Christina Stürmer im GALA-Interview: "Ich bin eine super lockere Schwangere"

Im GALA-Interview sprach die Sängerin über ihre erste Schwangerschaft, eine mögliche Hochzeit und warum ihr neues Album sehr persönlich ist

Christina Stürmer ist schwanger und noch immer hochaktiv: Bis Februar war sie auf Tour, hat nebenbei an ihrem siebten Studioalbum "Seite an Seite" gefeilt, das am 22. April rauskommt. Erst für Ende Mai hat sie ihre Babypause angekündigt. Doch lange wird sich die Österreicherin keine Ruhe gönnen, schon bald nach der Geburt möchte Christina Stürmer wieder zurück auf die Bühne. Im Interview mit GALA sprach die schöne Sängerin darüber, warum "Seite an Seite" ihr persönlichstes Album bislang ist und wie sie nach der Geburt Kind und Karriere unter einen Hut bekommen möchte.

Sie sind jetzt seit 13 Jahren als Musikerin erfolgreich. Inwiefern haben Sie sich in den vergangenen Jahren als Künstlerin verändert?

Prinzipiell kann ich natürlich sagen, dass das aktuelle Album auch das ist, das für mich persönlich am aktuellsten ist. Neue Songs wie "Katapult" oder "Seite an Seite" sind nun einfach aus der Sicht einer 33-Jährigen geschrieben. Die sind dadurch natürlich etwas reifer. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sich eine 17-Jährige hineinversetzen kann.

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©RTL / Gala

Ich hatte mal eine Phase, bei der ich dachte, es soll nicht zu biografisch, nicht zu intim werden. Darüber denke ich jetzt nicht mehr nach. Bei dem ersten Track auf dem neuen Album "Katapult" denke ich beispielsweise an meinen Freund. Ich glaube, jeder braucht so einen Menschen, der einem immer wieder sagt: 'Mach doch' und dadurch auch Mut macht. Denn jeder hat ab und zu mal Zweifel oder traut sich nicht diesen einen Schritt zu gehen. Bei mir ist das definitiv mein Freund, mit dem ich schon über zehn Jahre zusammen bin. Immer wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich etwas machen soll oder nicht, dann ist er derjenige, der mich dazu ermutigt.

Auf "Seite an Seite" ist also noch mehr Christina Stürmer zu finden als auf Ihren bisherigen Alben?

Ja, auf jeden Fall. Das kommt auch daher, dass ich bei jedem Album immer mehr und mehr mitgeschrieben habe und bei dem Album habe ich rund 80 Prozent der Songs mitgeschrieben. Das bringt mir die Titel natürlich noch näher. Bei den alten Alben haben wir immer extrem lange mit den Songwritern an den Texten herumgefeilt, damit sie auch wirklich authentisch sind und ich mich mit ihnen identifizieren kann. Das ist natürlich wesentlich einfacher, wenn ich gleich bei der Entstehung der Songs dabei bin.

Wie entstehen solche Songs?

Wir haben die meisten Songs bei uns zu Hause geschrieben. Wir arbeiten schon seit Jahren mit ein paar Songwritern zusammen. Daher kennen wir uns mittlerweile auch sehr gut. Wir haben mit Joe Walter aus Berlin zusammenarbeitet. Ihn haben wir gefragt, ob er ein paar Tage zu uns kommen möchte. Wir haben ein Haus mit einem großen Garten auf dem Land – Ablenkung gibt es da keine. Halligalli und die Partymeile fehlen dort einfach. An drei Tagen haben wir dann auch drei Songs geschrieben, die alle auf dem Album sind. Daheim schreibe ich am liebsten. Da entstehen die schönsten Texte und Ideen.

Sind sie nach über einem Jahrzehnt immer noch nervös, wie Ihre Fans auf das Album reagieren?

Ich bin total gespannt. Man hat immer wieder Bauchkribbeln, wie die Leute darauf reagieren. Gerade da ich dieses Mal auch wirklich viel selbst geschrieben habe, würde mich Kritik sicher auch viel härter treffen. Auch wenn ich mir sage, dass ich nach 13 Jahren eigentlich etwas gelassener sein sollte, bin ich doch nervös. Andererseits denke ich, dass mir die Songs sehr gut gefallen. So schlecht kann mein Geschmack auch nicht sein. (lacht)

Gibt es Titel auf der neuen Platte, die Ihnen besonders am Herzen liegen?

Es gibt ein paar Stücke, die ich selbst sehr gerne höre. Einer davon ist "Du fehlst hier". Ein trauriger Song, bei dem es um einen Menschen geht, der nicht mehr hier ist. In meinem Fall geht es um meine Oma. Die "Sing meinen Song" - Zeit in Südafrika und die Interpretation von Xavier Naidoo von "Mitten unterm Jahr“ hat dieses Thema wieder aufgewühlt. Zu Hause haben wir daran direkt angeschlossen und wieder Songs geschrieben. Dann hatte ich diese Textzeile im Kopf und ich habe direkt an meine Oma gedacht. So ist es ein sehr persönlicher Song geworden. Es ist mir aber auch wichtig, dass jeder auch seine eigene Geschichte in den Texten wiederfinden kann, auch wenn der Text so persönlich ist.

Für sie selbst wird es bald eine große Veränderung geben: Sie sind mittlerweile unübersehbar schwanger.

Ja, es ist wirklich lustig. Am Anfang kann man es kaum erwarten, dass endlich der Bauch zu sehen ist und dann geht es doch so schnell. (lacht)

Hatte die Schwangerschaft einen Einfluss auf das neue Album?

