Collien Ulmen-Fernandes Im Kampf gegen Tetanus

Collien Ulmen-Fernandes
© @ Pampers
Als Botschafter für UNICEF sind Collien Ulmen-Fernandes und ihr Mann Christian Ulmen nach Äthiopien gereist. Was sie dort erlebt haben, erzählt Collien Ulmen-Fernandes im Gala.de-Interview ...

Seit wenigen Monaten sind Christian Ulmen und Collien Ulmen-Fernandes Aktionsbotschafter für UNICEF. Im Juli reiste das Paar in ihrer Funktion als Botschafter der Aktion "1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis" nach Äthiopien. Im Interview mit Gala.de erzählt Collien Ulmen-Fernandes warum sie die Aufgabe angenommen und was sie in Äthiopien erlebt haben.

Zusammen mit Ihrem Mann engagieren Sie sich als Aktionsbotschafter von Pampers für UNICEF im Kampf gegen Tetanus bei Neugeborenen. Was hat Sie beide dazu veranlasst?

Wir sind selbst Eltern und da lässt es einen natürlich nicht kalt, wenn in einem anderen Land Kinder sterben müssen, weil es keine Möglichkeiten für eine Impfung gibt. Für uns ist es doch super einfach zu helfen. Eine Packung Pampers kaufen und damit eine lebensrettende Impfdosis spenden!

Was haben Sie von der Reise nach Äthiopien mit nach Hause genommen?

Eine ganze Menge! Das Krankenhaus hat mich sehr bewegt, weil es einfach ganz anders ist, als das, was wir unter einem Krankenhaus verstehen. Was mich allerdings im Positiven überrascht hat, war die Tatsache, dass die Menschen, obwohl sie keinen Strom, kein fließendes Wasser haben, wesentlich fröhlicher und positiver wirken als die meisten Menschen, denen man in Berlin so auf der Straße begegnet.

Sie sind selbst Mama. Was haben Sie empfunden, als Sie gesehen haben, wie dringend die Impfungen in Äthiopien benötigt werden?

Seitdem ich selbst Mutter bin, nimmt es mich grundsätzlich viel mehr mit, wenn ich Geschichten von Kindern höre die krank sind oder sogar an einer tödlichen Krankheit sterben. In Äthiopien haben wir Mütter getroffen, die ein oder mehrere Kinder an Tetanus verloren haben. Das wäre in Deutschland unvorstellbar. Kein Kind muss hier an Tetanus sterben. Nach der Reise habe ich auch erst einmal an UNICEF gespendet.

Sie haben in Äthiopien viele Neugeborene auf dem Arm gehalten. Kam da vielleicht der Wunsch nach einem weiteren Kind auf?

Nein, erst einmal nicht. Unser Kind ist jetzt zweieinhalb Jahre alt und schläft immer noch nicht durch. Momentan werden wir jede Stunde geweckt. Ich werde erst mal das durchschlafen genießen, sobald ich wieder darf.

Was für eine Mama sind Sie: besorgt oder entspannt?

Eher besorgt, was aber daran liegt, dass unser Kind extrem mutig ist. Wäre es nicht so mutig, wäre ich wahrscheinlich weniger besorgt. Im Badezimmer haben wir eine Wandheizung mit Sprossen, und unser Kind dachte sich "Och guck mal, 'ne Leiter" und kletterte daran bis nach oben. Als wir ins Badezimmer kamen, hing unser Kind unter der Decke. Schon bevor sie laufen konnte, fing sie an zu klettern (lacht).

Ist schon mal etwas passiert?

Wir stehen einfach permanent daneben, seitdem wir wissen, wie wild sie ist. Deswegen passiert auch nie etwas. Aber nur, weil wir sie nicht eine Sekunde aus den Augen lassen.

Weihnachten steht vor der Tür: Wie verbringen Sie die Festtage?

Wir fliegen nach New York und anschließend weiter auf die Bahamas, wo wir Silvester feiern werden und zuvor, am 30. Dezember um 23.15, schauen wir mit der ganzen Familie "Emotion – das Jahr der Stars" - den satirischen Jahresrückblick des MDR, den ich moderieren darf.

Stefanie Matousch Gala

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