Barbara Schöneberger: Gut geschlafen?

Zweifach-Mama Barbara Schöneberger hat mit gala.de über Schlafmangel, Rituale und tolle Erfindungen rund ums Baby gesprochen

Barbara Schöneberger

So richtig gut geschlafen hat Barbara Schöneberger seit der Geburt ihrer Tochter im Januar nachts vermutlich nicht mehr, gut gelaunt ist sie trotzdem: Anläßlich der Aktion "40 Jahre Liebe, Schlaf & Spiel" hat die Moderatorin für den Windelhersteller Pampers den "Guten Morgen"-Song "Gut geschlafen, gut gelaunt" (ab 1. Juni kostenlos herunterladbar) aufgenommen, den sie vergangene Woche in einem Hamburger Kindergarten präsentierte. Für Gala.de eine gute Gelegenheit, um mit der 39-Jährigen und zweifachen Mutter über die Wichtigkeit von Ritualen in der Kindererziehung, Schlafmangel und die tollsten Erfindungen rund ums Baby zu sprechen. Dabei wurde deutlich: Barbara Schöneberger nimmt auch die Hürden des Mutterseins mit einer gehörigen Portion Humor und begegnet Herausforderungen mit einer erfrischenden Natürlichkeit.

Singen Sie Ihre Kinder in den Schlaf?

Ruby O. Fee & Matthias Schweighöfer

Ihre Mutter dachte, er sei Tim Bendzko

Matthias Schweighöfer und Ruby O. Fee
Ruby O. Fee und Matthias Schweighöfer offen wie nie. Im Video sehen Sie, wie Rubys Mutter auf ihren neuen Freund reagiert hat.
©Gala

Ja, ich finde, man sollte immer abends singen. Ich glaube, Singen hat eine unglaublich beruhigende Wirkung auf kleine Kinder. Nicht umsonst machen die Leute das schon seit Jahrhunderten und auch in vielen anderen Kulturen ist es üblich, dass den Kindern den ganzen Tag etwas vorgesungen wird. Aber natürlich muss jeder selber wissen, wie er seine Kinder am liebsten beruhigen möchte.

Was singen Sie denn so?

Gerne allle möglichen traditionellen Kinderlieder. Ich kann sie alle.

Welchen Zubettgeh-Ritualen folgen sie denn abends noch?

Ach, das ganz normale Programm: Essen, Geschichte lesen und singen.

Haben Sie Erinnerungen an bestimmte Rituale aus Ihrer eigenen Kindheit?

Ich kann mich gar nicht so genau dran erinnern. Aber ich glaube, meine Mutter hat auch sehr viel gesungen und ich konnte die Lieder alle in- und auswendig. Wir haben die Lieder so viel gesungen, dass ich sie später - als es mir dann etwas langweilig wurde - schon mit Zweitstimme gesungen habe (lacht). Daher habe ich die Melodien noch heute im Ohr. Das fiel mir jetzt wieder auf, als ich angefangen habe, für meine eigenen Kinder zu singen.

Sie haben kürzlich mal erzählt, dass sie momentan überall sofort einschlafen könnten. Ist das immer noch so schlimm?

Wenn ich mich mit etwas beschäftige, dann geht es. Sobald ich aber nichts mehr zu tun habe, dann verfalle ich sofort in Tiefschlaf. Denn es hängt einem ja doch nach, dass man wenig schläft, dass man nicht so vernünftig ist, früh ins Bett zu gehen, damit man wenigstens irgendwie auf sechs Stunden Schlaf kommt. Also schlafe ich jetzt überall - im Flugzeug, im Zug, immer mit offenem Mund. Teilweise sehr unangenehm, wenn die Leute einen dabei beobachten (lacht). Neulich wäre ich im Speisewagen fast von meinem Sitz gefallen.

Barbara Schöneberger präsentierte ihren "Guten Morgen"-Song mit kleinen Windelträgern

Unter Schlafmangel leiden ja die meisten Mütter ...

Ja, aber ich glaube, es ist für jede Mutter anders. Die eine findet ihren Alltag ganz fürchterlich, weil das Kind dreimal in der Nacht aufgewacht ist und sie hundemüde ist. Die andere musste vielleicht auch dreimal aufstehen, fand das aber gar nicht so störend, weil sie danach sofort wieder eingeschlafen ist. Ich gehöre zum Glück zur letzteren Sorte. Ich kriege manchmal gar nicht richtig mit, dass ich aufgestanden bin.

Wie gehen Sie denn mit Einschlaf- bzw. Durchschlafproblemen ihrer Kinder um?

Ich versuche da ganz natürlich ran zu gehen und folge ein paar einfachen Regeln, die logisch klingen. Es leuchtet ja schon ein, dass man ein Kind, das nachts wach wird, nicht aus dem Bett nimmt und ins Wohnzimmer schleppt und sagt: 'Mh, das kann jetzt eben nicht schlafen, dann spielen wir eben.' Bei uns wird nachts einfach nicht gesprochen und kein Licht angemacht, so dass das Kind auch ganz deutlich den Unterschied zwischen Tag und Nacht spürt. Ich finde, da sollte man schon streng sein, damit das Kind auch einen Rhythmus hat. Das zahlt sich aus.

Die Windel war ja damals eine sehr erleichternde Erfindung für Mütter. Welche Erfindungen empfinden Sie noch als großen Gewinn?

Flaschenmilch finde ich sehr praktisch. Denn natürlich musste ich darauf zurückgreifen, als ich wieder angefangen habe, zu arbeiten. Das ist schon eine ziemliche Erleichterung. Aber mein absoluter Favorit ist der Nasensauger, den man an den Staubsauger anschließen kann. Das ist einfach perfekt. Das fand ich immer besser als ständig Nasentropfen zu geben. Stattdessen nimmt man das Ding und saugt damit den ganzen Schleim einfach weg (lacht).

Gala.de-Redakteurin Rachel Brozowski mit Barbara Schöneberger

Was machen Sie denn bei Ihrem zweiten Kind anders als beim ersten?

Eigentlich nichts. Im Prinzip hat sich alles, was ich gemacht habe, bewährt. Ich bin immer noch der gleiche Mensch und glaube immer noch an die gleichen Dinge. Und ich denke, dass sich eine bestimmte Haltung und eine bestimmte Reaktion auf Dinge auch auf das Kind auswirkt.

Wie war es jetzt nach der Babypause wieder auf der Bühne zu stehen?

Ach, eigentlich als wäre ich gar nicht weg gewesen. Toll, den ganzen Zirkus wieder mitzumachen. Die Pause war ja auch sehr kurz, nur vier Monate. Ich war ja nicht komplett aus dem Verkehr gezogen und bin dann in ein Wahnsinns-Vollzeit-Berufsleben zurückgekehrt, wie das bei anderen Müttern manchmal der Fall ist.

Klappt es mit der Vereinbarkeit von Job und Familie so, wie Sie sich das vorgestellt hatten?

Ja, das schon. Aber es verlangt jetzt natürlich doppelt so viel Organisation wie vorher. Je mehr Kinder man hat, desto weniger kann man sie anderen Leuten aufhalsen.

Wie haben Sie denn nach der Geburt so schnell wieder abgenommen?

Wenig essen und zwischen den Mahlzeiten fünf Stunden Pause. Sport habe ich nicht gemacht. Aber ich sehe ja auch noch nicht wieder so aus wie vorher, es muss noch einiges runter, aber heute mache ich Pause (beißt genüsslich in ein belegtes Sandwich und lacht).

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