Hillary Clinton: Jetzt wird es richtig schmutzig

Hillary Clinton geht als erste Frau ins Rennen ums Weiße Haus. Nun will ein Skandalbuch die Politikerin diskreditieren

Nach dem vergangenen "Super Tuesday" ist klar: Hillary Clinton muss die Kandidatin der Demokraten für die US-Präsidentschaftswahl am 8. November werden. Damit hat erstmals eine Frau die realistische Chance, das mächtigste Amt der Vereinigten Staaten zu bekleiden. Es ist ein historischer Moment. Und für Hillary Clinton, 68, der bisherige Höhepunkt ihrer politischen Karriere.

Neues Skandalbuch

Während die promovierte Anwältin, Ex-Senatorin, Ex-First Lady und Ex- Außenministerin die erste wichtige Hürde auf dem Weg zu ihrem größten Triumph noch feiert, überschattet ein Skandalbuch diesen Erfolg. In seiner am 28. Juni erscheinenden Biografie "Crisis of Character" ("Persönlichkeit in Not") erhebt der ehemalige Secret-Service-Offizier Gary J. Byrne schwere Vorwürfe gegen Clinton. Er behauptet: "Hillary ist eine Furie mit Dr. Jekyll- und Mr. Hyde-Persönlichkeit." Byrne arbeitete 29 Jahre lang für den amerikanischen Geheimdienst. Er war während Bill Clintons Präsidentschaft von 1993 bis 2001 dem First Couple unterstellt und wurde direkt vor dem Oval Office postiert.

Victoria Beckham

Sie tanzt im Sonnenuntergang

Victoria Beckham
Victoria Beckham zeigt ab und zu gerne, dass sie das Tanzen nicht verlernt hat.
©Gala

In seinem Enthüllungsbuch "Crisis of Character" skizziert der Ex-Geheimagent Gary J. Byrne ein unschönes Bild von Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton

Byrne beschreibt sie als Furie

Die Tobsuchtsanfälle von Hillary seien gefürchtet gewesen – von den Angestellten genauso wie von Bill Clinton. Das beschreibt Byrne in seinem Enthüllungsbuch, das bei Amazon bereits auf Platz eins der Vorbestellungen rangiert: "Was ich in den Neunzigerjahren erlebt habe, hat mich krank gemacht", sagte Byrne in einem Interview mit der "New York Post". Hillary Clinton habe ihrem Mann und dem Personal Schimpfworte entgegengeschrien, wenn sie einen Wutanfall hatte. Zudem soll Hillary mehr als einmal so auf Bill eingeschlagen haben, dass er ein blaues Auge davontrug.

Der Secret Service habe sogar darüber beraten, wie man den mächtigsten Mann der Welt vor seiner eigenen Frau schützen könnte. Der Ex-Agent warnt nun: "Hillary Clinton hat nicht die Integrität und das Temperament, um Präsidentin der USA zu werden." Auch auf Bill Clintons Seitensprünge geht Gary J. Byrne näher ein: Er habe einmal für den damaligen Präsidenten ein Handtuch, das mit Sperma und Lippenstift befleckt war, entsorgen müssen.

Clintons Sprecher widerspricht

Starker Tobak, der dem Anti-Clinton-Lager perfekt in die Hände spielt – auch wenn Clintons Sprecher das Buch als "komplett ausgedacht" zu bagatellisieren versucht, und die Glaubwürdigkeit des Autors, immerhin ein ehemaliger Geheimnisträger, zweifelhaft ist. Nach dem Parteitag der Demokraten Ende Juli, bei dem Hillary Clinton offiziell als Kandidatin bestätigt werden soll, beginnt die heiße Phase des Wahlkampfs. Dass es dann sachlicher zugehen wird, ist kaum zu erwarten. Nach 40 Jahren im Polit-Business weiß Hillary Clinton, was sie erwartet. Und die Stehauffrau wird sich von Anschuldigungen dieser Art nicht ins Straucheln bringen lassen.

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