Alexander Jolig: Sie wollen Jenny helfen

Alexander Jolig und seine Frau Britt sind zu Schlüsselfiguren im Leben von Jenny Elvers geworden - es geht vor allem um Sohn Paul. "Gala" sprach exklusiv mit dem Ehepaar

Alex Jolig, Britt Jolig

Lachfältchen um die Augen, fester Händedruck: Seit er vor 13 Jahren "Big Brother"-Kandidat war, scheint Alexander Jolig, 50, kaum gealtert. Vielleicht liegt das an seiner Grundhaltung: Der Bonner Diplomatensohn - Ex-Gastronom und heute Suzuki-Club-Leiter sowie Geschäftsführer der "Moto Lifestyle GmbH" - ist eine Frohnatur. Für seine Ehefrau Britt, 46, gilt dasselbe. Und sie hat ein riesengroßes Herz. Sie war es, die ihn vor gut einem halben Jahr ermutigte, seinen Sohn Paul, 12, wiederzusehen. Pauls Mutter ist Jenny Elvers, mit der Jolig eine Affäre verband und die gerade ihr Leben neu ordnet.

Alexander, haben Sie über all die Jahre nie versucht, Ihren Sohn zu erreichen?

Alexander Jolig: Doch, klar! Ich habe regelmäßig angerufen und SMS geschrieben. Kontakt gab es - nur eben keine Treffen.

Warum haben Sie keins eingefordert?

Alexander: Paul, Jenny und ihr Ex-Partner Goetz Elbertzhagen waren und sind eine Familie. Sie haben das so gelebt, und ich habe das so akzeptiert. Die kurze Liaison zwischen Jenny und mir war längst vorbei. Deshalb hab ich mich zurückgenommen. Zugunsten von Paul und der Familie.

Wie hat sich das angefühlt?

Alexander: Oft anstrengend und sehr schmerzhaft.

Paul wird meistens als "Adoptivsohn" von Goetz Elbertzhagen bezeichnet. Ist er das wirklich?

Alexander: Nein. Das hätte ich nie gewollt. Und ich wurde auch nie danach gefragt.

69 Tage im "Big Brother"-Container machten Alexander Jolig im Jahr 2000 zur TV-Berühmtheit. Aus seiner Affäre mit Jenny Elvers entsprang 2001 Sohn Paul. Bei der Geburt war Jolig dabei.

Britt, Sie haben Ihren Mann dazu ermutigt, einen großen Schritt auf Jenny Elvers- Elbertzhagen zuzugehen. Was war Ihre Motivation?

Britt Jolig: Ich kann es einfach schlecht aushalten, wenn etwas nicht stimmt. Ich möchte aus der Welt schaffen, was unangenehm ist oder wehtut. Wenn ich sehe, dass der Mann, den ich liebe, leidet, muss ich das doch angehen! Zumal es das Natürlichste der Welt ist, seinen Sohn sehen zu wollen. (Sie stockt, kämpft mit den Tränen) So haben wir uns dann alle dafür eingesetzt, dass es klappt. Alex, ich und Jenny.

Wussten Sie da schon, dass Jenny alkoholkrank ist?

Alexander: Nein.

Britt: Von ihren Problemen haben wir über die Medien erfahren. Da ist natürlich eine große Sorge entstanden.

Haben Sie sich früher schon mal Sorgen um Paul gemacht?

Alexander: Nein. Ich wusste, dass er bei Jenny in guten Händen ist, dass er Kind sein darf und eine super Erziehung genießt.

Britt: Sie ist eine tolle Frau. Eine Mama mit Herz.

Wo haben Sie sich dann erstmals wieder gesehen?

Britt: Nach Jennys erstem Therapieblock kam sie mit Paul zu uns nach Hause.

Alexander: Alle standen zum Empfang in der Tür. Die Hunde, der Kater, Britts Tochter, wir beide ...

Und dann?

Alexander: Liefen erst mal die Tränen. Ich habe natürlich versucht, meine ein bisschen zu verstecken.

Britt: Dann gab’s Gruppenkuscheln!

Alexander: Die Kinder sind gleich danach raus in den Garten zum Toben.

Britt: Und drinnen war Elternabend. (lacht) Es gab Kaffee und Kuchen. Jenny hatte uns einen wunderschönen Korb mit frischen Kräutern mitgebracht. Es war von Anfang an entspannt und sehr nett. Jenny ist so unkompliziert, warm und herzlich. Sie hat sich einfach auf ein Kissen auf den Boden gesetzt. Das Eis war sofort gebrochen.

Ein Kind, zwei Familien: Seit Anfang des Jahres ist Paul mal bei Papa Alex in Bonn, mal bei Mama Jenny. Für deren Ex Goetz Elbertzhagen war er immer so wichtig wie ein eigener Sohn.

Würden Sie sagen, Sie sind Freunde?

Britt: Ja, und eine Familie. Jenny überlässt mir ihr Kind, schenkt mir ihr Vertrauen. Dafür bekommt sie meins. Bedingungslos!

Alexander: Wir gehen offen miteinander um, haben jeden Tag Kontakt - oder jeden zweiten. Besonders wenn Paul bei uns ist, teilen wir unser Leben per Skype oder SMS.

Auch mit Jennys Ex-Partner Goetz?

Alexander: Natürlich! Man kann dem Jungen nicht seine Vergangenheit nehmen.

Britt: Goetz plant jetzt ja eine Weltreise, aber darüber zu urteilen steht uns nicht zu. Fakt ist, dass die beiden regelmäßig sprechen werden und Paul ihn besuchen kann, wenn er möchte.

Alexander: Was Paul jetzt braucht, ist Konstanz, Verlässlichkeit.

Finden Sie, dass Paul Ihnen ähnlich sieht, Alexander?

Alexander: Klar. Auch meinem Vater als Kind. Wir haben sehr viele gemeinsame Leidenschaften, zum Beispiel Motorradfahren.

Britt: Und dazu diese Eigenarten! Die beiden essen ihr Spiegelei genau gleich ...

Alexander: ... das Eigelb kommt zum Schluss.

Britt: Wenn sie so was merken, gucken sie sich gegenseitig an und lachen sich tot.

Fragen Sie sich heute, warum Sie das Ganze nicht schon früher angegangen sind?

Alexander:(schmunzelt) Natürlich. Aber die Verhältnisse haben sich eben geändert. Vielleicht waren vorher auch Verlustängste auf der anderen Seite da, auch bei Goetz. Das fände ich absolut verständlich.

Britt: Jenny sagt immer: Lasst uns nicht zurückgucken! Wir leben gemeinsam im Jetzt. Alex und Jenny haben eine Liebe, die sie für immer teilen werden: Das ist Paul.

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