VG-Wort Pixel

Herzogin Meghan Ihre magische Verwandlung

Herzogin Meghan
© Getty Images
Pünktlich zum Geburtstag erfindet sich Herzogin Meghan neu - daran kann auch ein Enthüllungsbuch nichts ändern. Was ihr Alter damit zu tun hat? GALA klärt auf.

Dieser Tag wird Meghans neuem Leben das Krönchen aufsetzen! Am 4. August feiert die Herzogin von Sussex ihren 39. Geburtstag. In früheren Jahren hätte ihr vor diesem Datum womöglich ein wenig gegraut.

Was, schon fast 40? Heute dürfte Meghan sich ebenso vorfreudig fühlen wie viele andere Frauen in diesem Alter. Denn laut der Hamburger Diplom-Psychologin und Coachin Angelika Salmen läuten die späten Dreißiger eine sehr selbstbestimmte und glückliche Phase im Leben von Frauen ein: "Sie fokussieren sich jetzt auf das Wesentliche und wollen keine Zeit mehr verschwenden." Und weiter: "Frauen überlegen sich nun eher zweimal, mit wem sie sich treffen möchten. Und sie hinterfragen präzise, was in Zukunft passieren soll.“

Herzogin Meghan setzt Prioritäten

Genau diesen überarbeiteten Lebensentwurf präsentiert uns auch Herzogin Meghan jetzt. Prioritäten setzt sie gleich mit ihrer Geburtstagsparty. Bei ihrer neuen besten Freundin Oprah Winfrey, 66, in Montecito, so heißt es, werde sie im kleinsten Kreis feiern. Hoppla, ist Meghans engste Vertraute nicht Style-Expertin Jessica Mulroney? Nicht mehr. Denn in puncto persönliche Beziehungen macht Meghan ebenfalls keinerlei Kompromisse mehr.

Nachdem Jessica sich so unglücklich mit der schwarzen Influencerin Sasha Exeter gestritten hatte, die sich von ihr rassistisch beleidigt fühlte, herrscht Funkstille zwischen Meghan und Jessica. Die Botschaft ist klar: Eine Frau wie Jessica, die Meghans wichtigste Grundsätze verrät - alle Menschen sind gleich, unabhängig von der Hautfarbe -, kann sie in ihrem Dasein 2.0 nicht gebrauchen. Faule Kompromisse möchte die Herzogin nicht mehr eingehen. Die hat sie gefühlt bei den Windsors viel zu oft geschlossen.

Enthüllungsbuch schildert Meghans Sicht in Zeiten der Verletztheit

Bei welchen Gelegenheiten Meghan die Zähne früher am meisten zusammen beißen musste, beschreiben die Journalisten Omid Scobie und Carolyn Durand im Enthüllungsbuch "Finding Freedom" (Freiheit finden), das kurz nach Meghans Geburtstag auf Englisch erscheint. Meghan und Harry, so gab einer ihrer Sprecher eilig bekannt, hätten den Autoren kein Interview für das Werk gegeben. Mussten sie auch nicht. Was Freunde ausplauderten und Meghan bei offiziellen Reisen mit Omid Scobie durchblicken ließ, reicht für einen profunden Blick in ihr Leben mit den Royals. Viel Schönes ist passiert - aber auch weniger Angenehmes.

Die Adern am Hals sind gespannt, die Mimik wirkt wie eingefroren: So sah Herzogin Meghan als Royal aus, hier im Juli 2018 beim 100. Geburtstag der Royal Air Force auf dem Balkon des Buckingham-Palastes.
Die Adern am Hals sind gespannt, die Mimik wirkt wie eingefroren: So sah Herzogin Meghan als Royal aus, hier im Juli 2018 beim 100. Geburtstag der Royal Air Force auf dem Balkon des Buckingham-Palastes.
© Getty Images

Doch eigentlich wirkt das Buch, obwohl es gerade erst erscheint, veraltet. Es schildert Meghans Sicht in Zeiten der Verletztheit. Nur: Über diese Phase ist die Herzogin von Sussex heute, vier Monate nach dem Ausstieg aus der "Firma", längst hinweg. Ihr Blick ist nach vorne gerichtet, Gestriges interessiert nicht mehr.

