Holocaust-Überlebender Elie Wiesel (†): Der Friedensnobelpreisträger ist gestorben

Er war ein "lebendes Denkmal" wider den Terror des NS-Regimes. Nun ist Elie Wiesel im Alter von 87 Jahren in Israel gestorben

Elie Wiesel (†)

Er war ein unabänderlicher Optimist, ein Kämpfer gegen die Ungerechtigkeit und ein feinsinniger Literat. Nun ist Elie Wiesel im Alter von 87 Jahren gestorben. Weltweit sorgte die Nachricht vom Tod des Holocaust-Überlebenden für große Bestürzung.

Er überlebte den Schrecken des Holocausts

Der 1928 im rumänischen Sighetu Marmație geborene Wiesel überlebte gleich zwei Konzentrationslager des Dritten Reiches: 1944 wurde er ins berüchtigte KZ Auschwitz deportiert und später ins KZ Buchenwald verlegt, wo er 1945 von amerikanischen Soldaten befreit wurde. Von den Schrecken des Holocausts ließ er sich aber nicht seinen Glauben an die Menschheit nehmen.

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Elie Wiesel mit Barack Obama und Angela Merkel am KZ Buchenwald.

Ein Leben für den Frieden

Nach seiner Befreiung studierte er an der renommierten Universität von Sorbonne in Paris und widmete sein Leben dem Kampf gegen Rassismus Diskriminierung und Unterdrückung. Unablässig ermahnte er die nachfolgenden Generationen, dass sich ein Verbrechen an der Menschheit wie in Auschwitz nie wieder wiederholen dürfe. Auf Vorschlag des Deutschen Bundestages erhielt er für seine Bemühungen und literarischen Werke 1986 den Friedensnobelpreis. Vor zwei Jahren erhielt er den höchsten deutschen Orden, das Große Verdienstkreuz mit Stern.

Selbst US-Präsident Obama würdigte Wiesel in einer Erklärung als "eine der großen moralischen Stimmen unserer Zeit" und "Gewissen der Welt". Er sei ein "lebendes Denkmal" gewesen. Als solches Denkmal bleibt Wiesel unvergessen.

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