Ingo Appelt: Ich bin gerne männerfeindlich

Komiker Ingo Appelt ist der Ansicht, dass er ruhig männerfeindliche Witze reißen darf.

Ingo Appelt (45) amüsiert sich köstlich darüber, dass die Männer ihm nach Witzen über ihr Geschlecht auch noch zujubeln.

Der Comedian ('Quatsch Comedy Club') ist derzeit mit seinem neuen Programm 'Frauen sind Göttinnen' auf Tour. Im Interview mit der 'Lampertheimer Zeitung' verriet er nun, warum er das weibliche Geschlecht als "göttlich" bezeichnet: "Weil sie es hören wollen und die Karten kaufen. Männer sind so sch****blöd. Die wollen gerne zum Appelt gehen, dürfen aber die Karten nicht kaufen. Die Frauen bestimmen, wo es abends hingeht. Diese Rolle macht mir Spaß: Männer total runterzumachen und Frauen in den Himmel zu loben. Es ist politisch unkorrekt, frauenfeindlich zu sein. Aber männerfeindlich geht immer und ist echt lustig."

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©Gala

Dass so nicht mehr von Gleichberechtigung der Geschlechter die Rede sein kann, juckt Deutschlands wohl bösesten Komiker wenig. Männer seien da hart im Nehmen, wie er weiterhin ausführte: "Wenn du erzählst, dass ein Mann in Salzsäure ein gelöstes Problem ist, kriegst du Beifall - umgekehrt gibt es auf die Fresse. Männer sind so sch****aggressiv, die stehen aber auf so etwas. Wenn man auf die Bühne geht und ihnen zuruft: Ihr seid Idioten, seht sch**** aus, seid bekloppt und der letzte Dreck - dann stehen sie noch auf und jubeln. Es macht einfach Spaß. Das hat aber auch damit zu tun, weil man selbst frustriert und neidisch ist."

Neben der Männerfeindlichkeitsstrategie würde der TV-Mann, der seit 25 Jahren bekennendes SPD-Mitglied ist, gerne mehr schwarzen Humor in sein Programm aufnehmen. Das erweise sich in Deutschland allerdings nicht immer als einfach. "Ich stehe auf Leute wie Jack Nicholson und bin Fan von [der britischen Komikergruppe] Monty Python", verriet der gebürtige Essener und erklärte danach: "Solange es die Engländer machen, finden es alle gut, aber nicht bei uns. Das habe ich bei der 'Ingo Appelt Show' gemerkt, die war kein Strich bösartiger. Bei Monty Python hat man sich kaputtgelacht, beim Appelt hieß es: Das geht gar nicht - was schon ein bisschen komisch ist. Da müssen die Deutschen noch lernen. Das ist mein Auftrag. Einen guten Witz zu erzählen, der keinem wehtut, kriegt jeder hin. Aber einen guten Witz, der wehtut und so zu präsentieren, dass der Saal vor Lachen auf dem Boden liegt, ist die Kunst", sinnierte Ingo Appelt.

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