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Hubertus Meyer-Burckhardt "Die Krebsdiagnose erzieht zum Glücklichsein"

Hubertus Meyer-Burckhardt
Hubertus Meyer-Burckhardt
© NDR/Paul Schimweg
Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt erhielt vor zwei Jahren die schockierende Krebs-Diagnose. Im Interview erzählt er jetzt, wie er mit seinem Schicksal umgeht.

NDR-Talkshow Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt, 63, lebt seit zwei Jahren mit der Diagnose Krebs. Bei einer Routineuntersuchung wurden zwei Tumore gefunden. Als er die Diagnose erhielt, habe er Nebel im Kopf und Marmelade in den Knien gehabt, so erzählt der 63-Jährige jetzt in "BILD am Sonntag". Schnell habe er aber neuen Mut gefasst und sich dazu entschieden, gegen den Krebs zu kämpfen. 

Hubertus Meyer-Burckhardt gibt seinen Tumoren Namen

Meyer-Burckhardt hat sich für einen positiven Blick auf das Leben entschieden. Mittlerweile stehe fest, dass es kein Lungenkrebs sei und die Tumore sehr langsam wachsen würden, so berichtet die "BILD am Sonntag". Dort spricht der Moderator, der seit zehn Jahren gemeinsam mit Barbara Schöneberger, 45, die NDR-Talk Show moderiert, auch über seine derzeitige Verfassung: "Ich neige nicht zum Hadern oder dazu zu fragen, warum ich. Es geht mir de facto so gut wie lange, lange nicht mehr. Das liegt natürlich auch daran, dass meine beiden Freunde Kafka und Shaw faule Säcke sind. Das macht es etwas leichter.“ Kafka und Shaw sind die Namen der Tumore, benannt nach Meyer-Burckhardts Lieblingsautoren. Seine Frau sei der Meinung gewesen, man könne nur gegen Gegner kämpfen, die Namen hätten, so der 63-Jährige. 

"Die Krebsdiagnose erzieht einen zum Glücklichsein"

Obwohl es ihm heute den Umständen entsprechend gut geht, erzählt der NDR-Moderator weiter, dass der Krebs ihn verändert habe. Man würde dankbarer für viele Dinge werden. "In diesem Sinne ist so eine Krebsdiagnose gar nicht so schlecht. Sie erzieht einen zum Glücklichsein" Man würde in dieser Zeit alles überdenken: Partnerschaft, Arbeitgeber und Freunde. Für Meyer-Burckhardt, der sich schon vor einiger Zeit aus allen Führungspositionen zurückgezogen hat, eine wichtige Erfahrung. "Ich wollte nicht mehr mit Kompromissen durchs Leben laufen. Ich habe mein Leben noch mal umgestellt und bin mutiger geworden." 

"Ich schaue heute seltener auf die Uhr"

Der 63-Jährige weiß sein Leben jetzt viel mehr zu schätzen. Dieses Bewusstsein, löst aber scheinbar auch ein Gefühl von Angst aus. "Ich habe Angst, nicht mehr leben zu können. Ich bin in diese Welt verliebt. Ich bin unglaublich dankbar, sie so beleben zu können, wie sie ist, mit meiner Frau, mit meiner Familie in Europa und zu Friedenszeiten“, erklärt er im Interview mit "BILD am Sonntag". Deswegen will Hubertus Meyer-Burckhardt sein Leben jetzt auch viel aktiver genießen. Er schaue seltener auf die Uhr und höre bei einem Gespräch zehn Minuten länger zu. "Ich lebe jetzt ein bisschen ohne Plan, vertraue mich mehr der Zeit und dem Leben an."

Verwendete Quellen: Instagram, BILD am Sonntag

Nina Blumenrath Gala

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