Eric Stehfest im GALA-Interview: "Ich bin voller Freude und Liebe"

Eric Stehfest ist der Überraschungsstar bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance". Mit GALA sprach der schöne "GZSZ"-Star über seine neue Papa-Rolle und ein Filmprojekt, das ihm besonders am Herzen liegt

Das war eine tolle Überraschung bei "Let's Dance": In der fünften Live-Show verkündete Showliebling , 26, er sei Vater geworden. "Es ist ein Junge, ein kleiner, süßer Engel", erzählt ein vor Glück strahlender Papa. "Aaron Amadeus Stehfest."

Mit GALA sprach der frisch gebackene Papa über sein neues privates Glück und sein neues Projekt: Eine 16-teilige Kurzfilm-Reihe zum Thema Sucht und Abhängigkeit, für die der "GZSZ"-Star mit seinem Kollegen Lorris Andre Blazejewski eine Crowdfunding-Kampagne gestartet hat.

GALA: Herr Stehfest, Sie haben selbst eine Vergangenheit mit Drogen. Bis vor einigen Jahren waren Sie abhängig von der synthetisch-hergestellten Droge Crystal Meth. Im Sommer gingen sie damit an die Öffentlichkeit. Was war der Auslöser für Sie, so offen über ihre Sucht zu sprechen?

Eric Stehfest: Während meiner Therapie habe ich sehr viele Menschen kennengelernt, die aus ganz verschiedenen Ecken kamen, aus allen möglichen Schichten. Das Aufeinandertreffen dieser Biographien an ein und demselben Punkt im Leben, war für mich sehr spannend. Dabei habe ich gemerkt, was es auslöst, wenn jemand den ersten Schritt macht und anfängt offen und ehrlich zu sprechen. Nach dieser Zeit der Therapie habe ich mit meinem Kollegen Lorris Andre Blazejewski gesprochen und ihm gesagt, dass wir daraus unbedingt etwas machen müssen.


Gemacht haben Stehfest und Blazejewski daraus eine Recherche Reihe, die aus 16 Kurzfilmen besteht, die jeweils eine Phase eines typischen Suchtverlaufs beschreiben. Acht der 16 Filme wurden seit September 2014 bereits mit eigenen Mitteln produziert. Die verbleibenden acht Filme sollen durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert werden.

GALA: Warum wählen Sie diesen Weg des Crowdfundings?

Stehfest: Es ist uns wichtig, die Menschen in den Entstehungsprozess einzubinden.Mir ist aufgefallen, dass viele Sachen sehr hochwertig produziert werden, aber ein ganz wichtiger Aspekt wird vergessen: Der Zuschauer. Die Menschen kriegen nur noch fertige Sachen „hingeknallt“ und können damit gar nicht so gut umgehen. Das ist schnelllebig. Das ist nichts, was irgendwie langfristig Auswirkungen hat. Wir wollen ein wenig das Tempo rausnehmen und den Menschen, die sich dafür interessieren, die Möglichkeit geben, mitzuerleben, wie wir wachsen; die Höhen und Tiefen zu erleben. Dadurch entsteht eine Kraft, die häufig unterschätzt wird.

GALA: Welche Botschaft wollen Sie mit den Filmen vermitteln?

Stehfest: Es geht um die Integrierung eines Lebensstils. Im Fokus steht dabei der Glaube an sich selbst. Es geht gar nicht darum, verschiedenen Religionen nachzurennen und dabei eigentlich immer nur von dem wichtigsten Glauben abgelenkt wird: Dem Glauben an sich. Deswegen ist unsere Philosophie auch: "Schenk Dir ein Lächeln". Die wichtige Frage lautet: Wie komme ich dahin, das wirklich tun zu können?

GALA: Sie haben derzeit viel zu tun – GZSZ, Let’s Dance, Ihre Filmproduktionsfirma, nun sind Sie auch noch Vater geworden. Wie schaffen Sie das, all diese Dinge unter einen Hut zu bekommen?

Stehfest: Das sind meine vier Säulen, meine Sicherheit. Das habe ich alles erarbeitet. Dafür habe ich auch sehr viel investiert. Das Wichtigste ist, dass ich mir selbst dieses große Geschenk gemacht zu haben, abstinent leben zu können. Jeder Rausch hat bei mir zu einem geringeren Selbstwert gefühlt. Da wackelt man kurz. Diese "Wackler" gibt es bei mir nicht mehr. Ich habe mich wirklich bewusst für dieses Leben entschieden. Diese vier Säulen geben mir Sicherheit und Kraft.

GALA: Eine wichtige Säule, ihr Privatleben, halten sie weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Es war nicht einmal bekannt, dass Sie verheiratet sind. Daher haben Sie vergangene Woche auch alle Zuschauer von "Let's Dance" mit der Nachricht überrascht, dass Sie nun Vater geworden sind. Wieso haben Sie sich dann doch für den Schritt entschieden?

Stehfest: Das hat ein paar Gründe. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, in der Öffentlichkeit zu stehen und mir viele Gedanken darüber gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass es Sinn macht, den Medien immer ein, zwei Schritte voraus zu sein. Dann hat man noch die Chance, Neuigkeiten mit seinen Worten mitzuteilen. Diese Möglichkeit wurde mir, was mein Kind betrifft, von einer Zeitung leider genommen. Dabei wurde meine Vaterschaft in dem Zusammenhang genannt, dass ich unkonzentrierter sei. Diese negative Darstellung habe ich zum Anlass genommen, ganz offen darüber zu sprechen. Ich habe, bevor ich diesen Schritt gegangen bin, viel mit meiner Frau gesprochen. Wir sind uns klar darüber, dass das der Preis für meine Arbeit ist. Jetzt müssen wir eben sehen, wie wir damit umgehen.

GALA: Wie werden Sie das in Zukunft handhaben?

Stehfest: Ich werde mein Privatleben weiterhin sehr privat halten. Ich habe großen Respekt vor dem Leben meiner Frau und dem meines Kindes und möchte, dass sie selbst entscheiden, wie sie damit umgehen.

GALA: Nun sind Sie sind seit kurzem Vater. Es ist ihr erstes Kind. Wie fühlt sich das „Papa-Sein“ denn für Sie an?

Stehfest: Ich bin voller Freunde und Liebe. Es fühlt sich grandios an. Festzustellen, dass es im Leben um Leben geht, ist sehr beruhigend. Das nun zu erleben, ist wundervoll. Das relativiert nun sehr viele andere Unannehmlichkeiten im Leben.

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche