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Emma Heming-Willis "Jeder Tag mit Bruce ist toll, aber ..."


Seit zwei Jahren sind Hollywood-Star Bruce Willis und Emma Heming-Willis verheiratet. Bislang führte sie ihm den Haushalt, jetzt will sie mehr

Natürlich fand Bruce es großartig,

dass sie immer für ihn da war, dass sie ihre Model-Karriere gegen das Leben als Hausfrau und Stiefmutter seiner drei Töchter eingetauscht hatte. Und Emma gab es Zeit, darüber nachzudenken, was sie wirklich will. Ein Leben mit Bruce Willis, na klar, aber eben auch eine Karriere - und zwar als Designerin. Und ihr Mann? "Der steht total zu meiner Entscheidung und unterstützt mich sehr", sagte sie beim Gala-Besuch in Hamburg.

Sie hatten kürzlich Ihren zweiten Hochzeitstag. Haben sie den gebührend gefeiert?

Klar, das gehört dazu. Im vergangenen Jahr waren Bruce und ich sogar auf die Turks-und-Caicos-Inseln gefahren, wo wir geheiratet hatten. Dieses Jahr haben wir zwar nur ein sehr romantisches Dinner gehabt, aber auch auf die Gefahr, dass das jetzt kitschig klingt: Wir sind immer noch wie frisch verliebt. Jeder Tag mit Bruce ist toll. Unser Hochzeitstag ist deshalb für mich kein total außergewöhnlicher Tag.

Ihr Mann, der Action-Star, ist also romantisch?

Ja, Bruce ist ein typischer Fisch. Wahrscheinlich hat er sogar mehr Sinn für Romantik als ich selbst. Er gibt sich wahnsinnig viel Mühe. Ein Beispiel: Als ich vorgestern ins Hotel kam, standen im Zimmer schon Blumen von ihm.

Wie müssen wir uns Ihr gemeinsames Leben vorstellen?

Bevor ich geheiratet habe, war meine Arbeit als Model das Wichtigste in meinem Leben. Das hat sich mit Bruce komplett geändert. Ich wollte einfach nur noch bei ihm sein und mit ihm ein neues Leben aufbauen. Natürlich haben wir Menschen, die uns die besonders lästigen Dinge abnehmen, aber allein die Organisation des Alltags nimmt viel Zeit in Anspruch: seine Termine, die Dreharbeiten, die vielen Reisen, die Familie ... Mal sind seine Töchter bei uns, mal nicht - das alles zu planen, ist schon fast ein Job für sich.

Bruce Willis, Demi Moore, Ashton Kutcher ... Sie sind da in eine ziemlich berühmte Patchwork-Familie geraten.

Ja, aber seit ich an Bord gegangen bin, ist eigentlich alles sehr entspannt und einfach. Die Mädchen sind ja jetzt auch schon etwas älter. Rumer hat ihre eigene Karriere und ein eigenes Zuhause, Scout ist im College, und Tallulah steht kurz vor dem Abschluss der Highschool. Jeder hat also reichlich zu tun, aber wir verbringen so viel Zeit wie möglich als Familie. Und dass Ashton nun bei "Two And A Half Men" mitmacht, freut uns alle riesig. Seine Energie und sein Charisma werden der Show guttun.

Gefällt Ihnen das Leben in L. A.?

Ich fange an, es zu mögen. Eigentlich wollten wir dort nur so lange leben, bis Tallulah mit der Highschool fertig ist, und dann zurück nach New York ziehen. Aber Bruce hat vor einigen Jahren in L. A. ein Haus gekauft, das wir mit viel Liebe renovieren. Und vielleicht bleiben wir nun doch etwas länger als geplant - es ist eben das erste Mal, dass wir ein echtes gemeinsames Zuhause haben und unsere Geschmäcker kombinieren.

Sind die denn so unterschiedlich?

Ja, sehr. Bruce hat darum ein paar Zimmer, die er selbst komplett einrichten darf. Er liebt Holz und hat ein Faible für rustikale, schwere Möbel. Ich mag es lieber leicht und licht. Glücklicherweise ist mein Mann offen für neue Dinge. Er sagt immer: "Ich bin so froh, dass ich dich habe. Ohne dich wäre alles düster und dunkelbraun." (lacht)

Und er unterstützt Sie auch voll und ganz bei Ihren neuen Karriereplänen - der eigenen Modemarke?

Absolut. Ich zeichne und entwerfe schon sehr lange, aber nun habe ich mich mit Mary Jo Bruno zusammengetan. Sie ist die Frau von Bruces bestem Freund Stephen und hat bereits ihr eigenes Dessous-Label. Aus ihrer Idee, auch mal Kleider zu entwerfen, ist meine neue Leidenschaft geworden. Ich lerne täglich hinzu und gehe es ganz langsam an - es macht wahnsinnig viel Spaß.

Welche Designer schätzen Sie denn selbst?

Ach, das ändert sich ständig. Aber ich liebe Giambattista Valli, den ich mit 20 Jahren in Paris kennengelernt habe, als ich dort für Emanuel Ungaro Entwürfe gemacht habe. Wir sind gute Freunde geworden, und er ist eine Art Mentor für mich. Ich habe ihm gleich gesagt, dass ich keine ernsthafte Konkurrenz für ihn sein werde. Er war sehr süß und hat gesagt: "Wenn es eine schafft, dann du."

Wie würden Sie Ihren Stil bezeichnen?

Als zeitlos und klassisch. Ich mag keine Saison-Trends. Ich will etwas nicht nur einmal tragen, sondern immer und immer wieder.

Kauft Ihr Mann manchmal für Sie ein?

Ja, mal bringt er mir eine Clutch mit, mal ein T-Shirt. Es ist schon beinahe schockierend, wie gut er sich mit Mode auskennt. Aber vermutlich hat er über die Jahre viel von seinen Töchtern gelernt. Er hat übrigens auch den größeren Kleiderschrank, weil er sich einfach nicht von Sachen trennen mag. Immerhin: Wenn er mich beim Aussortieren sieht, macht er inzwischen manchmal mit.

Verwöhnt er Sie sehr?

Er will mir zumindest immer wahnsinnig gern Geschenke machen. Und das kann und will ich ihm auch nicht verbieten. Aber eigentlich finde ich es noch viel schöner, wenn er mich zu einem guten Dinner mit tollem Wein ausführt. Und auch das macht er sehr gern. (lacht)>/i>

Alexander Stilcken

gala.de

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