Femme Schmidt: "Ich werde das erste Bondgirl, das gleichzeitig den Titelsong singt"

Am 4. März erscheint das zweite Album von Femme Schmidt. Im GALA-Interview spricht sie über die Arbeiten am neuen Album, Zukunftspläne und ihre Vorbilder

Dass sie Sängerin werden möchte, war für Elisa Schmidt schon früh klar. Mit dem Unterzeichnen ihres Plattenvertrags bei Warner Music startete sie dann im Jahr 2010 ihre professionelle Gesangskarriere. Ihr Debütalbum "Femme Schmidt" wurde 2012 veröffentlicht, kurz darauf folgten Touren mit Musikgrößen wie Sir Elton John und Bryan Ferry. Nun meldet sich die 26-Jährige mit ihrem zweiten Album "Raw" zurück, das am 4. März auf den Markt kommt und erzählt im GALA-Interview von ihren Plänen und Wünschen für die Zukunft.

Welche musikalische Entwicklung spiegelt sich in deinem zweiten Album wider?

Beim ersten Album haben wir uns sehr von den Zwanzigerjahren und den späten Sechzigerjahren inspirieren lassen, daher kann man sagen, dass die Arbeit damals eher themengegeben war. Ich habe mich sehr von außen beeinflussen lassen und dann darüber gesungen. Bei meinem neuen Album habe ich versucht mich darauf zu konzentrieren, was aus mir selbst herauskommt. Dieses Album handelt also nur von meinem Leben und mir selbst.

Gab es ein Ereignis, dass dich für deine Arbeit am neuen Album besonders geprägt oder inspiriert hat?

Das Cover des neuen Albums "Raw".

Ich schreibe über alles was ich träume und sehe – einfach über jede Erfahrung, die mir über den Weg läuft und mich mehr als "normal berührt". Wovon genau das handelt, kann man sich am besten im Album selbst anhören. Und ansonsten bin ich auch nur eine 26-Jährige Frau, die genauso am Leben teilnimmt, wie jede andere Frau. Da wird man von den altbekannten Themen wie Liebe, Schmerz oder Passion beeinflusst.

Hattest du einen genauen Plan vor Augen, als du dich an die Arbeiten des zweiten Albums gesetzt hast?

Zu Beginn hatte ich noch gar nichts geplant. Vor drei Jahren bin ich nach L.A. gegangen und habe angefangen, das neue Album zu schreiben. Damals dachte ich noch: "So, jetzt schreibe ich in vier Wochen das ganze Album.", aber das war überhaupt nicht der Fall. Ich musste mir zuerst einmal darüber Gedanken machen, worüber ich schreiben möchte und wie das Album aussehen muss. Das ist natürlich eine ganz schön lange Reise, bis man den Kanal zu sich selbst gefunden hat und über Dinge schreibt, die einen selbst berühren.

Wer sind deine musikalischen Vorbilder? Hast du im Laufe der Zeit auch neue Vorbilder gewonnen?

Meine all-time Heroes sind Carol King, Nora Jones und Billie Holiday - das wird auch immer so bleiben. Natürlich gibt es ganz viele Künstler, die aktuelle Musik machen und ebenfalls inspirierend sind. Mein Produzent Glenn Scott hat mir allerdings geraten, mich nicht zu sehr darauf zu konzentrieren, was von außen kommt, sondern mehr darauf zu achten, was in mir selbst drin ist und das war für mich auch der richtige Weg.

Könntest du dir vorstellen eine größere Veränderung vorzunehmen, wie zum Beispiel auf Deutsch zu singen?

Klar, wieso nicht?! Was ich bei diesem Album am meisten gelernt habe ist, dass es sehr wichtig ist, im Moment zu leben und all das mitzunehmen, was einem passiert und was einem über den Weg läuft. Wenn sich also etwas in diese Richtung ergeben würde, wäre ich offen dafür.

Femme Schmidt

Du hast in der Vergangenheit schon mit vielen Musikgrößen zusammengearbeitet und durftest teilweise sogar mit ihnen auf der Bühne stehen. Ist in naher Zukunft eine ähnliche Zusammenarbeit in Aussicht?

(Lacht) Ich weiß nicht, ob da schon etwas in Aussicht ist. Blut geleckt habe ich auf jeden Fall! Ich bin absolut süchtig nach dem Energieaustausch zwischen Publikum und mir selbst. Jetzt gehe ich aber erstmal auf Deutschland-Tour und am Freitag (4. März, Anm. d. Red.) kommt das Album raus. Was danach passiert, werde ich auf mich zukommen lassen.

Hast du spezielle Wünsche oder Ziele die du dir für deine Musikkarriere gesetzt hast?

Ich werde auf jeden Fall das erste Bond-Girl das gleichzeitig den Titelsong zum Film singt (lacht).

Wenn du auf deine bisherige Karriere zurückblickst, gab es einen Künstler auf Tournee, mit dem du besonders gerne zusammengearbeitet hast?

Meine Tour mit Bryan Ferry war sehr besonders! Von so einem großen Musiker kann man schließlich sehr viel lernen und auf der Tour hat unsere Musik auch sehr gut miteinander harmoniert. Das war auf jeden Fall eine ganz tolle Erfahrung.

Könntest du dir vorstellen in deiner Karriere irgendwann einmal von der Musik abzuweichen und in andere Branchen einzutauchen, beispielsweise in die Schauspielerei?

Nein. Dann müsste ich ja von mir selbst abweichen.

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