Hugh Grant: Er muss vor Gericht

Journalisten sollen sein Telefon abgehört und so intime Privatdetails erfahren haben. Aber Hugh Grant ist nicht der einzige Star, dessen Mobiltelefon gehackt wurde. Jetzt stehen die Reporter vor dem Richter und der "Brigdet Jones"- Darsteller soll eine Aussage machen

Hugh Grant, Sienna Miller, Prinz William und eine Handvoll prominente Fußballer: Was sich liest wie die Gästeliste einer Glamour-Gala, steht in der derzeit brisantesten Polizeiakte Großbritanniens. Es geht um angezapfte Telefone, abgehörte Unterhaltungen und Bekanntmachung intimer Details. Für all das sollen Journalisten der britischen Boulevard-Zeitung "News of the World" verantwortlich sein. "Bridget Jones"-Darsteller Hugh Grant soll in dem Verfahren nun in den Zeugenstand.

Mit seinem unverwechselbaren Stirnrunzeln im Gesicht hatte Grant zuvor in einem Interview mit "BBC" die Praktiken des Boulevard-Blatts angeprangert. Reporter sollen sein Handy geknackt und über längere Zeit abgehört haben. Zudem erzählte Grant von einer Unterhaltung mit einem Journalisten der Zeitung, der ihm gegenüber diese Vorgehensweise zugegeben haben soll- Grant will dieses Gespräch aufgezeichnet haben. "Was Interesse der Öffentlichkeit ist, ist noch lange nicht im öffentlichen Interesse", so der Schauspieler sichtlich verärgert.

Hugh Grant

"50 Jahre sind genug!"

7. Juni 2008: Pünktlichkeit ist eine Zier... Auf dem Weg zur "Raisa Gorbachev Foundation" muss Hugh sich beeilen.
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Doch er ist nicht der einzige Star, der Mitschnitte seiner privater Telefonate oder Email-Ausschnitte plötzlich in der Zeitung wiederfinden musste. Auch Schauspiel-Kollegin Sienna Millers Telefon war von Mitarbeiterin der "News of the World" gehackt worden. Die Journalisten hörten Nachrichten zwischen Sienna und Jude Law ab und veröffentlichten sie. Sienna zog dagegen erfolgreich vor Gericht: Im Juni wurde ihr eine Entschädigung zugesprochen. Zuvor waren bereits zwei der Journalisten persönlich zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Und bereits Ende 2005 waren auch Gespräche zwischen Prinz William und seinem Bruder Harry zu lesen. William habe eine Knieverletzung, war dadurch zu erfahren. Und er hatte sich mit Prinz Harry einen Scherz erlaubt, als er mit verstellter Stimme eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter des Bruders hinterlassen hatte. Als Chelsy Davy machte William ihm Vorwürfe, er sei in einer Bar einer Tänzerin zu nahe gekommen. So harmlos und scherzhaft sie auch gemeint waren - Details wie diese sollten eigentlich nie aus dem Königshaus an die Öffentlichkeit gelangen können. Scotland Yard wurde alarmiert, die "News of the World" für ihre Methoden verklagt.

Besonders prekär: Nicht nur Prominente sollen Opfer der fragwürdigen Methoden der "News of the World" gewesen sein, sondern auch ein entführtes Mädchen und Angehörige gefallener Soldaten. Bei dem jungen Mädchen zapften die Journalisten das Mobiltelefon an - während der Entführung. Zudem sollen Politiker und Polizisten von den Zeitungsmachern geschmiert worden sein, um an exklusive Informationen zu gelangen.

Kein Wunder also, dass sich Hugh Grant mit solcher Entrüstung zu Wort gemeldet hat. Für die "News of the World" haben die Enthüllungen eine fatale Konsequenz. Ihr Inhaber, Medienmogul Rupert Murdoch entschied am Mittwoch (7. Juli), dass die Zeitung eingestellt wird. Am kommenden Sonntag soll das Blatt das letzte Mal erscheinen.

smb

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