Amanda Seyfried: "Ich will Leidenschaft"

Wenn die "Twilight"-Regisseurin Rotkäppchen verfilmt, wird's sexy bis düster. Genau der richtige Job für einen offenherzigen Youngster namens Amanda Seyfried

Amanda Seyfried

So sexy und taff war Rotkäppchen

noch nie: Amanda Seyfried ("Mamma Mia") spielt in "Red Riding Hood" jetzt eine sehr erwachsene Version der wohl bekanntesten Mützenträgerin der Welt. Eine Rolle, die der 25-Jährigen, die nebenbei auch noch erfolgreich Lieder schreibt und singt, den endgültigen Durchbruch in Hollywood bescheren könnte. Gala traf die Blondine mit dem hypnotischen Blick in London zum Gespräch über Männer, ihre unglücklichste Liebe - und Schönheitsbehandlungen.

Langhaarfrisuren

Die Traummähnen der Stars

Blake Lively ist bekannt für ihre lange, gepflegte Mähne. Hier hat die Schauspielerin ihre welligen Haare ein wenig gezügelt. Die obere Strähne wurde mithilfe einer Haarspange aus dem geklemmt.
Blake Lively kann aber auch so: Hier lässt sie ihrer welligen, voluminösen Mähne den Vortritt. Bei so einer Frisur bedarf es nicht mehr viel auffälligem Make-up.
Auf der Bühne lässt Jennifer Lopez ihrer wilden Mähne gerne freien Lauf.
Nicht weniger sexy ist dieser Look: Die obere Partie der Haare wurde bei Jennifer streng nach hinten gesteckt. Der Rest des Haars fällt - sorgfältig geglättet - über ihre Schultern. 

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Welches Märchen mochten Sie als Kind am liebsten?

Ich hatte in erster Linie schreckliche Angst vor Märchen. Trotzdem konnte ich es nicht lassen, sie vor dem Einschlafen zu hören. Wahrscheinlich war ich deswegen so ein verängstigtes Kind. Scheinbar hatte ich die Tendenz, mich selbst zu quälen.

Im Film kämpfen zwei Männer um Sie: der brave Max Irons und der wild-verwegene Shiloh Fernandez. Privat turteln Sie mit Ryan Philippe. Was muss ein Mann mitbringen, um Ihr Herz zu erobern?

Das ist einfach: Er muss mein Blut in Wallung bringen! Es ist mir sehr wichtig, Leidenschaft zu erleben. Wenn ich sie nicht bis in meine Knochen spüre, ist er nicht der Richtige.

Hollywood im Märchenfieber: Amanda Seyfried wird in "Red Riding Hood" als Rotkäppchen vom bösen Wolf verfolgt.

Waren Sie schon mal unglücklich verliebt?

Ja, auf der Highschool: Acht Jahre lang war ich unsterblich in einen Mitschüler verliebt.

Heimlich?

Nein, er weiß ganz genau, dass er der Mann meines Lebens ist. Eine Freundin ist damals mit ihm ausgegangen, obwohl sie wusste, wie sehr ich ihn liebe. Ich sollte diesen Mann nie haben, aber irgendwie ist es in Ordnung. Denn ich hatte anschließend großes Glück mit meinen Freunden. Ich durfte zwei großartige andere Männer kennenlernen.

Haben Sie Ihrer Freundin vergeben?

(überlegt) Nein. Ich dachte es zeitweilig. Aber jetzt bin ich 25, und irgendwie nehme ich es ihr immer noch übel.

Sie tauchen ständig in den Listen der schönsten Frauen der Welt auf. Macht so etwas selbstbewusster?

Nein. Denn es geht doch gar nicht darum, wer gut aussieht. Es geht darum, wer gerade "hot" ist und die meisten Filme auf dem Markt hat. Es bedeutet absolut gar nichts. Man sollte die Macher solcher Listen verklagen! (lacht)

Wofür geben Sie eigentlich Ihre Millionen-Gagen aus?

Von meiner ersten richtig großen Gage habe ich mir ein Haus gekauft. Und mit "Briefe an Julia" habe ich mein Apartment in New York bezahlt. Deswegen nenne ich es mein "Briefe an Julia"-Apartment. Von meiner Gage für die TV-Serie "All My Children" habe ich mir damals ein Paar Schuhe geleistet - ich war jung und hatte kein Geld. Durch "Red Riding Hood" konnte ich mir jetzt ein Haus in Los Angeles leisten.

"Red Riding Hood" ist voll von Metaphern über Sexualität und den Verlust der Jungfräulichkeit. Wie haben Sie die Pubertät erlebt?

Ich fand alles, was mit Sex zu tun hatte, zunächst eher beängstigend als faszinierend.

Hört sich nach einer schwierigen Zeit an.

Mein Körper veränderte sich und gehörte plötzlich nicht mehr zu mir. Ich fühlte mich hässlich, richtig unattraktiv. Sie hätten mich damals mal sehen sollen: Ich hatte mir die Augenbrauen zu extrem gezupft, meine Haare waren seltsam kraus, ich hatte kein bisschen Selbstvertrauen und fühlte mich zu dick. Zusätzlich fehlte mir der Antrieb, etwas in meinem Leben zu verändern. Aber welches Mädchen in diesem Alter schaut schon in den Spiegel und findet sich toll?

Und was denken Sie, wenn Sie heute in den Spiegel schauen?

Ich fühle mich "clean".

Und glücklich?

Glücklich? Na ja, mehr oder weniger. Es ist schon seltsam. In einer Welt, in der es heute für Frauen so viele Möglichkeiten gibt, ihr Äußeres zu verändern, fällt es schwer zu widerstehen und nicht auch etwas korrigieren zu lassen.

Was haben Sie schon machen lassen?

Zu Hause in Los Angeles gehe ich jede Woche zum plastischen Chirurgen und lasse eine Laserbehandlung machen.

In Ihrem Alter?

Sie erzählen mir, es wirke präventiv gegen Falten. Und da denke ich mir: Warum eigentlich nicht? Ich weiß gar nicht genau, wie es funktioniert. Aber anschließend fühlt sich meine Haut sensationell an. Ich muss als Schauspielerin nun einmal auf bestimmte Dinge achten. Wenn ich nicht trainiere, meine Haut nicht pflege und die Zähne nicht bleachen lasse, heißt es, ich ginge unverantwortlich mit meinem Körper um.

Wie weit würden Sie für eine Rolle gehen?

Wenn ein Regisseur mir sagen würde, ich solle mich für eine Rolle extrem verändern, dann würde ich antworten: "Fuck off". Wenn es eine richtig gute Rolle ist, wäre ich allerdings zu Kompromissen bereit. Noch mehr abnehmen würde ich nicht, das sieht ungesund aus. Ich würde auch nicht 20 Kilo zunehmen. Eine Botox-Behandlung könnte ich mir aber schon vorstellen.

Wer oder was ist das Wichtigste in Ihrem Leben?

Mein Hund Finn! Immer, bevor ich ihn zu Hause allein lassen muss, nehme ich ganz viele Videos und Fotos von ihm auf, die ich mir dann auf der Reise ansehe. Denn eigentlich kann ich es nicht ertragen, von ihm getrennt zu sein.

Christian Aust

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