Heidi Klum: "Lachen musste ich üben"

Heidi Klum über ihren langen Weg an die Spitze - und was sie prominenten Kritikerinnen heute zu sagen hat

Ein langer Drehtag für "Germany's next Topmodel"

liegt hinter ihr. Doch als Heidi Klum, 37, abends um kurz nach acht direkt vom Set ins "Beverly Hills Hotel" kommt, wirkt sie immer noch frisch und energiegeladen. Wer ihr diese Power gibt und was die aktuellen Kandidatinnen von "Germany's next Topmodel" von ihr lernen können, erzählt Heidi im Gala-Interview.

Sind Sie mit der neuen Staffel zufrieden?

Super zufrieden! Die Mädchen in diesem Jahr sind wunderschön, sehr unterschiedlich und gehen richtig aus sich heraus.

Nina Eichinger

So erlebt sie die Schwangerschaft

Nina Eichinger: So erlebt sie die Schwangerschaft
©Gala

Heidi Klum

Deutschlands schönster Export

Papa Klum besucht seine Tochter Heidi Klum Backstage bei "America's Got Talent".
Mai 2013  Heidi Klum schmückt das Cover des London Times Magazine. Abgelichtet wurde sie dafür von dem renommierten Mode-Fotografen Rankin.
12. April 2013:  Mit Talk-Masterin Ellen DeGeneres spricht Heidi Klum über ihren bevorstehenden Geburstag, bei dem sie eine Hutparty veranstalten will. In dem Gespäch geht es auch noch mal um den Badeunfall, bei dem Heidi ihren Sohn aus dem Wasser gerettet hat. Passend dazu bekommt sie von Ellen einen Rettungsschwimmer-Hut geschenkt.
April 2013  In der achten Staffel von "Germany ?s next Topmodel" sucht Heidi Klum wieder mal das schönste Mädchen Deutschlands.

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Sie haben ein paar Dinge verändert, manchmal kicken Sie jetzt eine Kandidatin spontan raus. Musste die Show aufgepeppt werden, um konkurrenzfähig zu bleiben?

Ich vergleiche unsere Sendung nicht mit anderen. Wenn sich hier und da ein paar Dinge geändert haben, dann nur aus meinem Bauchgefühl heraus.

Schauen Sie sich das Material an, um an Ihrer eigenen Performance zu arbeiten?

Nein. Ich gucke mir zwar die Sendung an, aber nur um zu sehen, ob die Inhalte richtig erzählt werden. Das ist mir sehr wichtig. Ich selbst habe mich natürlich auch über die Jahre weiterentwickelt, ich bin ja keine gelernte Moderatorin.

GNTM hat auch Kritiker. Stephanie zu Guttenberg zum Beispiel glaubt, dass die "exzessive sexualisierte Körperlichkeit" einen schlechten Einfluss auf Kinder habe. Und Jette Joop nannte die Sendung gerade "menschenverachtend". Harte Worte, oder?

Ich kann die Modewelt nicht ändern. Ich gestalte sie seit 15 Jahren selbst mit, und sie hat ihre wunderschönen und glamourösen Seiten, aber eben auch viele dunkle und harte. Damit meine ich zum Beispiel die vorgeschriebenen Modelmaße. Oder dass man oft allein um die Welt reist und überall die gewünschten Gefühle rüberbringen muss, auch wenn einem nicht danach ist. Man wird eher als Objekt betrachtet, weniger als Mensch, da es fast nur ums Äußerliche geht. Einem Model wird viel abverlangt - das ist es, was wir in der Sendung zeigen. Es geht nicht immer nur um den Glamour, sondern genauso um die Schwierigkeiten, die der Job mit sich bringt. Ich denke, dass der Beruf oft unterschätzt wird. Frau zu Guttenberg oder Frau Joop sind und waren selbst keine Models und können es deshalb wahrscheinlich nicht so gut einschätzen.

Nehmen Sie sich Kritik zu Herzen?

Die Sendung wird meistens im Bezug auf das "normale" Leben kritisiert. Das Model-Leben ist aber nicht das "normale" Leben. Es wird ja auch nicht "normal" bezahlt. Genau darum schaffen es auch nur die Wenigsten an die Spitze.

Viele sagen, Sie sind zu streng.

Ich mache die Sendung nicht, um möglichst nett rüberzukommen, sondern um den Mädchen zu zeigen, was der Job verlangt. Nach außen sieht immer alles toll und einfach aus, aber hinter den Kulissen ist es ein knallharter Kampf.

Was waren für Sie persönlich die brutalsten ehrlichen Worte, die Sie in Ihrer Karriere zu hören bekommen haben?

Dass ich zu dick und kurvig für den Laufsteg bin und in keine Klamotte passe. Bei 176 Zentimeter Größe und 57 Kilo Gewicht hat mich das schon umgehauen. Aber so ist die Branche: knallhart. Das muss man wissen. Diese Dinge sage ich den Mädchen heute nur andeutungsweise und schmeiße es ihnen nicht einfach so an den Kopf - anders, als man es bei mir damals gemacht hat.

Was konnten Sie denn anfangs gar nicht?

Lachen ...

Aber Sie sind doch für Ihr Lachen bekannt!

Ja, komisch, oder? Ich habe damals einen Job gemacht, bei dem mich der Fotograf zum Heulen gebracht hat. Er sagte, mein Lachen sei nicht gut genug, und es wurde immer schlimmer und schlimmer. Danach habe ich angefangen, vor dem Spiegel zu üben.

Welchen Ratschlag würden Sie heute der 18-jährigen Heidi Klum geben?

Es wieder ganz genau so zu machen. Bei mir ist alles gut gelaufen. Der Job macht mir Spaß, ich habe eine tolle Familie: vier gesunde Kinder, einen wunderbaren Mann und Eltern, die mich unterstützen.

Anna-Barbara Tietz

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