gezückt, hoffen auf die Begegnung mit einem Hollywood-Star. Als sie "Stage 28" passieren, winkt ihnen eine blonde Schönheit lachend zu. "Das ist doch Heidi!", ruft jemand. Stimmt. Alle jubeln. Der Traum von der Begegnung mit einem Star ist wahr geworden.

Germany's Next Topmodel

Heidi Klum und ihre Mädchen

Staffel 11  Kaum sind die Castings in Deutschland vorbei, da wird schon wieder geshootet, was das Zeug hält. Hinter der Kamera gibt Heidi Klum ihren in neonpink gekleideten Models Tipps. Der Spaß kommt dabei natürlich nicht zu kurz.
Ganz der Profi: Mit einem prüfenden Blick checkt Heidi Klum die Foto-Resultate ihrer Mädchen. So richtig warm scheint es in Los Angeles jedoch nicht zu sein. Das Topmodel muss sich mit einem flauschigen Mantel warmhalten.
Doch nicht nur hinter der Kamera hält sich Heidi auf. Sie erklärt auch direkt am Shooting-Set, wie man am allerbesten posiert. Sie weiß es ja schließlich.
Das offizielle Jury-Foto ist da: Gemeinsam mit Thomas Hayo und Designer Michael Michalsky sucht Heidi Klum "Germany's Next Topmodel" 2016.

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Seit halb sieben Uhr morgens ist Heidi Klum in der Halle, dreht den ersten Teil der "Drei Wetter Taft Power"-Kampagne. Und dieser neue Spot hat es wirklich in sich. "Ich komme mir vor wie eine Stuntfrau!", ruft Heidi, in einem roten Kleid auf einem Trapez balancierend. "Dass mir ja keiner unter den Rock schaut - ich habe heute Liebestöter an." Solche lockeren Sprüche sorgen an den 16-Stunden-Tagen für beste Stimmung bei der Crew, die neben Trapezen auch noch viel Technik und sogar einen echten Elefanten koordinieren muss. Klar, dass Heidi auch diesen Koloss mit einem Lächeln erklimmt - per Rüssel-Lift.

Luftige Höhen: Heidi in einem roten Kleid auf dem Trapez.

Diese Kampagne ist ja zirkusreif!

Das kann man wohl sagen. Das Trapez und der Elefant - darauf habe ich mich riesig gefreut.

In diesem Schwarzkopf-Spot geht es um schöne Haare. Wie tragen Sie Ihre privat am liebsten?

Ich mag eigentlich alles gerne. Lang und offen, aber auch superstreng nach hinten gegelt oder auch lockig.

Haben Sie einen ultimativen Styling-Tipp?

Ein einfacher Dutt funktioniert immer, und nach einigen Versuchen weiß man dann auch, wie man die Haare richtig nach hinten dreht. Einen guten "French Twist" beherrsche ich einwandfrei, eine "Banane" kann ich inzwischen auch.

Und womit haben Sie Probleme?

Ich kann mir die Haare nicht gut selbst föhnen. Es gibt ja viele Frauen, denen das prima gelingt. Ich gehöre nicht dazu. Kann aber auch daran liegen, dass ich meist jemanden habe, der es für mich übernimmt.

Was ist wichtig, wenn ein großer Gala-Abend bevorsteht?

Da kommt es immer aufs Outfit an. Heutzutage trägt man die Haare ja auch nicht mehr so perfekt gestylt wie früher. Damals sollte jede Strähne perfekt sitzen, und man musste so aussehen wie direkt vom Friseur. Das ist heute anders. Auch eine Hochsteckfrisur darf jetzt ruhig strubbeliger aussehen. Der Trend geht klar zum natürlichen Look, weg vom Gekünstelten.

Waschen Sie sich die Haare bei jedem Duschen?

Ja. Ich fühle mich einfach wohler, wenn ich mir beim Duschen Shampoo und Conditioner in die Haare einmassiere.

Wenn Sie heute den Lifestyle von New York, Los Angeles und Deutschland vergleichen - wo liegen die größten Unterschiede?

Deutschland insgesamt kann ich schwer beschreiben. Wenn ich dort bin, wohne ich ja meistens bei meinen Eltern. New York habe ich zwölf Jahre lang erlebt, da ist es ganz anders als in Los Angeles: In New York lebst du in den Tag hinein. Du machst viel zu Fuß, schlenderst von einem Geschäft ins nächste. In L.A. muss man mehr planen. Grundsätzlich muss ich sagen: Kalifornien fühlt sich für mich mehr nach Heimat an als New York.

"Angst hatte ich nicht, aber Respekt", sagt Heidi Klum über die Elefanten-Szene. Hollywoods berühmteste Elefantendame Tai machte es ihr leicht - sie liebt das Rampenlicht, stand schon mit Julia Roberts und Robert Pattinson vor der Kamera.

Sie sind perfekt in shape. Wie wichtig ist Ihnen Ernährung?

Äußerst wichtig. Ich achte sehr darauf, was meine Familie und ich essen. Aber wenn meine Eltern bei uns sind, dann futtern wir normalerweise ungesünder. (lacht) Dann kommt auch schon mal die fettige Wurst auf den Tisch. Sobald meine Mutter kocht, ist überall Speck drin, viel Öl, alles wird in der Pfanne gebraten.

Auf welchen Nachtisch aus Deutschland können Sie in Amerika nicht verzichten?

Wir sind keine großen Nachtisch-Freunde. Liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht besonders gut backen kann. Meine Mutter macht ab und zu einen Apfelstrudel - den lieben die Kinder total.

Treiben Sie immer noch viel Sport?

Im Moment nicht so viel, weil ich gerade wieder sehr viel arbeite. Aber als ich vor Kurzem - für sieben Wochen - in New York "Project Runway" gedreht habe, war ich täglich laufen. Die Kinder hatten währenddessen keine Schule, ich musste sie also morgens nicht bringen und hatte deshalb Zeit zum Trainieren. Ab sieben Uhr war ich für eine Stunde am Hudson River. Ich bin insgesamt 120 Meilen gelaufen. Das hat mir totalen Spaß gemacht, weil man wirklich merkt, was man seinem Körper abfordert.

Trotz der technischen Herausforderungen blieben Team und Hauptdarstellerin entspannt. "Heidi ist ein absoluter Profi, vorbildlich in jeder Hinsicht", lobte auch Starfotograf Michel Comte, der das Shooting für die PrintKampagne machte.

Noch mal nachgefragt: Sie bringen Ihre Kinder also selbst zur Schule?

Na klar. Zu Hause in L.A. sitze ich jeden Morgen um 7.30 Uhr im Auto. Meine Kinder gehen auf zwei verschiedene Schulen, somit bin ich recht lange unterwegs. Sie sehen: Mein Alltag ist recht unglamourös. Ich stehe um sechs auf und gehe um 21 Uhr schlafen. Und manchmal sogar noch früher.

Frank Siering

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