Die ganzen Songs sind alle vor der Schwangerschaft geschrieben worden. Als ich es dann wusste, habe ich die Schwangerschaft die ersten drei Monate noch geheim gehalten. Mein Freund und meine Familie wussten es natürlich, aber der Band habe ich es beispielsweise noch nicht gesagt. Zu der Zeit waren wir allerdings schon im Studio – und ich hatte die üblichen Müdigkeitsanfälle, von denen man hört und liest. Das hat aber zum Glück niemand bemerkt. Aber beim Singen hatte ich richtig viel Energie. Es ging auch einfach alles mit etwas mehr Leichtigkeit. Auf dem Album sind einige Stellen, die ich mit der Kopfstimme singe – das gab es bisher noch nie. Aber dieses Mal hat es einfach richtig gut geklappt.

Nach den ersten drei Monaten ging es mir auch wieder richtig gut. Die Müdigkeit war weg, die Übelkeit war weg und ich hatte super viel Energie. In der Zeit haben wir dann den Rest noch eingesungen, alle wussten von meiner Schwangerschaft. Das war eine richtig gute Zeit.

Sie sind nach wie vor hochaktiv. Die Schwangerschaft scheint für Sie bislang kein Grund zu sein kürzerzutreten.

Ich habe mir zu Beginn der Schwangerschaft nicht allzu viele Gedanken gemacht. Ich sehe das wirklich locker. Ich höre von meinen Bekannten auch immer wieder: "Du bist eine super lockere Schwangere". Ich achte natürlich auf mich. Wir haben letzte Woche unsere Hochbeete im Garten mit Erde gefüllt. Normalerweise würde ich die Erdsäcke dann auch mitschleppen, das habe ich natürlich nun gelassen. An so etwas denke ich natürlich jetzt schon. Aber große Sorgen oder Gedanken mache ich mir keine – vielleicht noch nicht. Ich habe in meinem Umfeld viele Freundinnen, die schwanger sind oder waren. Bei manchen gab es Komplikationen, andere sagen: "Ist eh wurscht. Raus muss es sowieso". Ich sehe es wirklich locker und merke, dass es mir gut geht. Solange es mir gut geht, fühlt es sich auch allgemein gut an.

Wenn Sie im Mai in ihre Babypause gehen: Wird das eine echte Pause sein?

Ja, ich habe mir nichts vorgenommen. Die nächsten Wochen bin ich durchgehend unterwegs, im Mai habe ich noch zwei Bühnenauftritte. Das wird spannend, da der Bauch ja noch größer sein wird. Da muss ich mich beim Herumspringen auf der Bühne einfach bremsen. Aber ab Mai – das habe ich schon angekündigt – bin ich nur noch zu Hause zu erreichen. Es wird Sommer, wir haben einen Garten, ich werde mir einen Baum suchen und viele Bücher lesen.

Wie wird es nach der Geburt mit der Band und dem Baby weitergehen?

Mit meinem Freund Oliver habe ich schon darüber gesprochen. Es gibt viele Möglichkeiten. Wir könnten sagen, einer bleibt zu Hause. Da wäre es natürlich blöd, wenn ich das wäre. Aber ich finde es auch nicht so gut, wenn er zu Hause bleibt. Ich denke, es ist machbar, mit Baby auf Tour zu gehen, wenn man es gut plant. Kollegen wie "Wir sind Helden" oder "Juli" haben es vorgemacht. Ich will natürlich Zeit mit meinem Kind verbringen, daher würde ich es nicht abgeben und erst nach zwei Monaten Tour wieder abholen wollen. So stelle ich mir das nicht vor. Wir werden sehen. Entweder es fährt eine Nanny mit oder meine Schwester. Die freut sich schon sehr auf ihre Nichte oder ihren Neffen. Sie ist Anfang 20 und ganz stolz, dass sie jetzt Tante wird.

Wann werden Sie wieder auf der Bühne stehen?

Es wird sich nach der Geburt sicher einiges ändern, wir müssen uns auch erst mal an die neue Situation gewöhnen. Daher werden wir dieses Jahr sicher nichts mehr Großes planen, aber nächstes Jahr im Frühjahr vielleicht. Irgendwann fällt uns sicher auch die Decke auf den Kopf. Meine Crew freut sich auch schon darauf. Bei uns ist es so familiär. Das klappt bestimmt.

Sie haben mal gesagt, dass sie sich ein Haus auf dem Land wünschen und ein paar Kinder. Das Haus haben Sie schon. Für wie viele Kinder ist dort denn noch Platz?

Ein Bekannter hat mir diese Frage letztens auch gestellt. Wir haben tatsächlich noch nie darüber geredet. Wir konzentrieren uns jetzt erst mal auf das erste Baby. Abgeneigt bin ich auf jeden Fall nicht. Ich wollte das erste Kind in einem Alter bekommen, in dem es unproblematisch ist, auch noch ein Zweites zu bekommen. Ich habe auch selbst zwei Geschwister und bin definitiv ein Familienmensch, aber konkrete Pläne haben wir noch nicht.

Sie sind nun seit über zehn Jahren mit ihrem Bandkollegen Oliver Varga liiert. Denken Sie auch über eine Hochzeit nach?

Nein, Hochzeit ist für uns wirklich kein Thema. Warum auch immer. Die meisten Freunde von uns sind nicht verheiratet und das klappt auch wunderbar.

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