Götz George (†): Chiem van Houweninge spricht über verstorbenen Freund

Götz George (†) und Chiem van Houweninge galten lange als Traumpaar des Duisburger "Tatorts". Jetzt spricht der Niederländer über seinen verstorbenen Schauspielfreund

Chiem van Houweninge spricht über seinen verstorbenen Freund Götz George (†).

Götz George (†) und Chiem van Houweninge waren lange Zeit ein Traumpaar der bundesdeutschen Fernsehlandschaft. Horst Schimanski (Götz George) und sein Kollege "Hänschen" (Chiem van Houweninge) pflegten einen eher unkonventionellen Umgang miteinander - sehr zur Freude der TV-Zuschauer. Im GALA-Interview schildert der Niederländer nun die freundschaftliche Zusammenarbeit mit George und ihr letztes Zusammentreffen.

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©Gala

Chiem van Houweninge: Die letzte Begegnung fand beim Filmfest in Köln statt, zur Premiere vom Schimanski-Film „Loverboy“. Das muss im Jahr 2013 gewesen sein. Danach haben wir am Abend noch lange zusammen gegessen und miteinander gesprochen. Das war sehr schön.

GALA: Wie war Ihr Verhältnis zu Götz George?

van Houweninge: Wir waren sehr gut befreundet. Das begann 1982. Er war viel bei uns in Rotterdam, hat uns in unserem Haus in Frankreich besucht. Im Gegenzug waren wir bei ihm in Berlin und Sardinien.

GALA: Gibt es eine besondere Anekdote in Ihrer Zusammenarbeit mit Götz George?

van Houweninge: Humor hat in unsere Zusammenarbeit eine große Rolle gespielt. Wir konnten hervorragend improvisieren vor der Kamera. Wir sollten beispielsweise in einer "Tatort"-Folge bei unserem Chef einen Krankenbesuch machen. Schimanski hatte eine Flasche Whiskey in der Hand, aber ich hatte nichts dabei. Also habe ich zur Requisite gesagt: „Besorgt mir eine Marihuanapflanze!“ Ich saß also neben Schimanski im Auto auf der Fahrt zum Chef und er fragt: „Was hast Du denn da?“ Ich antwortete: „Eine Marihuanapflanze“. Er: „Das ist doch verboten“. Ich: „Ja, aber nur wenn man ein Fußballfeld davon besitzt“. Er: “Woher hat Du es?“ Ich: „Von einem Fußballfeld, dass wir beschlagnahmt haben“. Dieser Dialog war im Grunde komplett improvisiert und steht exemplarisch für unsere tolle Zusammenarbeit.

GALA: Wir war es mit ihm am Set?

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van Houweninge: Ich war immer bei ihm im Wohnwagen am Set. Das war immer eine sehr schöne Zeit.

GALA: Haben Sie über den Tod gesprochen?

van Houweninge: Nein, eigentlich nicht. Eventuell mal nebenbei, aber das war kein großes Thema zwischen uns. Meist hatte Götz auch zu gute Laune für so ein trauriges Thema. Er hat auch mit mir nicht über eventuelle Gesundheitsprobleme gesprochen.

GALA: Waren Sie auf der Trauerfeier für Götz George?

van Houweninge: Nein, da war ich nicht. Ich war leider zu der Zeit in Rotterdam.

GALA: Warum sieht man Sie nur noch so selten im deutschen Fernsehen?

van Houweninge: Ich hoffe, dass mal wieder ein Angebot kommt. Zuletzt fand ich tatsächlich mit Schimanski im deutschen TV statt. Jetzt warte ich, dass ich angerufen werde (lacht). Ich möchte gerne wieder im deutschen Fernsehen laufen. Gestern bin ich von Eindhoven nach Marseille geflogen und dann kamen zwei Deutsche auf mich zu und sagten: Du bist doch ‚Hänschen‘, odere?! Man erinnert sich also noch an mich.

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