Meghans neues, selbstbestimmtes Leben

Wie ein Paradies wirkt im Gegensatz zu ihrer Zeit bei Hofe Meghans jetziges Leben in Kalifornien. Endlich hält sie wieder alle Fäden in der Hand. Nach Ansicht von Expertin Angelika Salmen ist Selbstbestimmtheit sowieso der ultimative Weg zum Glück. "Wenn man sich erst bewusst gemacht hat, dass man fremdgesteuert war, kann man viel Energie aus dieser Erkenntnis ziehen, um im Hier und Jetzt seine Wünsche zu erfüllen", lautet ihr Ratschlag an alle Suchenden.

Daran, wieder sie selbst zu sein, arbeitet die Herzogin von Sussex intensiv. Und erfolgreich: Jüngst bei der "Girl Up"-Videokonferenz zur Chancengleichheit von benachteiligten Mädchen in Entwicklungsländern etwa blickte Meghan (die mit ihrem Mädchennamen Markle angekündigt wurde!) stolz und aufrecht in die Kamera - ein großer Unterschied zu früher.

Meghans neuer Look: natürlicher und ungestylter

Und ihre Haare fielen sofort auf. Extensions? Nein, widerspricht ihr früherer Coiffeur aus London, einfach nur ein natürlicher, ungestylter Look. Die den royalen Gepflogenheiten geschuldete frühere Föhn-Frisur plus Haarknoten hat Meghan im Zuge der eigenen Neuerfindung aus dem Frisuren-Repertoire verbannt.

In ihrer Rede bei der Konferenz fand Meghan deutliche Worte. Über "Gesetzgeber und Führungskräfte" sagte sie: "Sie hören nicht zu, bis sie müssen, denn der Status quo ist leicht zu entschuldigen und schwer zu brechen." Oops, wer würde bei diesen Worten nicht an die Windsors denken? Außerdem insistierte Meghan, dass Normen dringend hinterfragt werden müssten. Andernfalls könne man keine Veränderung erreichen.

Biograf Omid Scobie: "Sie konnte endlich frei sprechen"

Meghans Biograf Omid Scobie äußerte sich sofort zu ihrem Auftritt. "Sie konnte endlich frei sprechen, ohne Rücksichten auf die Einschränkungen als Mitglied der königlichen Familie nehmen zu müssen. Sie sprach mehr aus dem Herzen als von ihrem Skript", schwärmte er. Und das ist ihr - das dürften selbst Kritiker anerkennen - wunderbar gelungen.

Aufmerksamen Zuhörern dürfte außerdem aufgefallen sein, dass Meghan nicht mehr den mühsam antrainierten britischen Akzent benutzte, sondern in amerikanischen Slang zurückfiel. Auch das gehört zum überarbeiteten Selbstbild. Eine wichtige Rolle, so erklärt Diplom-Psychologin Salmen, komme beim Findungsprozess einer Frau wie Meghan dem Partner zu - Prinz Harry, 35. "Dass er sie in dieser Phase unterstützt, ist sehr wichtig. Gerade, wenn von der Außenwelt Gegenwind kommt." Tja, über mangelnden Gegenwind können sich die Sussex' wahrlich nicht beklagen. Der lässt die zwei nur enger zusammenrücken.

Mama ist und bleibt die Beste! Niemandem vertraut Herzogin Meghan mehr als ihrer Mutter Doria Ragland. Alles, was sie heute darstellt, verdankt sie ihrer Mum. Und sich selbst
Mama ist und bleibt die Beste! Niemandem vertraut Herzogin Meghan mehr als ihrer Mutter Doria Ragland. Alles, was sie heute darstellt, verdankt sie ihrer Mum. Und sich selbst
© Getty Images

Mama Doria Ragland endlich wieder in der Nähe

Das Sahnehäubchen auf Meghans kalifornischem Traum ist jedoch ein ganz besonderer Mensch: Mama Doria. Dank Muttis Einzug konnte Archies Nanny entlassen werden - Oma Doria darf jetzt zeigen, was sie kann. Niemanden sonst hätte Meghan lieber als Erziehungs-Beraterin für Archie. Schließlich hat Mama Doria ja auch sie in eine gute Zukunft geführt.

Mitarbeit: Jessica Kuch / Arndt Striegler / Andreas Renner Gala

Mehr zum Thema


Gala entdecken