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Anne Hathaway "Liebe auf den ersten Blick? Eine schöne Idee!"

Sie hatte schon viel Pech mit Beziehungen. Doch seit drei Jahren ist Anne Hathaway glücklich liiert. Mit "Gala" sprach sie über die lustigen und die traurigen Seiten des Lebens

Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz - Anne Hathaway ist das Schneewittchen von Hollywood.

Vor zehn Jahren wurde sie "Plötzlich Prinzessin", 2005 überzeugte sie im preisgekrönten Drama "Brokeback Mountain". Seit sie 2006 neben Meryl Streep in "Der Teufel trägt Prada" glänzte, gilt sie als Sweetheart der US-Filmbranche. Ein starker Kontrast zu ihrem zarten Äußeren ist ihr Humor, weshalb sie 2011 die Oscar-Verleihung moderieren durfte. Und der blitzt beim Interview im Londoner Hotel "Mandarin Oriental" immer wieder auf.

Der Countdown läuft: In einem Jahr werden Sie 30. Wie geht’s Ihnen damit?

Ehrlich gesagt, freue ich mich drauf. In den frühen Zwanzigern macht man so viele schmerzhafte Erfahrungen. Ich bin froh, das alles hinter mir lassen zu können.

Spielen Sie damit auf Ihr Liebesleben an?

Ja. Auch wenn ich hier keine Einzelheiten verraten will: In Sachen schlechte Beziehungen kenne ich mich aus. Und ich habe jede Menge verbrannte Erde hinterlassen.

Konnten Sie aus Ihren Erfahrungen etwas lernen?

Ich habe verinnerlicht, dass eine Enttäuschung kein Grund sein muss, sich vor einer neuen Liebe zu fürchten. Jeder macht mal schlechte Erfahrungen. Letztlich bereiten sie einen darauf vor, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Ein Schock war es sicher für Sie, als Ihr Ex-Freund Raffaello Follieri wegen Betrugs für vier Jahre ins Gefängnis kam. Was trägt Sie durch solche Krisen?

Ich stelle mich meinen Schmerzen so, wie ich unerfreulichen Dingen immer begegne: mit Humor. Im Leben hat alles zwei Seiten - die lustige und die traurige. Es tut gut, von allem die witzige Seite zu sehen.

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Gab es je einen Moment, in dem Sie nichts mehr von Männern wissen wollten?

Nein. Es ist doch so: Manchmal wird dein Herz ganz mies behandelt. Und dann wieder entwickelt sich ein Flirt so schön, wie du es gar nicht erwartet hast. Man muss es einfach immer wieder ausprobieren.

Wie war das mit Ihrem jetzigen Freund Adam Shulman?

Da war es genau so. Ich war gar nicht auf der Suche nach etwas Festem, sondern wollte mich ganz auf mich konzentrieren - dann kam Adam. Er hat meine Pläne so dermaßen durchkreuzt. Ich habe mich Hals über Kopf in ihn verliebt.

Sie sind jetzt seit drei Jahren ein Paar. Steht in naher Zukunft eine Hochzeit an?

Das kann ich mir inzwischen gut vorstellen, ja. Früher fürchtete ich beim Gedanken an die Ehe, dass ich nur aus gesellschaftlichen Gründen heiraten würde oder weil ich einen Kleinmädchentraum ausleben will. So ist es auf jeden Fall nicht mehr.

Wie sieht es mit Kindern aus?

Ich freue mich riesig darauf, Mutter zu werden. Kinder sind ganz sicher das Beste, was man im Leben machen kann. Aber noch bin ich nicht ganz so weit.

In ihrem aktuellen Film "Zwei an einem Tag" geht es um platonische Freundschaft. Was glauben Sie: Können Mann und Frau einfach Freunde sein?

Auf jeden Fall ist es einfacher, wenn einer oder am besten beide in Beziehungen leben. Sonst wird es meistens irgendwann doch kompliziert, selbst wenn alles mal ganz freundschaftlich angefangen hat.

Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?

Warum nicht? Auf jeden Fall ist es eine schöne romantische Idee. Und die Welt wäre ärmer, wenn wir sie nicht hätten.

Und was ist mit der Idee des Seelenverwandten?

Auch wenn es so viele Menschen gibt, denke ich schon, dass es den einen gibt, mit dem man sich perfekt ergänzt.

Sie haben vorhin erzählt, dass Sie das Leben gern humorvoll nehmen. War es schwer für Sie, sich in Ihre Rolle als Emma einzufühlen, diesen ernsthaften Charakter?

Nein, denn ich konnte mich sehr gut damit identifizieren, wie verloren sich Emma als junge Frau vorkommt. Diese Phasen, in denen sich nichts richtig anfühlt, habe ich auch erlebt. Als Emma mit Dex später nach Griechenland reist, weiß sie endlich, dass sie genau da ist, wo sie sein will. Aber um diesen Punkt zu erreichen, muss man sich vorher auch mal richtig deplatziert und desorientiert gefühlt haben.

"Zwei an einem Tag" ist ein anspruchsvoller Schmachtfetzen. Schon der Roman von David Nicholls trieb Millionen Lesern die Tränen
"Zwei an einem Tag" ist ein anspruchsvoller Schmachtfetzen. Schon der Roman von David Nicholls trieb Millionen Lesern die Tränen in die Augen: Nach einer gemeinsamen Nacht zu Studentenzeiten treffen sich Emma und Dexter jedes Jahr am selben Tag - und das zwanzig Jahre lang.
© PR/Tobis

Der Film lebt nicht zuletzt von der musikalischen Zeitreise. Ihr Co-Star Jim Sturgess ist auch Musiker. Hat er Ihnen etwas beigebracht?

Vor allem war es eine Blamage für mich. Ich kannte zwar Lieder von Robbie Williams, aber bei der Szene, in der Jodie Whittaker betrunken "Angels" singt, war ich wirklich die einzige Person am Set, die den Song nicht kannte. Und dann "Sex Bomb" - also ja, Jim hat mir einiges über die Musik der letzten zwanzig Jahre verraten.

Derzeit drehen Sie "Batman: The Dark Knight Rises". Als Catwoman tragen Sie ein ziemlich sexy Outfit. Wie halten Sie sich in Form?

Ehrlich gesagt: Momentan trinke ich nur Grünkohlsaft und atme Staub, denn dieser Anzug ist so unbarmherzig. ( lacht) Da waren die Dreharbeiten zu "Zwei an einem Tag" in London was ganz anderes. Jeden Tag Fish & Chips! Kate Randall

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