David Garrett: Wieder solo – und glücklich damit

David Garrett sprach mit GALA über sein unruhiges Musikerleben und verriet, warum eine feste Beziehung mit ihm fast unmöglich ist

Klassik ist sexy. Und Violin-Virtuose David Garrett hat mit Cross-over-Platten wie seiner neuen CD "Explosive" einen großen Anteil daran, dass diese Musik Einzug in den Pop-Mainstream gefunden hat. GALA traf den Musiker in Berlin.

Auf Ihrer neuen Platte hört man Beats und Euro-Disco-Sounds. Wollen Sie jetzt DJs wie Avicii oder David Guetta Konkurrenz machen?

Nein, aber mein letztes Cross-over-Album ist ja schon drei Jahre her. Ich habe viele neue Sachen in dieser Zeit entdeckt, und es hat sich ja auch eine Menge getan. DJs wie eben David Guetta sind jetzt in den Charts. Diesen Sound finde ich spannend, und es ist doch klar, dass sich das in meinen neuen Songs niederschlägt. Es sind diesmal ja mehr Eigenkompositionen auf der Platte. Ich habe viel ausprobiert und zwischendurch habe ich oft gedacht: Himmel, wo das führt das hin? Aber dann sind eben so wunderbare Nummern, wie die mit Xavier Naidoo rausgekommen. Und es gibt’s ja nicht nur Electro. Ich habe alles in die Platte reingepackt, was mir Spaß macht.

GALA-Redakteur Hauke Herffs traf David Garrett zum Interview

Ihre Platte hat neben Coverversionen elf Songs von Ihnen. Treibt einen da nicht die Sorge um, dass die eigenen Sachen neben den Hits von Mega-Stars wie Michael Jackson bestehen können?

Nennen Sie es gern Naivität des Künstlers, aber darüber habe ich nie nachgedacht. Ich glaube, ich brauche keine Angst vor so einem Vergleich zu haben. Ich habe viel geschrieben und viel verworfen für diese Platte. Am Ende wählt man die Songs mit dem meisten Potential aus. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden.

Da wir über Disco sprechen … tanzen Sie gern? Und wie sieht es aus, wenn David Garrett tanzt?

Mir geht es da so, wie vielen anderen Menschen: Wenn der Beat und die Stimmung passt, tanze ich sehr gern. Ich fühle mich nur unwohl, wenn ich das Gefühl habe, dass ich dabei beobachtet werde. Ich kann nicht gut tanzen, genauso wie ich nicht gut singen kann. Und wenn ich etwas nicht kann, lasse ich es meistens – oder ich bleibe bei den Basics. Also, auf der Tanzfläche kriege ich einen soliden Two-Step hin. Zwei Schritte pro Beat. Sieht nicht irre toll aus, aber es reicht.

Waren Sie nie in der Tanzschule früher?

Ich mag Ballett und meine Mutter hat mich damals zwei oder drei Mal zum Unterricht mitgenommen. Das war gar nicht schlecht, ich waren sehr nette Mädchen in der Klasse, und ich war der einzige Junge. Aber diese Leggins, die die Männer da tragen … nee.

Sie sind einer der begehrtesten männlichen Stars in Deutschland. Leider sind Sie aber ja vergeben. In der letzten Zeit sah man oft eine attraktive Münchnerin an Ihrer Seite.

Ja, das ist richtig, ich war in einer festen Beziehung, doch mittlerweile ist das leider wieder vorbei.

Woran lag’s? Sie haben ja mal gesagt, dass es für Sie als Vollblut-Künstler, der viel unterwegs ist, schwer ist, die richtige Person zu finden, die Verständnis für Ihre Art zu leben hat.

Ich glaube, es ist schwer, die richtige Person zu finden, die ich genau so gut verstehe, wie sie mich versteht. Das ist das Schwierige.

Das müssen Sie genauer erklären.

Ich bin jemand, der verdammt gut allein zurecht kommt. Das hat sich im Laufe der Zeit bei mir so eingespielt. Ich bin seit über zwölf Jahren unterwegs und sehr auf mich konzentriert – und dazu bin ich noch eine wahnsinnig eigenständige Person. Ich vermisse so etwas wie eine feste Beziehung nicht. Ich brauche nicht ständig Nähe oder besser gesagt, ich habe halt nicht das Gefühl, dass mir da was fehlt. Und deshalb verstehe ich eben nicht, wenn andere Menschen diese Nähe brauchen. Das macht eine Beziehung mit mir nicht leicht. Es ist, nennen wir’s mal so, ein emotionales Defizit, das mir gar nicht bewusst ist, ich bin ja ein fröhlicher Mensch. Aber für eine feste Partnerin ist das schwer.

Klingt als seien Sie eine Art einsamer Wolf.

Nein, ich habe gern Menschen um mich. Ich habe nur gelernt, dass ich mich in dem Moment, wo ich arbeite, total auf die eine Sache konzentrieren kann. Ich kann den schlimmsten Streit mit einem Freund gehabt haben, aber wenn ich auf die Bühne gehe, denke ich keine Sekunde darüber nach. In dem Moment, wo ich auf Konzerttour bin, blende ich das Private, das in mir ein emotionales Ungleichgewicht auslösen könnte, völlig aus. Das kann ich auch nicht jedem zumuten und wenn ich spüre, dass die andere Person darunter leidet, dann ist eine Trennung besser.

Sind Sie im Moment Single?

Mmmmh. Ich befinde mich in einer Art Übergangsphase. (lächelt) Mal ja, mal nein. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Was ist Ihnen in einer Beziehung wichtig?

Ehrlichkeit. Das ist immer das Schwierigste, die klaren Worte zu finden, was einem in einer Liebe nicht gefällt. Viele haben Angst davor, weil es eben auch bedeutet, dass eine Beziehung dann vorbei sein kann. Ich bin in der Sache sehr ehrlich. Ich ziehe das Pflaster lieber schnell von der Haut als langsam. Das tut einmal arg weh, aber dann ist es eben vorbei.

In einem Ihrer Songs auf der neuen Platte kommt der Satz vor: "Wenn du glaubst deine besten Jahre sind zu schnell vorbei , dann schau nach vorn." Wie sehr treibt Sie die Angst um, etwas zu verpassen?

Es gibt Momente, wo ich denke, dass ich an allem zu schnell vorbeirenne. Aber die Schönheit des Lebens besteht doch im Vorwärtsgehen. Die Vergangenheit ist vorbei, es bringt nichts, diesen Dingen nachzuhängen.

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Sie hatten vor einigen Wochen Geburtstag. Kriegen Sie eigentlich noch Dinge geschenkt oder beschenken Sie sich überwiegend selber?

Ich hasse es mich zu beschenken. Ich gehe nicht in den Laden und sage, heute lasse ich die Kreditkarte glühen. Ich mag es, Dinge des täglichen Gebrauchs zu kaufen, wenn ich die brauche. Eine schlichte Zahnbürste zum Beispiel. Ich habe meinen Geburtstag während meiner Tour in Florenz gefeiert. Auf einer Dachterrasse mit herrlichem Ausblick, zwei guten Freunden und einer Flasche Champagner. Wir haben bis spät in die Nacht übers Leben gesprochen. Das war wunderbar.

Wo und wie schalten Sie am besten ab?

Das ist keine große Kunst für mich. Ich genieße es, wenn ich zerzaust aufstehen und den Morgen in Schlabberklamotten verbummeln kann.

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Von einer Skala eins bis zehn. Wie glücklich sind Sie?

Elf.

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